Archiv der Kategorie: Karibik / Segeln

Der Panamakanal – Abschied von Bluyon nach 4.000 nm

Von Kuna Yala segeln wir nach Colon, dem Eintrittstor zum Panamakanal. Das Einklarieren ging zügig, nachdem wir herausgefunden hatten wie wir an Land kommen. Denn das ist hier in Colon richtig schwierig. Das Anlegen mit dem Dingi ist überall verboten. Man ist gezwungen in die teure Shelter Bay (ca.60 US für den Kat) zu gehen. Das wollten wir jedoch nicht, da sich der Termin für die Passage durch den Kanal zwei Wochen hinziehen kann. Wir fanden dann eine Möglichkeit im Container Hafen zu ankern und das Dingi im Abwasserkanal anzubinden 🙂 Es war jedes Mal schwierig anzulanden, auch mit den ganzen Einkäufen die wir noch tätigen mussten. Täglich sind wir eine Woche lang kreuz und quer stundenlang durch die ganze Bucht von Colon motort. Die sogenannten „Flats“, ein ausgewiesenes Ankerfeld seitlich der Einfahrt, gab es nicht mehr. Der Kanal wurde aufgeräumt während wir dort waren und alles wurde umorganisiert. Jeden Tag mussten wir woanders ankern, stellten den Funk ab und kreuzten zweimal täglich verbotenerweise den Kanal. Einmal vergaßen wir den Funk abzustellen und hörten immer: Don`t cross by yourself 🙂 Hmm hatte da jemand was gesagt? Egal. Wir waren mittlerweile routiniert darin uns um die gesunkenen Ruinen herumzumogeln und schnell zwischen zwei riesigen Containerschiffen durchzuschlüpfen.

Colon ist definitiv die hässlichste aller hässlichsten Städte, die ich je in meinem Leben gesehen habe. Noch immer wird davor gewarnt auf der Straße einfach so rumzulaufen und es wird empfohlen selbst kurze Strecken zum Einkaufen mit dem Taxi zu fahren. Unnötig zu sagen, das wir das natürlich nicht getan haben. Wir haben alles zu Fuß erwandert und waren auch in der Free-Zone shoppen. Ich hatte ehrlich gesagt nie ein schlechtes Gefühl. Durch meine vielen Reisen in der Welt habe ich überall sehr gute Antennen und kann mich immer auf mein Bauchgefühl verlassen.

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Armes, trauriges Colon 😦

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Die Einfahrt zum Kanal Richtung Pazifik

Für die Passage braucht man 4 Linehander, 4x 50 Meter Seil und 8 Fender. Da man das alles normalerweise nicht mal eben so hat, nimmt man sich einen Agenten. Unser Agent organisierte alles vom Knast aus, in dem er saß, so ging zumindest das Gerücht um. Gesehen haben wir ihn natürlich auch nie.

Das ganze Prozedere ist eigentlich recht einfach, wenn man weiß wie es funktioniert. Als erstes füllt man ein Formular aus, welches man downloaden kann und schickt dieses per Mail ab. Dann telefoniert man direkt hinterher. Einen Tag später bekommt man einen Vermessungstermin für das Boot. Nachdem der Vermesser dann auf dem Boot war und jede Menge Formulare ausgefüllt hat, kann man eine Telefonnummer anrufen und man bekommt den Passagetermin. Die ganze Fahrt dauert 2 Tage. Jeden Tag kommt ein Lotse an Bord und muss nach genau vorgeschriebenen Plan bekocht und versorgt werden. Es wird darauf hingewiesen, das der Lotse Wasser aus geschlossenen Flaschen braucht und bei schlechter Verpflegung von Bord geht. Die drei Linehander sind die vollen Tage da und schlafen auch an Bord.

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Der Lotse ist an Bord gekommen

davWir werden im Package fahren und Steuerbord wird eine kleine Einrumpfyacht an uns gebunden und ziehen diese den ersten Tag durch die Schleusen

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Dann geht es los Richtung Schleusen

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Unsere 3 Jungs waren super

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Am ersten und zweiten Tag geht es jeweils durch 3 Schleusen. Dazwischen übernachtet man im Gatun Lake. Hier waren Millionen von Moskitos. Atmen war draußen nur möglich wenn man sich ein Tuch vor Mund und Nase gebunden hat. Klar, das ich nicht draußen sein konnte mit meiner Stichallergie. Deswegen gibt es leider keine Fotos vom Gatun Lake.

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So wie hier zu sehen ist, werden an den vier Ecken die Leinen an den Klampen belegt und je nach Höhe wieder neu korrigiert. Oben gehen auf jeder Seite bei der Fahrt in die Schleuse Männer mit, die ebenfalls die Leinen halten und dann auch belegen. Am Ende der Schleusung werfen sie die Leinen los und man muss ziehen, ziehen und ziehen und das Ganze richtig schnell, bevor die Leinen im Motor unten hängen

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Die kleinen Loks sind mit den großen Containerschiffen oder Kreuzfahrtschiffen verbunden; da läuft dann niemand mehr nebenher 😉

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Besucherzentrum Panamakanal

 

Mein Job: die Leine am Heck und dafür sorgen das die Helfer nicht davon laufen

 

Am zweiten Tag, direkt nach der letzten Schleuse, kreuzte ein großer Alligator unseren Bug und die Linehander liefen alle nach Backbord. Wir verloren durch die Unachtsamkeit unsere rechte Steuerbord Bugleine.

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Wir sind im Pazifik !

Leider ist am frühen Morgen des zweiten Tages unser Fäkalientank implodiert (und nein, hiervon gibt es keine Fotos). Ich kann das unglaubliche Ausmaß der Katastrophe nicht schreiben. Das ganze Boot war nicht bewohnbar und wir mussten uns in Panama City ein Hotel suchen.

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Isla Perico; unser Ankerplatz und letzte Station
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Biomuseo Panama

Wir sind noch ein paar Tage zu den Las Perlas rausgefahren, eine Inselgruppe von über 200 Inseln im Süden des Golfes von Panama.

