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Der Inle-See – Einbeinruderer und schwimmende Gärten

Das Leben am und im Inle-See (im Shan-Staat) ist so bunt und vielfältig, das man aus dem Staunen gar nicht mehr herauskommt.

Dörfer, die auf Pfählen gebaut sind, schwimmende Gärten, Wasserstrassen, Manufakturen auf dem Wasser wo Boote in jahrelanger Arbeit hergestellt werden oder Cheroot-Zigarren geschickt per Hand gerollt, gewebte Schals aus den feinen Fasern der Lotuspflanze, Silber, das aus den Adern der Steine gewonnen wird….klingt märchenhaft, oder? Das und noch vieles mehr konnte ich alles am Inle-See erleben.

Wie immer, habe ich viele Fotos gemacht (und wie immer fiel mir die Auswahl sagenhaft schwer, weil hunderte weitere Bilder mindestens ebenso schön sind) um Augenblicke einzufangen und einen Eindruck vom Leben dort zu vermitteln. Ich habe nicht nur den See kreuz und quer abgefahren, sondern bin auch 2 Tage mit dem Rad über die kleinen Dörfer gefahren.

Was mir immer stets begegnete, waren die sehr freundlichen und hilfsbereiten Burmesen. Ich fühlte mich immer und überall willkommen und die wunderbar freundliche Atmosphäre kann man leider nicht durch Berichte fühlen; man muss sie selbst erlebt haben.

Anreise: Mit dem komfortabeln Bus von Bagan in 8 Stunden über einigermaßen erträgliche schlechte Strecken (so schlecht wie oft im Internet beschrieben, habe ich es nicht empfunden), es gibt Tagbusse und Nachtbusse

Kosten: 15 USD

Eintritt Inle-Region: 10 USD

1 Tag auf dem Boot: 15.000 Kyat

Fahrrad mieten: 1.500 Kyat

Tipp: warme Kleidung und extra Decke für Nachts (Januarmonat)

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Hauptstraße von Nyaung Shwe

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Oben das Zentrum mit der Brücke von wo die Bootstouren starten, Preise von 15.000 bis 25.000 Kyat, je nachdem was man alles sehen möchte.

 

Oben die Boote, dicht aneinander gereiht. Die Boote sind sehr schmal und flach. Das was so aussieht wie Holzkisten, sind die Stühle für die Gäste die dann hergerichtet werden. Es war morgens um 7 so arg kalt, das auch zwei Decken nicht reichten, um mich warm zu bekommen.

Da unser Boot Wasser einließ, konnte ich nur kurzzeitig entspannen, als ich endlich im Boot saß. Nach 15 Minuten versuchte mir der Guide etwas zu erklären und tippte hektisch auf seinem Handy rum. Dann folgte ein komplettes Wendemanöver und wir lagen längsseits am Ufer und warteten. Auf was? Bis dahin ahnte ich nicht, das das Einsteigen vorher nur die Vorübung zum jetzigen Manöver war. Denn jetzt legte ein weiteres Boot an unserer Längsseite an und nun bemerkte ich auch das Wasser in meinem Boot. Da war mir klar, das ich nun samt Gepäck und Spiegelreflexkamera raus mußte. Umsteigen auf dem Wasser. Wer einmal in einem Boot, welches nur auf dem Wasser statt im Wasser liegt und diese Länge hat gefahren ist, weiß wovon ich rede. Äußerst wackelig trifft es nur fast.

Aber dann ging es weiter und der See lag vor mir in all seiner Schönheit….den Fischern im Morgennebel, das Gebirge im Hintergrund, Häuser auf Stelzen und schwimmende Gärten.

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Wöchentlich im Wechsel findet ein großer Markt auf der einen oder anderen Uferseite statt. Der See ist vom Norden zum Süden 22 km lang, Ost-West ca. 10 km.

 

 

Zwischendurch gibt es immer mal wieder kleine Restaurants, mit Stühlen, die aussehen als wären sie aus dem Zwergenland…

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Oben auf dem Foto mein Guide für den Tag: 1,50 groß, 40 kg und höchstens 15 Jahre alt

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Diese Fischer schlagen auf das Wasser um die Fische in die ausgelegten Netze zu treiben

 

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Daher der Name Einbein-Ruderer: Die Fischer umschlingen mit einem Bein das Ruder um die Hände für Netze oder Reusen frei zu haben. So rudern sie mit dem Bein eine ganze Strecke und fischen dabei gleichzeitig.

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Oben sieht man die See-Bauern bei der Ernte, hier wird alles per Hand aus dem Boot heraus gemacht. Angepflanzt werden Blumenkohl, Tomaten und andere Gemüsesorten, die in schwimmenden Reihen angepflanzt sind. Der Grund besteht aus Sumpf, Erde und Wasserhyazinthen, dessen Gemisch eine fruchtbare Subtanz bilden und die vielen Bambuspfähle, die man auf denFotos sieht, dienen als Befestigung.

Unten auf dem Foto gut zu erkennen, das Toiletten-Außen-Häuschen. Modern und komfortabel vom Wohnbereich ausgelagert und mit Sichtschutz für das, was in den See geleitet wird. Längst nicht alle Häuser sind so fortschrittlich 😉

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In den knapp 20 Siedlungen auf dem See leben 70.000 Intha in Häusern auf Pfählen. Das ganze Leben findet auf und in dem See statt.

Mittags hielten wir bei einem Resturant, welches Sitzplätze mit schöner Aussicht zum Fluss hatte. In der Hoffnung, das der Reis lange in kochendem Wasser war, hab ich eine Portion davon gegessen und eine Cola aus der Dose getrunken. Das erschien mir relativ sicher und keimarm zu sein in Anbetracht des braun-eingefärbten Wassers um das Restaurant drumherum, siehe Fotos unten….

