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Machu Picchu

Den Machu Picchu kann man auf verschiedenen Wegen erreichen, aber alle sind nicht unbedingt einfach und schnell. Da der richtige Inka Trail viele Monate vorher gebucht werden muß, und ich sowieso nicht mit meinem Schneckentempo in Gruppen laufen kann ohne den Gruppenhass auf mich zu ziehen, kam dieser bei meiner Spontanreise schon mal nicht mehr in Frage. Ich habe mich somit für den schönen Panoramazug (Poroy-Aguas Calientes) entschieden. Teuer aber sehr bequem 🙂

Wirklich empfehlenswert ist es, wenn der Zug früh morgens abfährt, am Vorabend mit dem Taxi nach Poroy zu fahren. Ich hatte in Poroy ein tolles Homestay bei einem sehr netten älteren Paar (La Olla Peruana, 12 Euro). Sie haben mir heißen Tee aufs Zimmer gebracht, morgens gab es frisch gebackenes Brot und dann haben sie mich zum Zug begleitet.

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Ich habe den VISTADOME Zug gewählt. Eine gute Entscheidung 🙂

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Das Ticket für den Zug habe ich mir selbst gebucht. Die Seite perurail.com ist sogar auf englisch, also easy zu bedienen. Das Ticket für den Besuch des Machu Picchu habe ich  zwar auch online gebucht, das ist aber ein wenig tricky, ich habe da mehrere Anläufe für gebraucht Boleto electrónico

Die Bahnstrecke ist immer mal wieder durch Unwetter oder Erdrutsche streckenweise gesperrt und man sollte sich daher vorher informieren.

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Koka Bonbons sind mein ständiger Begleiter, in allen Formen und Zusammensetzungen (ganz lecker auch die mit der flüssigen Füllung), ich habe sie immer dabei. Der Machu Picchu liegt zwar 1000 Meter tiefer als Cusco, aber ich muß ja auch wieder hinauf später. Die Höhenkrankheit „Soroche“ ist übrigens nicht alters- oder konditionsabhängig. Jeder kann darunter leiden. Ab 2500 Metern kann es anfangen mit Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel. Ich habe sehr viele Backpacker in den Hotels getroffen, die einige Tage gar nicht mehr aufstehen konnten. Auch welche, die  leider abreisen mussten um tiefer zu gehen. Höhenkrankheit kann richtig gefährlich werden und ein Hirn- oder Lungenödem hervorrufen. Bei Ankunft am Flughafen in Cusco gibt es sogar einen Willkommens-Stand mit frischen Koka Blättern, an denen man sich bedienen kann. Die Koka Blätter werden einfach zerkaut, ich hatte sie in allen Taschen. Die Zunge wird ein wenig taub davon 🙂 und sie schmecken etwas bitter und merkwürdig, aber man gewöhnt sich schnell daran. Einen Rausch bekommt man davon nicht, so viele Blätter kann ich davon gar nicht essen, weil dann der ganze Mund taub wird. Ich mache täglich frischen Tee davon und trinke das Ganze Literweise. Später, vor meiner Abreise nach Deutschland, muß ich mein gesamtes Gepäck und die Kleidung nach Blättern und Bonbons durchsuchen, da es strengstens untersagt ist, Koka nach Deutschland einzuführen. Sehr schade 🙂

Von 3400 Metern geht es jetzt wieder runter, Poroy liegt auf 2000 Metern. Der Zug fährt durch das wunderschöne Ollantaytambo Tal mit dem Urubamba Fluss.

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Das ist der Anfang vom Inka Trail, man sieht hier Träger und Packpferde. Es kostet ca. 10 US am Tag wenn man sein Gepäck nicht selber tragen möchte.

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Aguas Calientes ist wirklich ein wunderschöner kleiner Ort

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Es gibt überall schöne gemütliche Restaurants mit ausgezeichnetem Essen

und schöne bunte Märkte

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Ganz oben am Ende des Dorfes gibt es heiße Quellen zum Baden

Wenn man es dann bis Aguas Calientes geschafft hat, kann man entweder am nächsten Tag zum gebuchten Zeitpunkt auf den Machu Picchu laufen oder mit Bussen hinauf fahren. Dafür muß man jedoch einen Tag vorher das Busticket kaufen und um 4 Uhr aufstehen um sich in die viele hundert Meter lange Warteschlange einzureihen. Der Fussweg hinauf ist nicht schwer aber auch nicht schön, es sind unzählige Treppen und die Busse sausen vorbei.

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Typische Warteschlange um 4.30 Uhr morgens, die sich durch das ganze Dorf bis oben zieht

Für den Machu Picchu gibt es ein Zeitfenster für die Besichtigung, welches man vorher fest buchen muß. Wenn es also regnet, geht es trotzdem hinauf 🙂 Und so sah es dann aus…

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Man sieht, das man nichts sieht 🙂 Machu Picchu im Nebel. Hier ist noch das erste Drittel des Aufstiegs

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Langsam gegen 10 Uhr morgens beginnt der Nebel sich zu lichten und die wunderschöne Anlage der Inka zeigt sich endlich.

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Auf 2400 Metern Höhe liegt die verborgene Inka Stadt zwischen den Berggipfeln Machu Picchu und Huayna Picchu. Hiram Bingham ging mit der Freilegung 1911 in die Geschichte ein, entdeckt wurde die Inka Stadt aber bereits vorher. Über den eigentlichen Nutzen gibt es keine abschließende Theorie.