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Containerschiffe, die auf eine Durchfahrt im Kanal warten

 

Delfine begleiten uns bestimmt 2 Stunden lang

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So sieht die Bluyon von unten nach dem Hafenbecken von Panama aus. Erstmal ist schrubben unter Wasser angesagt

 

Dann können wir schwimmen und faul sein 🙂

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Das war nach 4.000 nm unsere letzte gemeinsame Fahrt.

Die Bluyon wird leider aus gesundheitlichen Gründen verkauft.

Wir trennen uns in tiefer Verbundenheit und Freundschaft.

Immer werden wir uns an gute und schlechte Zeiten erinnern und daran wie unendlich viel Spaß wir zusammen hatten, wieviel Abenteuer wir zusammen bestanden haben und an das Vertrauen, das wir uns gegenseitig stets entgegenbrachten.

 

 

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Sonnenuntergang Panama

Kuna Yala – San Blas Inseln

Wir legen von Cartagena ab und auf dem Weg nach Kuna Yala machen wir einige Tage einen Stop over auf den Rosario Islands. Sie liegen ca. 40 Seemeilen südwestlich von Cartagena.

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Wir sind ein paar Tage faul und gehen schwimmen und schnorcheln. Wunderschöne kleine Inseln mit klarem Wasser erwarten uns. Die Rosarios sind wundervoll.

Dann geht es ca 250 Seemeilen Richtung Kuna Yala, wir wollen ziemlich weit westlich rauskommen da wir schon weit hinter unserem eigentlichen Zeitplan für den Pazifik Cross sind.

Die San Blas Inseln werde ich in keiner guten Erinnerung behalten. Mir hat es dort gar nicht gefallen. Wir hatten Unmengen von Gewittern. Die Aufdringlichkeit der Kuna Indianer empfand ich als furchtbar lästig. Alle 10 Minuten ruderte irgendein Boot an unseren Kat und wollte was verkaufen. Tunesische Strandverkäufer sind dagegen wirklich harmlos. Die Inseln sind ganz nett, aber nicht wirklich überraschend schön. Da habe ich schon sehr viele schönere Plätze gesehen auf meine Reisen. Den Hype um die San Blas Inseln kann ich nicht verstehen. Überall sind Riffe, man muß verdammt aufpassen beim Navigieren. In einem plötzlich aufkommenden starkem Unwetter hätten wir fast das Boot und unser Leben verloren. Wir mussten nachts viele Stunden kämpfen. Zu zweit haben wir es geschafft, weil wir schon viele Seemeilen gemeinsam unterwegs waren und uns blind aufeinander verlassen können.

Innerhalb weniger Minuten zog sich alles komplett zu und es sah aus als wenn die Welt untergehen würde, dann nahm das Unglück seinen Lauf. Wir konnten das Boot mit beiden Motoren nicht halten und wurden Legerwall auf die Riffe getrieben.

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So sieht das aus wenn man dann auf den Riffen liegt (rechts die San Blas Ferry)

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Wer sich schon immer mal gefragt hat, was nun eigentlich in den wunderschönen Conch Gehäusen drin ist: hier haben wir das Innenleben

Wir haben einen defekten Dingi Motor gegen Conch Schnecken und Kokosnüsse getauscht. Die Conch haben wir dann untersucht und angeschaut, fanden diese aber so wahnsinnig toll, das wir ihnen die Freiheit wieder geschenkt haben 🙂

Wir segeln nach 1 Woche Kuna Yala weiter Richtung Colon/Panama. Dies hier gehört definitiv zu den Plätzen, die ich nie wieder aufsuchen möchte.

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Cartagena – Kolumbien

Tagelang checken wir mehrmals täglich das Wetter in Curacao und laden die Gribs aufs Tablet runter für die Weiterfahrt nach Kolumbien.

Wir wollen in einem Rutsch durchsegeln und die Strecke um das Cap herum ist unberechenbar und zählt zu den  fünf gefährlichsten Segelstrecken. Um uns herum sagen alle sie fahren nicht und warnen uns vor Schlechtwetter, aber täglich sehen wir frühmorgens jemanden ablegen.

Dann geht es schnell, spontan entscheiden wir uns für die Weiterfahrt, alle Vorräte sind eingelagert, beide Motoren funktionieren, das Boot ist abfahrbereit. 500 Seemeilen liegen vor uns, das bedeutet ca 4 Tage, je nach Wind. Wir schaffen den Absprung bei vorausgesagten 25 Knoten Wind, die ersten 2 Tage soll noch die Sonne scheinen und nach dem Cap sieht es aus als wenn es verdammt knapp mit den durchziehenden Gewitterfronten sein wird.

Wir passieren unseren ersten Wegpunkt Aruba bei Nacht und alles ist gut. Die nächsten Tage bleibt uns das Glück und als wir um das Cap herum sind, entspanne ich mich. Wir sind weit draußen auf dem Meer und segeln nicht an der Küste lang. Bei 30 Knoten haben wir teilweise etwas zu kämpfen, da sich harte, kurze Wellen aufbauen die uns ganz schön durcheinander beuteln, es kommen Böen, dann Flauten, wir Motoren zwischendurch immer mal wieder. Aber letztendlich hatten wir eine sehr schöne entspannte Fahrt, das Gewitter kam dann in der letzten Nacht, als wir in Kolumbien an der Küste in einem Binnensee Schutz gesucht haben. Und das war dann richtig gruselig heftig, Blitze und Donner gleichzeitig, aus allen Richtungen und immer wieder. Die ganze Nacht lang. Nachdem wir schon nächtelang nur im Wechsel stundenweise geschlafen hatten, war das nicht so das, was wir uns unter einem entspannten Ankommen vorgestellt hatten. Aber es war erst der Anfang von hunderten Gewittern, die uns dann später auf den San Blas Inseln erwischten.

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Wir laufen ein in Cartagena 

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Ich freue mich darauf, wieder mal eine Nacht durchschlafen zu können. Hier ist das Klima gleich total anders. Wir haben 30 Grad und eine hohe Luftfeuchtigkeit.