 

Dann habe ich eine Lotus-Weberei besichtigt. Ungefähr seit 50 Jahren stellen die Inthas aus den Stengeln der Lotuspflanze die Lotus-Seide her. Eine äußerst komplizierte und langwierige Angelegenheit. Das Endprodukt ist leider so teuer, das ich nichts kaufen konnte, ein Schal fängt bei 100 USD an.

Die Ernte muss bei oder nach der Regenzeit erfolgen, weil dann der Wasserstand am höchsten ist. Die Stengel werden nach der Ernte innerhalb von 24 Stunen verarbeitet. Sonst bricht die Seide. An nur einem einzigen Schal wird 10 Tage mit mehreren Personen in vielen Arbeitsschritten gearbeitet. Zuerst werden die Stengel in kleine Stücke geschnitten und es werden die Fasern jedes einzelnen Stengels mühsam abgepult und dann mit denen von 5 anderen Stengeln verzwirnt. Anschließend kann es aufgespult werden und muss aber dabei immer wieder feucht gehalten werden, damit es nicht bricht. Die einzelnen Arbeitsschritte sieht man an den Fotos sehr gut. Eine Arbeiterin verdient ca 30 USD im Monat. Für einen Meter Stoff braucht man 10.000 Stengel. Das Endprodukt ist äußerst fein und leicht und man hat Angst das es vom Anfassen kaputt geht. Früher wurden damit die Mönche bekleidet, heute gibt es Kleidung aus Lotus-Seide für diejenigen zu kaufen, die 7000 USD für eine Jacke hinlegen können. Soviel ich weiß, wird Lotus-Seide weltweit ausschließlich am Inle See von den Inthas produziert.

 

Und als ich dann dachte, das kann man nicht mehr toppen, habe ich danach die Silber-Manufaktur besucht. Verarbeitung von Silber hatte ich schon oft in anderen Ländern gesehen aber niemals die Gewinnung von Silber aus dem Gestein.

Hierzu wird der Stein mit der Silberader in eine Lösung längere Zeit gelegt und das Silber fällt in kleinen Bestandteilen aus. Dann wird es ausgesiebt und in kleinen Gefäßen im Ofen zu Klumpen geschmolzen.

 

Auch die Herstellung von Holzbooten ist langwierig. Ein gutes Boot braucht 2 Jahre bis zur Fertigstellung. Natürlich werden sie hier gleich vor Ort gebaut, mitten auf dem Inle-See

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Herstellung von Cheroot-Zigarren

Aus den Blättern und aus dem Holz des Cheroot Baumes werden mit weiteren Zutaten (Bananen, Palmzucker; Nüsse und noch Dinge, die geheim sind) die Cheroot-Zigarren hergestellt. Der Filter ist aus Maisblättern. Auf jedem runden Tablett befinden sich die gesamten Zutaten: Tabak, Kleber, der runde Stab zum Rollen, daneben die Blätter und Filter. Ein Mädchen rollt mindestens 1.000 Zigarren am Tag.

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Nach dem ich das Mittagessen aus dem braunen Fluss überlebt hatte, konnte mich eine Zigarre mit geheimen Zutaten auch nicht mehr abschrecken. Und ich muss sagen, sie war gar nicht so schlecht 😉

Natürlich ist auch mittten in dem See eine prachtvolle Pagode gebaut worden, die Phaung Daw U Pagode. Sie beherbert 25 Buddha-Figuren, die jedes Jahr bei einem Fest in der königlichen Barke von Dorf zu Dorf gefahren werden.

 

Die Padaung (im übersetzten Sinne: mit glänzendem Metall umwickelte Menschen) leben normalerweise weiter südlich im Shan-Staat in den Bergen.

Ethnisch zu den Karen gezählt, mussten sie vor vielen Jahren fliehen und sind heimatlos. Heute gibt es nur noch ungefähr 7.000 Padaung, die sich in Burma und im Norden Thailands verteilen. Zum größten Teil leben sie in Flüchtlingslagern. Sie sind vertrieben worden aus den Bergen, durch die Auseinandersetzungen zwischen Burmesen, Shan-Einwohnern und den Karen. Das Millitär will die Bergdörfer seit 50 Jahren vertreiben, die Karen dagegen einen eigenen Staat gründen. Genau das führte zur Auseinandersetzung, die bis heute anhält und weswegen man nicht ungehindert durch das ganze Land reisen kann. Die Kämpfe in den Grenzgebieten dauern bis heute an.

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Mit dem Anlegen der Ringe wird bereits im Kindesalter begonnen. Ich durfte die Ringe anfassen und sie sind wirklich schwer. Durch das Gewicht dehnt sich der Hals und es kommen im Laufe der Jahre immer mehr hinzu. Abnehmen kann man sie niemals mehr, weil die Muskulatur die gedehnten Halswirbel nicht hält. Auch an Armen und Beinen werden Ringe angelegt. Das ist eine alte Tradition und entsprach dem Schönheitsideal der Padaung. Heute bekommen nur noch wenige Kinder die Ringe und die älteren Frauen arbeiten in Touristendörfern am Webstuhl.

Hier unten auf dem Foto sieht man die Herstellung von Betelnuss-Päckchen.