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5 Stunden später: der Blick ist frei 🙂 ich habe die Zeit frierend und wartend dichtgedrängt in dem einzigen überdachten Steinhaus ganz oben verbracht und viele nette Leute kennengelernt

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Passgenaue Steine, es ist kein Mörtel dazwischen

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PERU – Cusco

Cusco bedeutet „Nabel der Welt“ und liegt auf 3.400 Metern. Cusco war die Hauptstadt des Inkareichs und wurde vom ersten Inka, dem Sohn der Sonne gegründet 1532 plünderte der spanische Conquistador Pizarro die Stadt, ließ Gold und Silber der Inkas nach Spanien transportieren und setzte später seine Brüder als Verwalter ein. Da die ca. 80 km entfernte Ruinenstadt Machu Picchu erst Jahrhunderte später entdeckt wurde, verlor Cusco an Bedeutung.

Heute ist Cusco ein magischer Anziehungspunkt für Touristen aus aller Welt. Mir hat es so gut gefallen hier, das ich locker noch länger als die eine Woche hätte hier bleiben können. Es gibt viel zusehen, das Umland ist wunderschön, das Essen erstklassig und die Märkte bunt und vielfältig.

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Plaza de Armas

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Plaza de Armas, im Hintergrund die wunderschönen Berge

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Wunderschönes Umland von Cusco

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Der Schamane klopfte uns alle ab und reinigte damit unsere Körper von negativen Dingen

 

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Es sieht aus als ob das Lama lächelt 🙂

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Was ist der Unterschied zwischen einem Lama und einem Alpaka?

Ein Lama ist viel größer als ein Alpaka. Während ein Lama ca 1,20 groß ist, wird ein Alpaka nur 90 cm hoch. Lamas spucken wenn sie bedrängt werden oder auch untereinander um die Rangordnung zu klären. Alpakas sind also kleiner und „schafsähnlicher“ als Lamas. Alpaka Wolle ist im Vergleich zu Schafswolle viel wärmer, feiner und weicher.

Oben auf dem Foto ist also ein typisches Lama zu sehen, während unten zum Vergleich Alpakas zu sehen sind. 

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Der Andenbär (Brillenbär) ist der einzige in Südamerika lebende Bär. Er ernährt sich hauptsächlich von Pflanzen und der Bestand ist stark gefährdet.

Der Andenkondor hat eine Flügelspannbreite von über 3 Metern und ist 15 kg schwer, ein wahrhaft imposanter großer „Neuweltgeier“.

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INKA – Hund (Peruanischer Nackthund)

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Schematische Zeremonie im Innenhof auf einem Markt in CUSCO

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BOGOTA

Ich bin wieder in Kolumbien, nach Cartagena ist es das zweite Mal. Ich liebe Kolumbien wirklich sehr. Ich mag das Klima, die Landschaft und die Menschen hier. In Bogota konnte ich mich problemlos als alleinreisende Frau bis Einbruch der Dunkelheit bewegen.

Vor Einbruch der Dunkelheit beginnt aber das große Straßenrennen. Jeder versucht möglichst schnell nach Hause zu kommen, um 17.30 fallen die Rollgitter der Geschäfte runter, die Müllsäcke werden auf die Gehsteige geworfen und aus den Seitengassen kommen jene Menschen, die man tagsüber nicht sieht und die wirklich alles gebrauchen können. Nach 18.00 herrscht unwirkliche Endzeitstimmung, um die Müllsäcke wird gestritten und alles wird aufgeschlitzt. Sogar die Security, die tagsüber an fast jeder Kreuzung mit riesigen Rottweilern steht, ist dann nicht mehr anzutreffen. Anarchie auf den Straßen.

Nachdem ich in Panama von Bord gegangen bin, habe ich mir als Startpunkt Bogota auf 2.600 Meter Höhe gewählt, um dort 6 Tage zu verbringen und mich langsam an die Höhe zu gewöhnen. Mein weiterer Plan ist nämlich nach Peru weiterzufliegen. Da ich noch geplant habe nach Bolivien zu reisen, werde ich weit über 5000 Meter hoch sein und möchte nicht an der Höhenkrankheit erkranken. Ich bin sehr gespannt wie mein Körper auf so hohe Höhen reagieren wird. Ich habe ein schönes Hotel, nur 5 Minuten von der „La Candeleria“ entfernt, mit Pool und Spa gebucht und so werden meine Tage gemischt sein mit Ausflügen und Erholung.

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Bogota, das ist Musik, das ist Lebensfreude 🙂

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Musik im Zug

Man kann mit der Seilbahn auf den Montserrate in 3100 Metern Höhe fahren. Den Weg zur Seilbahn sollte man nicht alleine und nicht zu ungewöhnlichen Zeiten gehen.

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Hier oben ist es kühl und jeder Schritt sehr viel anstrengender als normal. Ich trinke das erste Mal Coca-Tee. Coca soll gegen Höhenkrankheit helfen und ich werde es in den nächsten Wochen in allen verfügbaren Versionen konsumieren (vor meinem Rückflug nach Deutschland werde ich später das gesamte Gepäck durchsuchen müssen, denn im Laufe der Wochen sammeln sich die Bonbons und Blätter überall an). Er schmeckt sehr lecker, ein wenig so nach grünem Tee finde ich.

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Eine Delikatesse sind die Fett-Arsch-Ameisen hier. Die Leute sind ganz wild dadrauf 

Die großen Waffeln, die mit vielen Zutaten gefüllt werden, sind hier eine typische Spezialität.

 

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Plaza Bolivar

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Ich fahre mit dem Zug raus aus der 7 Millionen Metropole um die Salzkathedrale Zipaquira zu besuchen.

 

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Wirklich sehr beeindruckend ist die unterirdische Kathedrale. Es passen 8000 Leute hier rein und man läuft viele Kilometer und einige Stunden unter der Erde.

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Viel zu schnell vergeht die Zeit in Bogota und ich mache mich auf den Weg nach Peru.

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