Mich hat leider schon wieder so ein übles Moskito Viech erwischt und diesmal habe ich mir das Zika-Fieber geholt (Dengue Fieber hatte ich ja auch schon in Indien und ich mag die Abwechslung). Ich habe Fieber und alles tut weh, fühle mich krank und habe blöden Ausschlag. Bestimmt 5 Tage bin ich quengelig und diese Hitze mit der hohen Feuchtigkeit setzt mir bei meiner Erkrankung ordentlich zu. Dann geht es mir schlagartig wieder besser und wir können die Stadt erkunden.

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Das Einklarieren in Cartagena erledigt sich sozusagen von selber. Man hat gar keine Wahl und muss einen Agenten nehmen der alle Formalitäten erledigt. Also einfach nach dem Ankern ganz entspannt mit dem Dingi in die Marina fahren und dort etwas essen und trinken, die Agenten kommen von selber. Es gibt gutes Wlan und das Essen ist super.

Wir hatten zwei sehr nette Agentinnen, die alles schnell und zuverlässig für uns gemacht haben.

 

Hier sind wir noch beim Reinfahren. Der Ankergrund ist nicht gut und es ist auch leider richtig tief, ca 15 Meter, also jede Menge Kette raus, den einzig guten Platz, den wir finden konnten, der befand sich fast unter den Containerkränen. Es war nachts taghell, laut und ich hatte immer Angst, das der Kran statt einen Container vielleicht mal den Kat greift 😉

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ABC Inseln – CURACAO

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Endlich wieder SONNE. Wir hatten keine schöne Überfahrt und sind froh in Curacao anzukommen.

Und wieder ein Geburtstag zum Feiern. Den Brief trage ich schon Monate mit mir rum, der Toast ist aber frisch 🙂

Ankern und Einklarieren in Curacao: eine richtig blöde Angelegenheit

Einklarieren kann man nur in Willemstad. Dort kann man aber nicht ankern. Dies geht nur in Spanish-Water, einem Binnensee (richtig eng und wenig Platz zwischen den Booten) mit sehr schmaler Einfahrt. Man kann auf gar keinen Fall im Dunkeln rein oder rausfahren und sollte das auf jeden Fall einkalkulieren. Wlan gibt es dann in der schwimmenden Holzbar. Davor fährt auch fast stündlich ein Bus in die Stadt ab. Taxis gibt es nämlich nicht, bzw nur auf besondere Anforderung und die sind dann richtig teuer (ca. 30 US to the next Beach) Es gibt auch einen Bus der kostenlos zu einem Einkaufsmarkt fährt (einmal täglich um 8.30 und um 9.30 zurück, wenn man den verpasst, wird es schwierig, da hilft nur noch trampen). Man muss zuerst zum Zoll und die Formulare dort ausfüllen. Dann durch die ganze Stadt über die Brücke zur Immigration (die fernsehschauenden Beamten sind total genervt wenn man das Programm unterbricht. Ganz schlimm wird es wenn man nicht am selben Tag der Ankunft im Spanish Water einklariert, dann werden sie fuchsteufelswild) und mit diesen Formularen in den ersten Stock gegenüber zum Bezahlen. Wir waren fünfmal da und immer war zu oder offen und niemand da. Leider konnten wir nichts bezahlen 🙂 Machte aber auch nichts. Beim Ausklarieren das Gleiche wieder rückwärts. Am Besten nachher zur Nervenberuhigung richtig schön essen gehen. Zum Beispiel im Gouverneur.

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Curacao ist wunderschön!

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Ankern in Spanish Water

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Meine Geburtstagslocation :-))

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Wir warten auf den richtigen Wind und segeln weiter nach Cartagena

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Zurück auf dem Meer

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Wir starten unsere Reise in Martinique.

Das Einklarieren geht hier ganz unproblematisch am Automaten in einem Segelzubehörshop. Einfach die Daten eingeben. Das Ganze ist auch noch kostenlos.

Die Bluyon ist nach 7 Monaten Renovierung, Sanierung und verschiedenen Reparaturen in noch keinem ganz fertigem Zustand. Wir sind trotzdem optimistisch, relativ zügig voran zu kommen und spätestens im Juni den Panamakanal Richtung Pazifik durchqueren zu können, um dann Ende November Neuseeland zu erreichen. Vor uns liegen noch jede Menge Arbeit und viele Seemeilen.

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Der Ausblick von der Pool-Terrasse des Hotels Bateliere, West-Martinique. Das Boot war noch nicht bewohnbar und so ankerten wir unten und schliefen oben, das war sehr praktisch.

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Gleich am 2. Tag verbrannte mich an der Seite und am Bein ein ekeliger stacheliger, halbtoter, fast weißer Fisch, den ich nicht genau identifizieren konnte.  Es gab große Brandblasen und ich hatte einige Tage gar keinen Spaß. Als ich danach im Süden in Saint Anne das erste Mal wieder im Wasser war, geriet ich in Nesselarme und hatte große, lange, striemenartige Verbrennungen. Wir haben sofort jede Menge Essig drüber geschüttet, das war gut! Danach hielt ich mich in Martinique nur noch direkt am Strand zum baden auf Wer meine Geschichten kennt, kann sich bestimmt noch an den Skorpion in Guatemala erinnern. Mich findet einfach jedes beißende, stechende Viech.

Der Rocher du Diamant an der Süd-Westspitze von Martinique. Man sieht auf der linken Seite einen Fischkopf von der Seite und rechts einen menschlichen Kopf seitlich.

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Wir sind vom Westen in den Süden nach Le Marin und Sainte Anne gesegelt.

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In der Jahreszeit haben wir immer sehr viel Wind und einen unruhigen Ankerplatz. Trotzdem bin ich lieber weit draußen als eng Yacht an Yacht zu liegen.

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Einen Geburtstag gab es dann natürlich auch zu feiern und das erste Mal kam der Omnia Ofen zum Einsatz. Unser Gas-Backofen geht seit 2 Jahren nicht und mit dem Omnia kann man vieles einfach auf dem Herd zubereiten, wofür man sonst einen Backofen nehmen würde.

 

Natürlich gibt es jede Menge zu tun jeden Tag um das Boot für die Langfahrt fertig zu machen.