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Der Samen wird aus der Areka Palme genommen und ist orange rot. Zusammen gemischt mit Löschkalk und Gewürzen wird er in die Blätter des Betelpfeffers eingewickelt und dann gekaut. Der Löschkalk bewirkt, das sich die Stoffe in den Samen zersetzen und die Blut-Hirnschranke schnell passieren können. Das ganze wirkt gegen Müdigkeit und gegen Hungergefühl. Besonders viele Fahrer konsummieren Betelnüsse um wach zu bleiben. Und natürlich diejenigen, bei denen das Geld nicht für mehrere Mahlzeiten am Tag reicht. Es sieht nicht nur unschön aus wenn es gekaut wird (weil es stark speichelanregend ist und die Menschen ständig roten Schaum spucken), sondern es zerstört die Zähne und die Mundhöhle. Die Verfärbungen gehen nie wieder weg. Die Zähne werden mit der Zeit zersetzt und faulen weg. Und es schaut wirklich gruselig aus, wenn ein starker Betelnuss-Konsument einen anlächelt.

Auch die Rückfahrt über den Inle-See nach Nyaung Shwe war wunderschön…

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Und weil es noch so viel zu entdecken gab, habe ich mir ein Fahrrad geliehen und bin über die Dörfer gefahren. Und das waren mal wirklich schlechte Straßen. Leider war mein Rad nicht so gut und es war sehr beschwerlich. Unterwegs ging es bergauf und bergab und ich bin vielen Menschen begegnet. Ich habe eine Schule gesehen und die Kinder haben sich gefreut eine weiße Touristin zu treffen. Den Tag vorher hatte ich eine Tüte mit Bonbons gekauft, weil ich immer auf Kinder treffe die sich darüber freuen, und das war gut, das ich sie dabei hatte.

Ein Teil der Straße wurde auch gerade geteert und bei der Hitze trugen sie die großen Fässer mit kochendem Teer drin an langen Holzstöcken über den Weg. Weil es so entsetzlich stank, konnte ich keine Fotos machen, sondern habe zugesehen das ich weiterkomme. Man kann mit dem Rad zu den Hot Springs fahren. Das sind heiße Quellen. Leider kostet der Eintritt 20 USD und da ich sowieso schon total naßgeschwitzt war, habe ich sie nicht besucht. Man kann, wenn man von den heißen Quellen weiterfährt, sich vom Ufer des Sees mitsamt seinem Rad rübersetzen lassen auf die andere Seite und dann zurückfahren. Darauf habe ich verzichtet, weil mein Rad wie gesagt Schrott war und ich die „Strassen“ der anderen Seite nicht einschätzen konnte. Aber für jemanden mit gutem Rad sicherlich interessant zu wissen.

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Oben mein Fahrrad. In den Pausen habe ich meine am Tag zuvor gewaschenen Socken getrocknet, denn nachts in der Kälte trocknen sie nicht.

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Weil ich wissen wollte, wie es von oben aussah, bin ich trotz der anstrengenden Radtour noch einige hundert Stufen zu einem Tempel auf dem Weg raufgestiegen. Das Wort „Happy“ war in der obersten Stufe eingemeißelt. Ja, was soll ich sagen? Trotz der Anstrengung fühlte ich mich auch happy 🙂

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Von oben konnte man bis zum See schauen.

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Endlich eine Cola! Weil ich auf schöne und besondere Plätze stehe (wie man an vielen anderen Fotos ja bereits sehen kann), habe ich eine Pause in einem Baumhaus Restaurant gemacht.

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Wenn man zur anderen Seite mit dem Rad aus der Stadt fährt, kommt man noch an einem Markt vorbei…und natürlich an Tempeln…

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Bagan…mystisch wie in einer anderen Welt

Mystisch und unwirklich sehen sie aus, die Fotos von der alten Königsstadt Bagan.

Auf ca 36 Quadratkilometern verteilen sich ungefähr 2000 zugängliche Tempel, Pagoden und Stupas am Ostufer des Irrawaddy Flusses. Im Mittelalter zählte Bagan zu einer der größten Städte und war 15 mal größer als die City of London. Im Laufe vieler Jahrhundert etablierte sich der Buddhismus und verdrängte den Schlangenkult, bereits im 9. Jahrhundert existierte hier der Vajrayana Buddhismus, welcher zwei Jahrhundert von der Theravada Richtung abgelöst wurde. In 250 Jahren wurden mehr als 6000 Tempel gebaut, von denen heute nicht mehr alle erhalten sind. Bis heute sind die Tempel in Bagan nicht ins UNESCO Weltkulturerbe aufgenommen, da nach einem Erdbeben nicht nach bauhistorischen Plänen gearbeitet wurde.

Sprachlos taucht man ein in diese scheinbar endlose Weite von Akazienbäumen, Feldern und Tempeln und fühlt sich zurückversetzt in eine andere Zeit.

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Völlig frei kann man sich (noch) auf dem gesamten Gelände bewegen (Eintritt ist für die gesamte Region bereits bei Einreise zu bezahlen, 20.000 Kyat). Zu Fuß, mit dem Rad oder dem E-Bike.

Den ganzen Tag unterwegs sein, über Sandstraßen, bei denen die Räder des Bike so schön wegrutschen und jede Menge Staub aufgewirbelt wird, ein Gefühl der totalen Freiheit. Anhalten wo es Spaß macht, einfach das Bike parken und durch die oft winzig kleinen und stockdunklen Treppenaufgänge der Tempel nach oben quälen.

Jeder Gang ist anders, jeder Tempel aufs Neue eine Überraschung. Die Höhenangst einfach vergessen und über das wunderbare Land schauen. Das ist Bagan.

Die Außentreppen sind ungleich hoch, oftmals viel zu hoch für einen Schritt, in Stein gemeißelt. Absicherungen? Gibt es keine. Wo kann man das  heute noch machen? Hier ist eins der letzten Abenteuer zu erleben. Und so fühlt man sich auch, wenn man den ganzen Tag unterwegs ist. Essen und Trinken ist unwichtig geworden. Was zählt sind immer neue Tempel, bessere Aussichten, dunklere Gänge und zum Abschluss den richtigen Platz für den Sonnenuntergang erwischen.

