Andamanen

…that`s Paradise 🙂

Die Andamanen liegen zwar näher zu Myanmar und Thailand, gehören aber zu Indien.

Man kann von Chennai oder Kalkutta nach Port Blair fliegen und von dort mit dem Schiff weiter auf die zugelassenen Inseln. Es sind nicht alle Inseln freigegeben und für die Andamanen braucht man einen speziellen Visumeintrag von der Botschaft. Bei Einreise muss man sich von der örtlichen Polizei registrieren lassen und das Permit vorzeigen. Die traumhaften Inseln sind ideal um einfach mal nichts anderes zu tun als in der Hängematte unter Palmen zu schaukeln. Das Meer ist schön warm und türkis, die Strände weiß und sauber. Im Wasser sollte man acht geben auf giftige Seeschlangen und Salzwasserkrokodile.

Auf der Hauptinsel Smith Island kann man die alten Gefängnisse der ehemaligen Strafkolonien besichtigen. Das sind wirklich gruselige Stätten. Man sieht die dicken Balken wo die Gefangenen gehängt wurden. Die Engländer hatten im 19. Jahrhundert Langzeit-Sträflinge auf die Inseln ausgegliedert. Im zweiten Weltkrieg waren die Andamanen von den Japanern besetzt, davon wurden auch noch Tausende in Gefängnisse gesteckt oder zur Zwangsarbeit verpflichtet.

Auf den Andamanen und Nikobaren leben noch wenige hundert Ureinwohner, welche die Zivilisation komplett ablehnen und sehr feindlich sind. Man kann und darf nicht auf diese Inseln. Aber einige sind freigegeben und wunderschön. Viel machen kann man dort nicht und wenn man eine Pause während der Reise braucht, ist das genau der richtige Platz. Es gibt hier übrigens die größten Kröten, die ich jemals gesehen habe. Bei Regen kommen Schlangen und Riesenkröten aus dem Dschungel raus und ich habe eine Kröte gesehen, die so groß war das sie eine Ratte gefessen hat.

Man sollte auf Havelock Island 2 Dinge auf jeden Fall haben: Bargeld und das Rückfahrticket. Mit beiden Dingen hatte ich enorme Probleme. Es gab zwei Geldautomaten, von denen einer komplett kaputt war und der andere erst Stromausfall hatte und dann leer war. Die Jagd nach dem Rückfahrtticket gleicht einem Kampf auf dem Jahrmarkt und manchmal fahren die Schiffe auch nicht bei schlechtem Wetter.

In Port Blair kann ich das ethnologische Museum sehr empfehlen, das war super interessant. Auf Havelock Island würde ich ein Fahrrad empfehlen, damit ist man sehr flexibel.

Ich hatte den letzten Bus leider verpasst und musste noch vom Westen zurück auf die andere Seite. Das hieß viele Kilometer laufen oder mit dem Israeli auf dem Motorrad fahren, der mir freundlich lächelnd den Platz hinten anbot. Leider war unterwegs der Tank leer und wir blieben mitten im Nirgendwo liegen. Da mir der Typ eh ständig an die Wäsche wollte, bin ich lieber in den Dschungel um Menschen und Sprit zu suchen und hatte irgendwo eine Hütte gefunden. Eine Verständigung war nicht möglich aber als ich die Situation theatermäßig nachspielte, verstand der Mann was ich wollte und gab mir eine leere Flasche. Meine Güte, dachte ich, was soll ich damit nun wieder? Aber mir wurde klar, das ich vermutlich nie das Glück haben würde beides auf einmal zu finden: eine Flasche UND jemanden der Sprit hat. Also nahm ich die Flasche und machte mich auf die Suche nach weiteren Einwohnern. Irgendwann kamen Kinder auf dem Rad, welches ich mir kurz ausleihen konnte und dann hatte es auch mit dem Sprit geklappt.

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von oben aus dem Flugzeug fotografiert

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meine kleine Hütte im Dschungel

Der Inselbus von Havelock Island fährt wenige Male am Tag über die einzige Straße

Hier fühlen sich die Salzwasserkrokodile wohl

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Beach No 7

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Der richtige Platz für meine Hängematte

 

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Die einzige Hauptstraße, auf der ich mangels Sprit mit dem Motorrad liegen geblieben bin, es gab keine Tankstelle und auch keine Geschäfte, nur Dschungel. Da musste ich weit laufen bis ich auf eine Hütte traf
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Backpacker`s Life 🙂

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Eine Hängematte kann man überall festmachen, ich habe jeden Tag einen neuen Platz gefunden 🙂

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