75 Kilo Wäsche 🙂 ich hab dann mal den ganzen Waschsalon belegt….

Die Abende sind auch gut gefüllt mit Näharbeiten und diversen anderen Dingen

 

Und Einkäufe, jede Menge zum Einlagern, wir sind viele Tage unterwegs um unsere Listen abzuarbeiten

Man glaubt gar nicht wie viel in so ein Dingi passt und dann, weil der Motor mal wieder kaputt ist, gerudert werden muss 😉

Tja und dann sieht die Küche so aus. Und das ist nur ein kleiner Teil von allen Sachen.

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Natürlich haben wir uns auch die Insel mit dem Mietwagen angeschaut.

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Sainte Anne
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Hafen von Le Marin

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Teile der Küste von Martinique sind voll mit stinkenden Braunalgen (Bilder unten). Beim Segeln sind uns die auch immer wieder unterwegs begegnet. Ganze Teppiche und Straßen schwimmen in der Karibik mit ekeligen Braunalgen. Auf Barbados ist dieses Jahr deswegen der Ausnahmezustand ausgerufen worden. Teile von Martinique sind nicht mehr bewohnbar, andere Inseln sind ebenso betroffen. Die Algen erhöhen den Kohlendioxid Gehalt im Wasser und wenn sie auf Land treffen stinken sie entsetzlich und sind voller Sandflöhe. Man nimmt an, das sie sich auf Grund der Erderwärmung überall im karibischen Meer vermehren.

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Nach einigen Wochen Arbeit, dann die Belohnung. Der Kat ist ist eingeräumt und aufgeräumt. Leider ist immer noch nur 1 Motor funktionsfähig.

 

Wir segeln weiter nach Bonaire

Dort ist das Wetter noch schlechter als auf Martinique. Die Sonne zeigt sich gar nicht, deswegen gibt es keine Fotos. Jede Menge Wind, eine scheußliche Überfahrt und viele Wolken. Aber es gibt eine super tolle Eisdiele mit Wlan 🙂

In Bonaire gibt es nur die Möglichkeit das Boot an den Bojen festzumachen. 10 US pro Tag. Am Wochenende ist geschlossen. Wir konnten leider nicht zahlen, da wir Sonntagnacht wettermäßig weitermussten 😉

Nach Klein-Bonaire sind wir mit dem Dingi rüber. Es gibt auch mehrere Wassertaxis rüber, kosten 20 US und man ist total abhängig wegen den Rückfahrzeiten. Es gibt keinen Schatten und gar nichts drüben. Aber das Schnorcheln ist wirklich absolut traumhaft.

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Hier sind in zwei Reihen versetzt die Bojen für 10 US pro Tag

 

 

 

 

Segeln in der Karibik: Guatemala, Belize, Mexiko, Kuba, Haiti/Dom.Rep

 

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Guatemala

Livingston, Lago Izabal, Antigua, Lago de Atitlan, Quetzaltenango, Huehuetenango, Coban, El Estor, Rio Dulce, Morales, Puerto Barrios, Chichicastenango, Santa Cruz del Quiche, Rio Negro

 

 

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Erkundung der Seitenarme im Rio Dulce

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….sieht nicht nach Wasser aus, ist aber Wasser 🙂

 

 

Belize

Punta Gorda, Great Blue Hole, Lighthouse Reef, Caye Caulker, Dangriga, Placencia, Turneffe Atoll

Great Blue Hole (zweitgrößtes Riffsystem der Welt)

Ein Loch mitten im Meer, 300 Meter Durchmesser und 125 Meter tief, faszinierend durch die verschiedenen Farben und mit gut erhaltenen Riffen zum schnorcheln und tauchen. Das Blue Hole ist ein weitverzweigtes Höhlensystem, welches sich früher über Wasser befand und durch die Plattenverschiebung geflutet wurde.

Das Riff hat eine atemberaubende biologische Vielfalt. Neben etwa 500 Fisch- und 80 unterschiedlichen Korallenarten, sind besonders viele bedrohte Schildkröten- und Krokodilarten im Lighthouse Reef beheimatet.

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Das Wasser ist kristallklar

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Libellenbesuch beim Frühstück….sie landete einfach auf der Gabel und blieb dort

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Mexiko

Cancun, Playa del Carmen, Cozumel, Isla Mujeres

 

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Kuba

Isla de la Juventud, Cayo Largo, Havanna, Cienfuegos, Trinidad, Santiago de Cuba

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Dominikanische Republik / Haiti

Bahia de las Aguilas, Barahona, Palmar de Ocoa, Santo Domningo, Boca Chica, La Romana, Saona, Punta Cana, Isla Beata

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Ein Riesen-Stachelrochen.  Die Rochen sind sehr neugierig und sie saugen ihre Nahrung durch eine Öffnung unterhalb ein. Wenn man nicht aufpasst, saugen sie den Finger auch ein. Langsame Bewegungen und ein Laufen mit den Füssen im Sand unter Sicht sind wichtig, dann sind die Rochen sehr zutraulich und man kann sie berühren. Unten fühlen sie sich glitschig und weich an, oben drauf teilweise wie eine Bürste mit ganz kleinen harten Borsten.

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Der Hai war trügerisch langsam um dann blitzschnell zuzuschnappen als ein Fisch kam. Seitdem habe ich noch mehr Respekt vor Haien. Als die mächtigen Kiefer hörbar mit Wucht aufeinanderprallten konnte ich mir gut vorstellen was durch diese Kraft alles abgebissen werden kann.

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Riesen-Seestern vor Saona, man kann ihn kurz anfassen und muss ihn gleich wieder ins Wasser legen.

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Mitten im Semester….Punta Cana, mein Arbeitsplatz für die Vorlesungen

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Isla Beata

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wunderschön und total ursprünglich

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Wahnsinn, was die für einen Speed haben, da hat man echt Mühe sich festzuhalten….