Für mich zählt Bagan zu den schönsten Dingen, die ich auf all meinen Reisen jemals sehen durfte.

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Die Batterie des E-Bike hält den ganzen Tag durch. Das Bike musste aber ganz schön viel aushalten, so wie ich damit durch unwegsames Gelände gefahren bin 😉 So eingestaubt wie das Bike war ich abends auch…

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Mit dem Bike kann man auch durch die kleinen Dörfer fahren.

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Winzig, winzig klein sind sie, die Aufgänge der Tempel. Teilweise 40 cm breit, Höhe 1,60. Umdrehen? Haha, nicht möglich. Es geht nur vorwärts. Stockdunkel ist es im Inneren. Aber selbst eine Lampe hilft nicht weiter weil man die Stufen aufgrund der merkwürdigen Körperhaltung nicht sehen kann. Mit Rucksack und voller Kameraausrüstung ist ein Feststecken vorprogrammiert. Hier ist Langsamkeit in Kombination mit dem Tastsinn das Einzige, was zum Ziel führt. Bis auf ein paar Moskitos sind mir aber keine Tiere im Inneren begegnet, vermutlich ist es ihnen zu eng 😉

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Zum Sonnenuntergang die Außentreppen bis nach ganz oben nehmen…meine Höhenangst hatte ich total vergessen, weil ich so sehr einen guten Platz oben haben wollte. Als ich 2/3 geschafft hatte, schaute ich das erste Mal runter und dann fiel mir spontan ein, das ich ja auch wieder da runter muss…später.

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Morgens war ich dann schon um 5 Uhr wieder auf meinem Bike unterwegs um auf was Unbekanntes im Dunkeln zu klettern. Wenn man nichts sieht, ist das kein Problem, als ich dann im Hellen wieder runter musste, habe ich mir einen Gleitschirm gewünscht 😉

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Für so eine wunderschöne Aussicht tut man fast alles. Das sind Augenblicke, die man nie mehr vergisst. Es sieht so unwirklich und märchenhaft aus, das man ganz verzaubert wird. Langsam kommt das Morgenrot und Dunst steigt von unten auf.

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….und dann kamen die Ballons :-)….sooo wunderschön anzuschauen!

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Später bin ich dann zum Irrawaddy River gefahren und habe einen ganz tollen Platz zum Relaxen gefunden. Dort konnte ich mich prima bei frischem Minztee ausruhen.

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Diesen schönen Platz habe ich nur durch Zufall gefunden. Ich bin einfach mit dem Bike durch kleine Sandstraßen gefahren und auf einmal war ich da. Eine Familie hat ein paar Tische mit wunderschöner Aussicht aufgestellt und serviert frischen Minztee.

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Weiter unten am Fluss kann man sich mit dem Boot in den Sonnenuntergang fahren lassen oder einfach am Ufer lang und Bagan aus einer anderen Perspektive sehen.

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Auch hier wieder leckere süße Sachen aus Palmzucker, Sesam, Kokos und Tamarind.

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Gewinnung von Erdnuss-Öl

Mühselig ist sie, die Gewinnung von Erdnuss-Öl. Der Ochse hat auch nicht so wirklich Lust bei der Hitze ständig im Kreis zu laufen.

Sehr interessant und lehrreich ist der Stop bei einer burmesesischen Bauernfamilie, die nach alter traditioneller Art Öle und andere Erzeugnisse herstellt. Hier wurden neben Erdnuss-Öl noch Sesam-Öl, Palmwein, Palmschnaps und Süsswaren hergestellt

Die Erdnüsse werden ca. 2 Wochen getrocknet, um Ihnen das Wasser zu entziehen. Anschließend werden sie zu kleinen Kuchen oder Platten gepresst.

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In dem Korb sieht man die gepressten Erdnuss Platten zur Weiterverarbeitung

Die Erdnuss Platten kommen dann ins Steinmahlwerk. Die weitere Verarbeitung kann man auf dem Foto sehr gut erkennen. Der Ochse läuft im Kreis und bewegt dadurch das Steinmahlwerk und oben drückt der Bauer die Platten nach. Unten steht dann das kleine Gefäß, wo wirklich nur Tropfenweise das Öl rauskommt. Ich werde mich nie wieder darüber wundern, warum kaltgepresstes Erdnuss-Öl im Reformhaus so teuer ist 😉

 

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Aus den männlichen Blüten der Zukerpalme werden Palmwein, Palmschnaps, Palmzucker und weiteres hergestellt.

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Unten wird der Palmsaft stundenlang unter ständigem Rühren eingekocht

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Mit der süssen Masse lassen sich viele Dinge herstellen: Sie wird mit Kokosraspeln zu Bonbons verarbeitet oder mit Sesam versetzt oder auch mit Tamarind. Ich habe alle Produkte probiert und sie waren sehr lecker. Gekauft habe ich natürlich auch etwas: kleine Sesamküchlein

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Der Prozess ist langwierig, schwer und heiß.

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Unten kann man die traditionelle Herstellung von Palmschnaps, Arrak, sehen. Das dauert auch wirklich ziemlich lang bis die Flasche vollgetropft ist…

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Mount Popa / Taung Kalat

Tuyin Taung – Das Kloster auf dem Vulkankegel

 

Etwas über 50 km von Bagan entfernt liegt auf einem Vulkankegel das Kloster Tuying Taung, ein Pilgerort zur Anbetung der Nats (Geister). Dieser Glaube existierte schon vor dem Buddhismus und wurde in ihn später integriert. Dem Glauben nach gibt es 37 Nats, aufgeteilt in höhere und niedrige Geister. Die Nats sind die Geister ehemaliger Lebewesen, die durch Ungerechtigkeit den Tod fanden. Diese können je nach Laune, gut, böse, hilfreich, zornig oder erbost sein und müssen somit durch Verehrung gütig gestimmt werden. Die Anbetung der Nats ist in Burma auch heute noch auf dem Dörfern verbreitet und oft ist im Dorfkern eine Kokosnuss mit rotem Turban als Zeichen und Schutzgeist augehängt.