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Delfin rückwärts, also der Bauch ist oben, dann kann man sich an zwei Flossen festhalten….ist aber auch nicht so einfach 😉 man muss den richtigen Moment im Turnover erwischen

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Die kleinen Antillen

Mit dem Kreuzfahrtschiff von Antigua über St. Maarten, St. Lucia nach Barbados

Vom Katamaran bin ich umgestiegen auf ein größeres Boot und hatte eine Kreuzfahrt zu den kleinen Antillen gebucht 🙂

Antigua und Barbuda

Zuerst von Kolumbus entdeckt, wurde die Insel später von den Briten kolonialisiert. Erst 1981 erlangte die Insel die Unabhängigkeit. Hier auf Antigua wachsen Zuckerrohr, Ananas und Baumwolle. Auf Antigua leben ca. 67000 Einwohner

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St. Maarten

St. Maarten gehört zu den Niederlanden und die Einwohner sind holländische Siedler und Nachfahren der aus Afrika entführten Sklaven. St Maarten gehörte bis zur Auflösung 2010 zu den Niederländischen Antillen.

Es gibt keine Eigentums- und Kapitalsteuern in St. Maarten und es leben dort nur ca. 31000 Menschen.

Der Airport von St. Maarten ist durch die spektakulären Fotos bekannt, die Flugzeuge fliegen nur in wenigen Metern Höhe über den Strand.

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St. Lucia

St. Lucia hat ca. 165.000 Einwohner und die Unabhängigkeit vom Vereinten Königreich 1979 erlangt. Sie liegt nur wenige Kilometer unterhalb von Martinique und gehört noch zu den „Inseln über den Winden“. St. Lucia ist landschaftlich sehr schön und es gibt dort zwei inaktive Vulkane, die Twin Pitons. Landessprache ist Englisch und die Einwohner stammen größtenteils von den damaligen Sklaven ab. Zu den Hauptexportgütern zählen Bananen und hier kommt das ausgesprochen leckere Bananenketchup her.

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Muskatnuss

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Traditionelles Kochen

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Barbados

Barbados liegt nordöstlich von Venezuela. Die ehemalige britische Kolonie ist seit 1966 unabhängig. Hauptexportgüter sind Rohrzucker und Rum.

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2000 Meilen über das Meer

7 Monate Katamaran….ich gehe jetzt leben 

 

Als ich vor 7 Monaten in Guatemala auf den Katamaran ging, wollte ich gar nicht lange bleiben aber dann haben sich viele Dinge anders entwickelt. Letztendlich lebte ich 7 Monate auf einer Yacht in der Karibik und irgendwie haben wir auch 2000 Seemeilen geschafft, meistens mit dem falschen Wind, manchmal trieben wir auch ohne irgendwo hin. Nach Guatemala, Belize, Mexiko, Kuba, Haiti, der Dominikanischen Republik ist es jetzt Zeit für neue Abenteuer und ich freue mich darauf meine neuen Pläne zu verwirklichen.

Wenn jemals jemand Ähnliches vorhat, so sollte er wissen das dies nichts mit Romantik oder „coolem Leben“ zu tun hat. Oft habe ich bei meinen Deutschlandbesuchen gehört „oh wie cool ist das denn“ oder „das ist ja total romantisch“.

Wenn bei Hitze und Feuchtigkeit die Farbe im Innenraum Blasen wirft, Matratzen, Wände, Polster und der Rest anfängt zu schimmeln, es bei 43 Grad und Windstille kein Entkommen vor der Sonne mangels Sonnenschutz gibt, Wasser und Strom rationiert sind, Nahrungsmittel ausgegangen sind, völlig übermüdet von Nachtschichten der ganze Körper schmerzt und der nächste Ankerplatz noch 5 Tage entfernt ist, wird schnell klar, dass dies kein Wellness Trip ist.

Wem es dann noch unklar ist, der kann sich gerne dazu vorstellen, dass die Motoren der Reihe nach kaputt gehen, Fenster undicht sind und überall das Wasser durch den hohen Wellengang reingedrückt wird. Waschküchenwasser und Wellen, die so hoch sind, das man nur noch kriechen und kaum noch stehen kann. So heftig, das ich bei jedem Wellenschlag sehe wie sich die Wände der vorderen Kufe nach innen drücken und beim ohrenbetäubenden Knall denke ich, das bestimmt die nächste Welle das Boot komplett zerschmettern wird. Falsche Wellenrichtung, falscher Wind. Was auch immer.

Das unglaublich nervige Gefühl 20 Stunden für 70 Seemeilen unter Motor zu fahren, um dann letztendlich nicht mal dort anzukommen wo man ursprünglich hin wollte. Wochenlanges durchgehendes nerviges Geräusch von dem Autopiloten, Tag und Nacht, so das man hofft dieser möge endlich einfach implodieren, bevor man davon wahnsinnig wird. Noch ein paar Unwetter dazu, monatelanges Leben ohne Kühlschrank, Feuer an Bord, eine Monsterwelle die das Beiboot zur Hälfte wegreißt, ein Fast-Überfall in Haiti auf das Boot durch zwei andere Boote, oder auch, immer mal wieder morgens aufzuwachen und als erstes in weiße Augen in schwarzen Gesichtern zu blicken weil das Militär an Bord will und sich die Nasen am Fenster plattdrückt. Ein Katamaran der auf einem Riff aufsetzt, schäbige Ankerplätze in dreckigen Häfen, laute Ankerplätze vor Strandbars, ein paar Krankheiten, Brandwunden, Schädelverletzungen, zwischenmenschliche Katastrophen bei denen sich das Innere nach außen kehrt, hunderte Moskitos die sich hungrig auf einen stürzen und bei all dem fahren stundenlang die Eingeweide Achterbahn, während die Zunge vor Wassermangel am Gaumen klebt und das Gehirn vom Schlafentzug ganz taub ist.

Die Liste lässt sich noch nahezu unbegrenzt erweitern und mit Sicherheit habe ich genügend Stoff für zwei Bücher, ich glaube spätestens jetzt wird klar, dass das Leben an Bord wenig mit Romantik zu tun hat, sondern verdammt hart sein kann. Vieles kann man sich einfacher machen und vieles kann viel schöner sein, wenn man weiß worauf es ankommt. Jetzt weiß ich es.

Ich habe einige sehr besondere Momente erlebt und ich bin froh das Experiment gewagt zu haben. Es war eine wirklich intensive Zeit.

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Was bedeutet es an Bord einer Yacht dauerhaft zu leben? Kann ich eigentlich so leben?

Diese Frage stellte sich mir tatsächlich erst als ich an Bord war. Vorher war ich einfach mal davon ausgegangen. Warum auch nicht? Gesegelt bin ich früher schon oft und seekrank wurde ich nie. Da wusste ich von vielen Dingen noch nichts.

Davon das mir die Haare ausfallen werden weil ich das Shampoo wegen rationiertem Wasser nicht auswaschen kann und sich Keime in dem nicht vor der Sonne geschütztem Wasser bilden. Oder davon, dass ich Ausschlag und Bauchkrämpfe kriegen würde weil ich das Tankwasser trinken muss da unser Trinkwasser ausgegangen ist. Oder das ich mich nackt und ungeschützt vor 4000 Leuten auf dem daneben ankernden Kreuzfahrtschiff Royal Cruise waschen muss weil es keinen anderen Platz dafür gibt. Dieses Boot hat keinen Waschraum, keine Dusche und keinen Sichtschutz (und natürlich auch keinen Sonnenschutz). Ich wusste nichts davon das ich tatsächlich fast ersticken würde, weil meine Luftröhre komplett zu schwillt und ich vom Schimmel ganz krank werde. Nichts von lauten Party-Ankerplätzen. Und auch nichts davon das meine Tage damit gefüllt werden würden wie und woher man die nächsten Vorräte bekommt, wie lange sie reichen müssen und wie ich sie lagern kann. Ich musste lernen das es normal ist, wenn mindestens drei Dinge an Bord gleichzeitig kaputt sind. Ich wusste nicht wie mein Körper auf Schlafentzug reagiert. Und wie es ist, wenn sich Tag und Nacht vermischen, jegliches Zeitgefühl völlig verschwindet, weil es irrelevant ist. Und auch nichts von den dunklen Seiten, die Extrembedingungen hervorbringen.

Ich kann die Frage heute mit ja beantworten. Ich liebe das Leben auf dem Wasser. Und ich liebe das Meer und den Wind. Und die Naturgewalten die aus beiden entstehen können. Ich mag es immer wieder woanders zu sein. Tagelang einfach nur rumzutreiben, nichts und niemanden zu sehen. Völlig einsam zu sein. Unbewohnte Inseln zu erforschen. Ich liebe es Probleme zu lösen und bin gespannt auf neue Herausforderungen. Ich mag die Millionen Sterne über mir wenn ich nachts an Deck liege. Das Gefühl des totalen Nichts um mich herum. Die völlig dunklen Nächte, in denen man sich in totaler Schwärze nur noch an der Navigation orientieren kann. Das Gefühl der totalen Freiheit. Die Spannung, die einen ergreift, wenn man einen neuen unbekannten Ankerplatz anläuft. Ich mag es in den Schlaf geschaukelt zu werden und das Plätschern des Wassers an der Bordwand zu hören. Die kleinen Tiere die am Boot nagen und so prickelnde Geräusche nachts machen, wenn alles still ist.

Ich habe mich in das Bordleben verliebt. Ganz langsam hat es sich angeschlichen um mich dann nicht mehr loszulassen. Ich liebe es auf dem Wasser zu leben. So sehr, dass es für mich alle anderen Dinge tausendfach aufwiegt.

Einmal bei meiner Tages-Schicht dachte ich wir fahren auf riesige Holzstämme zu. Das Meer vor uns war mit großen dunklen Flecken übersät. Ich drehte sofort 20 Grad nach Backbord ab und holte das Fernglas. Was ich dann sah war unglaublich. Es waren unzählige dreieckige Flossen die aus dem Wasser ragten. Ganz gemächlich schwammen ca. 30 Wale vor und neben uns. Grindwale vor Haiti. Eine ganze Gruppe. Ich wollte sie so gerne unter Wasser sehen, schnappte meine Taucherbrille, sicherte mich mit einem Seil an meinem Bein und sprang ins Wasser. Die Wale kamen ziemlich nah. Sie waren genauso neugierig wie ich. Ich hatte Schwierigkeiten mich im Wasser trotz Seil zu halten, weil die Wellen hoch waren und die Strömung mich wegdrängte. Eine ganze Zeit blieben die Wale beim Boot. Bevor sie abdrehten kam einer tatsächlich noch zum Verabschieden direkt hinter das Boot, erhob sich ein Stück aus dem Wasser und drehte sich. Dann waren alle verschwunden. Das war ein wirklich besonderer Moment. Ich bin mittlerweile mit Haien, Stachelrochen, Muränen, Barracudas, Riesenschildkröten, Delfinen und sämtlichen anderem Getier aus dem Meer geschwommen aber die Wale waren sehr Besonders.

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Besonders war auch der Moment als wir vor einer kleinen Insel ankerten, an Land gingen und sahen das hier die Menschen in völliger Einfachheit leben. Teilweise wohnen sie noch in Höhlen wo Decken vor die Eingänge gespannt sind. Zum größten Teil wohnen sie in Zelten. Ein ganzes Dorf, völlig abgeschnitten. Aufgespannte Hängematten als Schlafstellen, ausgelagerte Kochstellen über offenem Feuer. Fisch, der auf Schnüren gespannt in der Sonne trocknet. Und überall große dicke Leguane, die für Fleischmahlzeiten gehalten werden.

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Seltsame Momente auch vor Haiti, als uns „Segelboote“ von Fischern entgegen kamen, die Segel aus zusammengenähten Reissäcken oder Betttüchern gebastelt hatten. Oder vor Kuba, wo ich meinen Augen nicht traute, weil die Fischer dort teilweise gar keine Boote hatten, sondern in Autoreifen auf dem Meer rumtrieben und ihre auf Plastikflaschen gewickelte Schnüre raushielten, in der Hoffnung irgendetwas möge anbeißen damit die Tagesmahlzeit gesichert ist.

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In Belize kam einmal ein Fischer eine lange Strecke von Land bis zu unserem Ankerplatz angerudert und wir tauschten feinstes Lobsterfleisch gegen eine kleine Flasche Rum, wir hatten sonst nichts zum tauschen und Geld wollte er nicht. Die Nationalparkwächter der Riffe, die in einem Boot ankamen, teilten dort sogar mit uns ihren frisch gepressten Ananas-Kokossaft, wir hatten leider gar nichts was wir zurückgeben konnten.