Über 700 steile Stufen sind zu bewältigen, barfuss ohne Schuhe durch jede Menge Affenkot. Ständig sind Reiniger am Werk um dicke Schichten davon abzukratzen. Am Besten nimmt man sich Hygienetücher mit um die Füsse hinterher reinigen zu können, bevor man seine Schuhe wieder anzieht 😉 Ganze Horden von Affen leben dort im Klosteraufgang und werden gefüttert. Aggressiv sind sie nicht, aber alles stinkt dort ziemlich, wie man sich vorstellen kann.

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Inmitten des Ganzen gibt es dann ein Restaurant im Klosteraufgang für die, denen der Appetit noch nicht vergangen ist oder die nach 250 Stufen schon ausgezehrt sind.

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Hurra, ich habs bis nach oben geschafft 🙂

 

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Die Nats
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Im Hintergrund der Mount Popa

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Ein Riesen-Nat :-), also wohl einer der Mächtigsten
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Das Dorfzentrum

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Mingalaba!

„Möge Segen über dich kommen“

Willkommen in Myanmar 🙂

 

VISA /Einreise

Für Myanmar ist es möglich ein Visa online zu beantragen (Kosten 50 USD). Man braucht dafür aber einen der Hauptflughäfen, denn die Einreise ist vorher festzulegen. Hier ist die Regelung ähnlich wie in Vietnam. Wobei man für Myanmar je nach Region noch andere Genehmigungen zur Reise benötigt, da nicht das ganze Land zugänglich ist. Und weil sich dies immer wieder ändert, schaut man am besten ganz aktuell beim auswärtigen Amt genau nach. Auf dem Landweg sind auch nicht alle Grenzübergänge geöffnet. Oder man muss dafür durch Regionen, die nicht zugänglich sind. Vor einiger Zeit konnte man auch nicht auf dem Landweg ausreisen, wenn man per Flug eingereist ist.

Nach meiner einmonatigen Pause in Phuket war ich nun ausgeruht und ganz gespannt auf Myanmar. Ich hatte keine genauen Vorstellungen und dachte an einen Mischmasch zwischen Indien und dem Rest Asien. Nun kann ich sagen: Myanmar ist anders als alles! Nachdem ich nun wirklich sehr viele Länder Asiens bereist habe, muss ich sagen das mir hier die freundlichsten Menschen begegnet sind, die man sich vorstellen kann. Eine wirklich unverdorbene Freundlichkeit, die von Herzen kommt und keine Gegenleistung erwartet. Das Trinkgeld wird einem noch hinterher getragen, das kennen und wollen sie hier nicht. Sobald ich eine Frage hatte, wurde alles stehen und liegen gelassen und mir sofort weitergeholfen, manchmal wurden noch andere hinzugezogen und mit mehreren wurde diskutiert und mein Problem gelöst. Ich würde in dieses wunderbare Land mit diesen wunderbaren Menschen sofort wieder reisen. Und ich hoffe, das sich nach den Wahlen im April 16 Myanmar noch mehr öffnen kann.

Mit meinem Online-Visum klappte die Einreise völlig unproblematisch und ging zügig voran. Wenn man nach Immigration und Gepäck raus geht, kommt direkt ein Taxi-Info Stand. Hier kann man die Adresse nennen und bekommt den Preis gesagt und ein Taxi direkt zugewiesen. Es gibt 2 ATM und beide hatten Probleme mit Master Card. Nur die VISA Card funktionierte. Es sind auch 2 oder 3 Schalter zum direkten Geldwechsel vorhanden. Man muss heute nicht mehr mit USD bezahlen. Bis vor kurzer Zeit war das noch so. Heute kann man überall in der Landeswährung zahlen (Kyat = Tschätt gesprochen). Am Besten deckt man sich reichlich mit Bargeld ein. Karten werden selten akzeptiert und ATM sind noch seltener, je nachdem in welche Region man fährt. Eine Taxifahrt in die Stadt kostet 8000 Kyat (ca. 5,60). Hotels sind in der Regel sehr sauber und sehr teuer. Ich habe in einem Hostel im Schlafsaal übernachtet und es war perfekt; günstig, sauber und gut gelegen. Das Internet ist im ganzen Land eine Katastrophe. So konnte ich weder meinen Blog weiterschreiben, noch meine Flüge für die Weiterreise buchen. Darauf sollte man vorbereitet sein und alle wichtigen Dinge abgeschlossen haben.

 

YANGON

 

Shwedagon Pagode

Sie ist das Wahrzeichen des Landes, knapp 100 Meter hoch und eine der berühmtesten Stupas der Welt. Angeblich 2500 Jahre alt, soll sie 8 Haare Buddhas beherbergen. Eine Königin spendete ihr Körpergewicht in Gold für die große Stupa und im Laufe der vielen Jahrhunderte kamen noch viel Gold und zahlreiche Schreine hinzu. Der Eintritt kostet 10000 Kyat und lohnt sich wirklich. Oben angekommen findet man ein weitläufiges Areal mit vielen kleinen Tempeln und Plätzen, Glocken und Gongs (die man übrigens auch betätigen darf). Es ist wunderschön anzusehen.

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Wenn man etwas Zeit hat, kann man mit dem Zug einmal um die Stadt in ca. 3. Stunden fahren (circle Line) Die Tickets gibt es direkt auf dem Bahnsteig.

Man sieht saubere Bahnsteige, alles hat seine Ordnung, keine überfüllten Züge. An manchen Stationen steigen Bauern mit der Ernte von Obst und Nüssen ein, die dann hier direkt verkauft werden.

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Sule Pagode

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Auf dem Weg zum Markt nach Chinatown kommt man am Kreisel mit der Sule Pagode vorbei. Man kann einen kleinen Vogel kaufen und ihm die Freiheit schenken.

Das mit dem Essen gehen war etwas schwieriger. Keine Speisekarten auf Englisch und vegetarisch ist auch bei Streetfood fast nicht machbar, weil alles aus Fleisch besteht. Aber hier ist es gut gelaufen und ich habe gebratenen Reis bekommen. Bei einem Blick in die Küche habe ich mich allerdings dann wieder einmal über meine Hepatitis A Impfung gefreut.

 

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Das hier war sehr lecker, allerdings von kurzer Dauer für mich. Nach nur einem Biss kam ein Junge mit großen hungrigen Augen, der es nötiger hatte als ich und ich habe es gleich weitergeschenkt inklusive anderen essbaren Dingen. Wie hätte ich da noch etwas essen können? Mir ist wieder einmal das für mich Selbstverständliche vor Augen geführt worden und ich hatte übersehen das Hunger und Armut neben mir gegangen sind.

Der Obstmarkt war sehr schön, aber es waren unzählige Fliegen überall auf dem Obst.

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Das hier ist ein öffentliches Fondue. Jeder kann Platz nehmen und ein Spießchen ins Fett halten 😉

 

Weiterreise

Es gibt mehrere Möglichkeiten; die bekanntesten sind: zur Küste, nach Mandalay und von dort mit dem Boot nach Bagan (ca 10 Stunden), direkt Yangon-Bagan oder zum Inle Lake. Die Busse sind sehr modern, aber die Fahrten dauern auch immer zwischen 8 und 12 Stunden. Kosten: ca. 15 USD je Fahrt. Ein Flug erleichtert vieles, kostet zwischen 50 und 120 USD. Ich hatte Glück und bin für 50 USD geflogen, nachdem ich 3 Tage lang ständig zur Thailändischen Botschaft in Yangon musste um mein Visum für Thailand zu bekommen, konnte ich keinen Bus vorbuchen, die Busse waren dann ausgebucht für 2 Tage und somit musste ich fliegen. Die Strecke Bagan-Inle bin ich mit dem Tag-Bus gefahren und sie hat 8,5 Stunden gedauert, war aber gut zu machen.

 

 

 

„The Beach“ / Maya Bay

Ko Phi Phi Leh und Ko Phi Phi Don

Die Maya Bay, wo im Jahr 2000 der berühmte Film „The Beach“ gedreht wurde ist überbevölkert und hat so gar nichts mehr mit dem Strand oder der Bucht aus dem Film gemeinsam. Das dachte ich mir schon und bin deswegen nur dran vorbeigefahren und nicht auch noch dort schwimmen gegangen. Im Minutentakt fahren Boote rein und raus.

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Die Maya Bay gehört zu Phi Phi Leh, ebenso wie Pileh Bay und die Viking Cave.

 

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Viking Cave

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Ko Phi Phi Don – von hier kommt man super weiter, nach Ko Lanta, Phuket oder Krabi. Hier sind die Strände wirklich schön. Ganz weißer Sand und türkisfarbenes Wasser – wie aus dem Reiseprospekt- genauso wie man sich Thailand immer vorstellt. Außerdem gibt es viele schöne Bars und Restaurants hier. Und es ist alles toll organisiert. Man kann alles buchen und seine Weiterreise planen. Sogar Duschen am Pier gibt es, falls man noch den letzten Tag vor Weiterreise am Strand verbringen möchte. Kleine Gassen mit Geschäften durchziehen die Insel.

Am Pier stehen unzählige Leute von den Hotels mit Schildern, um gleich die Gäste abzuholen. Geht man vom Pier runter kommen ganz viele Stände mit Fotos und Hotelpreisen im Angebot und man kann sofort etwas buchen.

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Ton Say Bay

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Wenn man einmal die Insel durchquert, kommt man an diesen wunderschönen Strand

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Phuket-Beaches

Patong Beach

Vor dem berühmten Patong Beach wird immer gewarnt, weil er viel zu voll und zu laut wäre. Ich finde, er ist genauso gut oder schlecht wie alle anderen auch. Strände ohne Leute wird man wohl kaum mehr finden. Patong Beach ist Klasse, denn er ist zentral gelegen, man kommt einfach zu anderen Stränden von dort. Im Wasser ist nichts Gefährliches und sticht und piekst auch nichts. Und es gibt auch in Patong alles: Geschäfte, Bars, Restaurants, Massagen, eine große und schöne Einkaufsmall, Ausflüge und Transportmöglichkeiten. Wenn man sein Hotel ein wenig die Hügel hoch wählt oder weiter hinten in den Nebenstraßen, kann man nachts auch schlafen.