Ich bin oft von der Hilfsbereitschaft beeindruckt gewesen. Davon, wie jemand völlig Fremdes mit mir eine Stunde in der Stadt nach einer Sim Karte für mein Smartphone sucht und noch seinen Pass für mich hergibt. Oder als die Tarantel vom Dach des Supermarktes in Guatemala auf mich fiel und die Leute meine Einkäufe einpackten, weil ich es einfach vor Schreck gar nicht mehr konnte. Oder auch der Minenarbeiter, der mich nach einem Skorpionstich nachts über die Berge ins Krankenhaus gebracht hatte.

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Das Leben auf dem Boot ist anders. Anders, als alles was man sich so theoretisch vorstellen kann. Ein kleiner Einkauf kann den ganzen Tag dauern, wenn es schlecht läuft. Nachtschichten können mürbe machen. Die Änderung der Windrichtung kann ganze Pläne wieder zerstören. Manche Probleme kann man nicht sofort oder gar nicht lösen. Ich habe gelernt mit 2 Bechern Wasser am Tag auszukommen und weitestgehend auf Komfort zu verzichten. Das was ich letztendlich als schlimm und nicht lösbar empfunden habe, war der Bewegungsmangel. Man kann manchmal viele Tage nicht von Bord gehen. Aber was mich nie gestört hat, ist die Enge und das niemals Alleinsein. 24 Stunden 7 Tage die Woche mit jemandem zusammen sein, egal wie es läuft und egal wie man sich fühlt. Eine wirklich geniale Erfahrung von unschätzbarem Wert.

Ich habe sehr viel gelernt in den letzten Monaten, mehr als jemals zuvor. Über mich.

Jetzt gehe ich leben….aber woanders.

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Leben auf dem Wasser

Seit über 4 Wochen lebe ich auf dem Wasser. Mal mitten im Binnen-See, mal vor verschiedenen Küstenabschnitten zwischen Belize, Guatemala und Honduras. Ich lebe auf einem Katamaran. Ohne Waschmaschine, ohne fließendes Wasser, ohne Dusche, ohne Internet, ohne Kühlschrank und ohne jeglichen Komfort.

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Morgens schon vor dem Frühstück ist es unerträglich heiß und die Hitze steigert sich zur schweißtreibenden Schwüle, bevor der Regen abends kommt.  Ich lebe 24/7 mit jemandem zusammen, den ich vorher kaum kannte, auf engstem Raum und keiner Ausweichmöglichkeit. Kann so etwas funktionieren? Diese Frage habe ich mir lange vor meiner Abreise gestellt und viele Freunde haben mich rätselnd angeschaut, als ich von meinem Vorhaben erzählte. Und nun die Antwort? Ja 🙂  Das kann funktionieren. Alles zusammen tun, ständig und immer. Zwei verschiedene Leben zusammen gewürfelt, mittlerweile unwettererprobt auf See und teamfähig durch schwierige Tage und kleine Abenteuer.

 

Das es mir leicht fiel, kann ich wirklich nicht sagen, obwohl ich durch meine vielen Reisen weltweit als Backpacker gelernt habe ohne Komfort auszukommen und sehr verschiedene Lebensweisen kennenlernen konnte. Aber dieses hier ist etwas ganz anderes und absolut mit nichts Vorherigem in meinem Leben vergleichbar. Es ist intensiv. Und das jeden Tag neu.

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Mein tägliches Bad ist das Meer, mein Fön der Wind, meine Lieblingsecke das Netz im vorderen Teil zwischen den Kufen, welches je nach Wellengang so schön mitschwingt, das man ganz leicht in den Schlaf gewogen wird. Mein Fernsehen ist das Meer, das immer wieder anders aussieht und niemals gleich ist oder die Gewitter, die hier in den Tropen wirklich richtig heftig ausfallen und sehr lange andauern. Manchmal bebt der See von unten, der Regen prasselt kübelartig auf die Kojen und der Himmel ist taghell von vielen Blitzen. Statt ins Internet schaue ich abends in den Sternenhimmel, der hier auf dem Meer wirklich atemberaubend ist und ich habe sogar eine Sternschnuppe gesehen, die erste in meinem Leben (und natürlich habe ich mir etwas gewünscht). In den Morgenstunden wecken mich die Brüllaffen aus dem Dschungel und abends schlafe ich bei Gegrunze, Gequake und Gezirpe ein. Meistens ist es totenstill und nur die Wellen plätschern an die Bordwand, oder kleine Fische knabbern knisternd die Algen vom Boot. Die Sonnenuntergänge sind spektakulär und ich sitze abends an meinem Lieblingsplatz und schaue wie sich das letzte Tageslicht mit der Farbe des Meeres vereint, während die Geräusche aus dem Dschungel lauter werden. Ich brauche keine Schuhe mehr und nichts an Kleidung. Ich muss mir keine Gedanken um viele Dinge machen, die früher im Alltag wichtig waren. Hier ist es anders. Hier drehen sich die täglichen Fragen darum ob genug Trinkwasser an Bord ist, ob der nächste Hurrikan vorbeiziehen wird, welche Teile kaputt sind und repariert werden müssen und wie die Vorräte ohne Kühlung gelagert und in welcher Reihenfolge verbraucht werden müssen, dies zumindest solange bis wir in den nächsten Wochen zusammen einen Kühlschrank gebaut haben. Zusammen alles tun, Schweigen, Reden, Nichts tun, Pläne machen, nebeneinander und miteinander arbeiten, Absprachen treffen, sich abgrenzen und Freiraum nehmen, in Ruhe lassen und immer wieder finden, sich akzeptieren und tolerieren, zusammen stundenlang den Sternenhimmel anschauen. Vermutlich die beste und intensivste Erfahrung meines Lebens.  Ich lerne so viel über mich selbst wie nie zuvor. Ich lebe mit der Natur und dem Licht, es gibt keine Regeln und starren Muster, jeder Tag ist neu und intensiv und genau so wie er ist.