Richtig nervig sind die Strandverkäufer am Patong Beach. Es wird nahezu alles an den Strand geschleppt was beweglich ist, so etwas habe ich noch nirgends, an keinem anderen Strand der Welt erlebt…nachfolgend die Reihenfolge der Verkäufer: zuerst kam der Sonnenbrillen-Verkäufer, dicht gefolgt vom Getränke-Verkäufer, dann die Kokosnuss-Frau, der Wassersport-Mann, der Holzflöten-Mann, der Junge mit den riesigen Koffern und Gepäcktaschen, die er über den Strand zerrte, die Kokosnuss-Produkte-Frau, die Schmuck-Frau, der Mann mit den Holzschnitzereien, die Früchte-Frau, die jungen Damen mit den Massagen und sonstigen Dienstleistungen, die Hennatattoo-Frau, der Kissenverkäufer, die Bikini-Verkäuferin, der Eisverkäufer, der Handy-Selfie-Stangen-Verkäufer, der Gürtelverkäufer, die Tücherfrau, die Haarflechte-Frau, der Ausflüge-Mann und zum Schluss noch der Mann mit den kitschigen seidenen Morgenmänteln in knalligen Farben. Ja, und dann fing alles wieder von vorne an…

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Riesige Partyhallen auf der Bangla Road

 

Nai Harn Beach – Rawai

Der Rawai Beach ist eher schmal und langgezogen. Fährt man ein paar Kilometer weiter kommt man zu der Nai Harn Bucht, ganz unten im Süd-Osten von Phuket gelegen.

Hier ist es wirklich schön. Vor allem wenn man sich den Aufenthalt in dem schönen weißen Nai Harn Hotel leisten kann 🙂

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Der Strand ist sauber und das Wasser klarer als am Patong Beach (aber es pieksen kleine Teilchen im Wasser) Oben am Strand gibt es einen Markt mit vielen Essensständen, kleinen Ständen mit Kleidern und Schmuck. Hier ist es im Vergleich zu anderen Stränden richtig günstig.

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Kata Beach / Karon Beach

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Der Kata Beach im Westen Phukets hat schönes klares Wasser (aber pieksende Nessel-Teile drin) Der Strand ist sauber und nicht überlaufen. Keine nervigen Strandverkäufer. Es gibt schattenspendende Bäume und keine Liegen; man kann einfach sein Handtuch irgendwo hinlegen. An der Straße, die parallel zum Meer verläuft gibt es viele Restaurants und Geschäfte. Noch schöner waren diese aber am Karon Beach angelegt. Der Kata ist der kleine Ableger vom Karon. Karon hat mehr zu bieten an Restaurants und schönen Plätzen, dafür ist Kata kleiner und beschaulicher. Je nachdem was man mag.

 

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Karon Beach

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Bangtao Beach

Der Bangtao ist im Westen gelegen und von Phuket Town in einer Stunde mit dem Bus zu erreichen. Zurück wird es schwieriger. Ich bin mit zwei Italienerinnen einfach auf der Hauptstraße rausgelassen worden, mit dem Hinweis „Beach, this side“. Tatsächlich waren wir aber im Nirgendwo und mussten noch gut eine halbe Stunde laufen bis wir den Strand erahnen konnten. Hier ist es im Gegensatz zu den anderen Stränden gar nicht komfortabel mit dem Bus hinzufahren. Weil ich mir schon dachte, das es wohl schwieriger wird mit der Rückfahrt, habe ich meinen Besuch auf 90 Minuten beschränkt und nach einer anderen Möglichkeit gesucht auf die Main Road zu kommen und einen Bus zurück zu erwischen. Ich bin also den Anweisungen des Barmanns gefolgt und habe mich geradeaus, rechts, links gehalten und was soll ich sagen, nach guten 50 Minuten (nachdem ich ich 3 weitere Leute gefragt hatte) Fußmarsch habe ich die Strasse gefunden, wo der Bus abfahren sollte. Sollte… genau. Nach meinem Stundenmarsch bei 35 Grad in der Sonne sah ich nicht mehr so frisch aus und die Frau am Stand, wo ich mich in den Schatten gestellt habe, hat mir sogleich einen Stuhl an die Strasse gebracht. Und nach weiteren 15 Minuten ein Glas mit Wasser und Eiswürfeln drin. Ich war wieder mal beeindruckt von der Gastfreundlichkeit in Thailand. Wer bringt bei uns asiatischen Touristen irgendwas, wenn sie warten? So etwas ist einfach nett und kommt von Herzen und das tut verdammt gut. Nur der Bus kam nicht, nicht nach 30 Minuten und auch nicht nach einer Stunde. Nachdem ich mehrfach erklärt hatte, das ich nach Phuket Town muss um da den Bus zu wechseln und zwischenzeitlich schon die Familie von der Frau mit dem Essensstand gekommen war, haben sie mir immer wieder versichert, das hier schon mal ein Bus vorbeigekommen sei. Mehrere Leute standen mittlerweile herum und rätselten was zu tun sei. Als nach fast 2 Stunden mir die Tochter der Frau dann angeboten hatte, mich mit ihrem Motorbike 10 km bis zur nächsten Hauptstraße zu bringen, kam tatsächlich noch der Bus :-). Gerade noch rechtzeitig um den allerletzten Bus in Phuket Town zur Weiterfahrt zu erwischen. Insgesamt war ich dann fast 7 Stunden unterwegs und habe beschlossen, jetzt keine weiteren Inselrundfahrten mehr zu machen.

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Der Bangtao, unspektakulär und nicht überfüllt. Wenige Strandverkäufer und ein paar Strandbars. Mehr nicht. Ein paar Longtailboote gibt es für Ausflüge direkt vom Strand. Das Wasser ist einigermaßen klar, ohne Wellen, wie sie zum Beispiel am Kata Beach waren.

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Welcome to Phuket…

Die Insel mit den vielen Möglichkeiten 🙂

Auf Phuket finde ich das Klima am angenehmsten von ganz Thailand. Es ist Dezember und wir haben es schön warm aber nicht feucht-heiß. Es geht immer ein schöner Wind und es gibt ein paar Wolken, so das die Sonne nicht die ganze Zeit so brennt. Phuket ist für 20 Euro von Bangkok aus in 1 Stunde 20 Minuten zu erreichen. Bei Lionair habe ich Flüge bereits ab 17 Euro gesehen. Man kann Phuket aber auch über Land erreichen, wenn man von der anderen Seite, also vom Golf von Thailand kommt und zur Andamanenseite wechseln möchte.