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Vor drei Wochen hatte mich bei einer Überland-Reise etwas gebissen. Der Schmerz war sofort und blitzartig und unerträglich, es fühlte sich an als ob viele hundert Volt brennender Strom durch mich hindurchging. Die Stelle schwoll schnell um ein Vielfaches an, der Schmerz steigerte sich ins Unerträgliche, mir wurde überall kalt und im Gesicht breitete sich ein taubes Gefühl aus. Da ich das Tier nicht gesehen hatte und es dunkel war, konnten wir nicht feststellen was es gewesen ist. Da wir nicht wussten ob ich ein Gegengift brauchen würde und in welchem Ausmaß sich die Symptome entwickeln würden, wurde ich liegend nachts über die Berge in ein weiter entferntes Hospital gebracht. Ich bekam drei Injektionen und sie beobachteten meinen Körper. Nach einigen Stunden konnte ich die Klinik wieder verlassen; kein weiteres Fortschreiten der Symptome mehr. Man sagte, es sei wohl ein Skorpion gewesen. Der Schmerz blieb noch eine Nacht und einen Tag, bevor er dann ganz verschwand.

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.Fotos von der Fahrt vom Lago Izabal durch den Golfete zum Meer

 

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Tiefer Dschungel am Rand des Flußes

 

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Ankern vor Livingston
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Ankern vor Puerto Barrios
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Wir erwarten Regen und fangen Wasser auf

Der Motor unseres Beibootes ist kaputt und wir müssen jedes Mal nach dem Ankern an Land rudern um Vorräte und Wasser zu besorgen. Das Ersatzteil dauert bis zum Eintreffen nach gualmaltekischer Zeit so lange wie es dauert. Es gibt keine Lebensmittelmärkte, man kann also nicht wie in Deutschland einfach mal sagen man geht einkaufen, hier ist alles schwierig zu bekommen was nicht aus Gemüse oder Obst besteht und so wird jede Einkaufstour zur langwierigen Aktion. Zwei Nachmittage war ich unterwegs um ein Duschgel kaufen zu können. Das Schwanken und Schaukeln des Bootes nehme ich gar nicht mehr wahr und auch bei 8 Knoten mit Unwetter wird mir nicht schlecht, aber anfangs, als ich an Land ging, schwankte das ganze Land für mich und mir wurde schwindelig. Erst wenn ich zurück auf dem Wasser war, passte die Welt wieder für mich. Wir müssen noch 4 Wochen die Hurrikan Saison abwarten und aussitzen, bevor es über Mexiko nach Kuba und Jamaika gehen kann.

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Leider war ich sehr krank und musste mit schwerer Kehlkopfentzündung, Asthma und akuter Luftnot täglich zweimal mit dem Boot an Land um in einer Pharmazie mit Cortison inhalieren zu können. Einen Arzt gibt es in Rio Dulce nicht und wir mussten einige Meilen ostwärts segeln um eine Stadt mit Arzt zu finden, der mich behandeln konnte.

Keine guten hygienischen Zustände

 

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.Spät abends bevor wir auslaufen zum Nachsegeln
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Fischer laufen aus zum Nachtfischen
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.Kinder kommen von den kleinen Holzdörfern angerudert und verkaufen uns Kokosnüsse
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Im Golfete kommen Kinder mit selbstgemachten Körben aus den Dörfern

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Die kleinen Buchten sind wunderschön in denen wir ankern und manchmal kommen Kinder aus dem Dschungel in Booten um selbstgemachte Körbe oder Kokosnüsse zu verkaufen. Es gibt große Schmetterlinge in den tollsten Formen und Farben, Pelikane ziehen über das Boot und abends Feldermäuse, Kolibris stehen in der Luft, bevor sie weiterfliegen und einmal habe ich abends bei einem Gewitter tatsächlich Krokodile neben dem Boot gesehen. Ein anderes Mal sah ich beim Frühstücken eine Seekuh, die auftauchte.

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Playa Blanca kurz vor Belize

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Guatemala

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Angrenzend an Honduras, El Salvador, Belize und Mexiko liegt das zentralamerikanische Land zwischen der Karibik und dem Pazifik.

Bunte Stoffe, Märkte, freundliche Menschen und nahezu immer und überall Musik, so habe ich Guatemala empfunden. Gefährlich fand ich es zu keinem einzigen Zeitpunkt. Wenn man die Reisehinweise oder einige Berichte liest, wird davon abgeraten mit den lokalen Bussen zu fahren. Ich hingegen habe weite Strecken durch das Land mit den „Chickenbussen“ zurückgelegt. Die Straßen sind in den Bergen größtenteils katastrophal, die Menschen aber immer gleich freundlich. Überall ist man mir hilfsbereit begegnet. Die Busse sind günstig und unkomfortabel. Die Preise liegen zwischen 5 und 30 Quetzal (60 Cent und 3,50 Euro), abhängig von der Fahrzeit und dem Gebirge; für 3,50 ist man schon mal 3-4 Stunden unterwegs, eingepfercht in einen Minibus mit 12 Plätzen, in dem wundersamer Weise nach meiner Zählung 24 Leute Platz gefunden haben, aber 3 davon hingen auch mehr draußen als das man sie für drinnen mitzählen sollte.

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Minibus mit Platz für 24 Personen

 

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Chickenbus

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Ich bin von Guatemala City über Antigua und den See Atitlan über Coban nach Rio Dulce gereist. Das waren viele Stunden in Bussen und hat einige Tage gebraucht. Überall gab es gute Weiterfahrtmöglichkeiten und kleine Hotels oder Guesthäuser (eines der günstigsten hat 7 Euro gekostet)

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Ausblick von der Dachterrasse im Hotel in Antigua

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Markt in Antigua

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Markt in Chichicastenango im Hochland auf 2000 Metern

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Überquerung vom Rio Negro

Straßen durch das Hochgebirge

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Unterwegs in heißen Thermalquellen eine Pause eingelegt

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Kleines ursprüngliches Dschungel Restaurant nur mit dem Boot zu erreichen, in einem Seitenarm vom Rio Dulce