Phuket selber hat viele Piers, von denen Boote zu verschiedenen Inseln gehen. Zum Beispiel kostet das Boot nach PhiPhi Island 350 Baht, das sind keine 10 Euro. Man kann so bis nach Malaysia auf dem Seeweg runterreisen.

Auf Phuket kann man sich günstig mit den blau-bunten Songthaews fortbewegen.

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Sie sind mal größer und mal kleiner und alle haben was gemeinsam: billig, sehr unbequem, überfüllt und furchtbar eng

Es ist ganz einfach wenn man das System verstanden hat. Knotenpunkt ist Phuket Town. Von hier kann man Sternförmig so ziemlich alle Strände erreichen. Der Fahrpreis liegt zwischen 30 und 50 Baht (also so ca. 1 Euro) für eine Strecke. Draußen steht immer dran wo es hingeht.

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Im Gewühl den richten Bus zu finden ist manchmal nicht so leicht wenn alle Busse so ähnlich ausschauen

Man ist sehr lange unterwegs. Wenn man zum Beispiel von Patong nach Rawai fahren möchte und zurück, dann kann man da mal zwischen 4 und 5 Stunden für Fahrtzeit und Wartezeit einkalkulieren. Die letzten Busse fahren übrigens zwischen 16 und 17.30 Uhr. Haltestellen gibt es keine. Laut rufen wenn man aussteigen möchte, und winken wenn man mitfahren möchte. Fahrpläne gibt es auch nicht. Gefahren wird, wenn es sich von der Personenanzahl her lohnt. Die Busse sind meistens fürchterlich überfüllt und hinten auf den Trittbrettern werden noch Dinge transportiert, von Palmen über Koffer bis hin zu Generatoren, eben alles was irgendwo hin muss. Die Bänke sind meistens seitlich im Bus und in der Mitte ist eine schmale Bank ohne Rückenlehne, die oftmals nicht verschraubt ist im Holzboden, so das man bei den Steigungen am Hügel hoffen muss, nicht samt der Bank rauszurutschen. Da ist es wieder gut wenn der Bus voll ist 🙂 Die Straßen sind schlecht und die Busse äußerst unkomfortabel aber zum Vergleich: ein Taxi von Patong Beach nach Phuket Town kostet 500 Baht, der Bus nur 30 Baht.

Auf Phuket gibt es auch viele Condominiums, das sind moderne Appartmenthäuser. Meistens mit Pool und Küche ausgestattet für Langzeitaufenthalte. Die Preise fangen bei 350 Euro pro Monat an.

Ich habe für einen Monat eins im Kathu District gemietet, genau auf dem Berg zwischen Patong und Phuket Town.

Abschied vom Otres Beach

…und aus Kambodscha

Hier von Sihanoukville hat man Anschluss in alle Richtungen und kann auch gut nach Vietnam weiterreisen. Direkt am Pier gibt es alle Infos und man kann die Tickets buchen.

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Zum Abschluss hatte ich leider das abscheulichste Hotel der ganzen bisherigen Reise und eins der schlechtesten überhaupt. Wer jemals nach Sihanoukville kommt, sollte keinesfalls im Laluna „absteigen“. Absteigen trifft es schon ganz gut. Bei Einbruch der Dunkelheit lebt und krabbelt das ganze Zimmer, dazu noch Party an der Bar bis morgens um 6 Uhr. Nach zwei schlaflosen Nächten, entschloss ich mich zurück an den Otres Beach für die letzte Nacht zu gehen und habe einen Moonflower Bungalow gebucht. Hier war es sehr schön und sauber.

Als ich dann zum Strand ging, parkte direkt an der Beachroad dieses Mobil:

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Ein deutsches Ehepaar, beide über 70 leben seit Jahren in dem Mobil und bereisen die ganze Welt. Was für ein Glück und Geschenk so etwas zusammen erleben zu dürfen.

Am nächsten Tage ging es für 15 USD von Sihanoukville zurück nach Phnom Penh (nein es gab keine frittierten Froschbeine diesmal). Da ich die kleinen Schlafkapseln so liebe, habe ich das bisher günstigste Hotel aller meiner Reisen gebucht: 5 USD

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Super sauber, mit frischer Bettwäsche und Handtuch ausgestattet. Perfekt für eine Nacht. Den Taxifahrer für die Fahrt zum Flughafen habe ich für 5 Uhr morgens schon vorbestellt.

Kambodscha war wirklich schön und man sollte das gar nicht so glauben, was man viel im Netz liest, das es so vermüllt ist. Ich fand das überhaupt gar nicht. In Thailand und Vietnam sieht es viel schlimmer aus und es stinkt auch viel mehr. In Kambodscha kriegen die es zumindest mit dem Abwassersystem hin und man muss nicht wie in Thailand die Luft anhalten wenn man über Gitter auf der Strasse läuft. Kambodscha tut viel für den Tourismus vom Gouverment aus. Alles ist gerade am Expandieren dort und es werden viele schöne neue Strände erschlossen und verschönert. Aber es ist sehr teuer dort. Die Kambodschaner haben viel Nachholbedarf an materiellen Dingen und gar kein Verhältnis zum Geld. Oder Vorstellungen von Relationen. Viele können gar nicht Lesen und Schreiben und so besteht nicht wirklich eine Ahnung vom nachhaltigen Aufbau und es zählt nur der schnelle Dollar.