Tuyin Taung – Das Kloster auf dem Vulkankegel
Etwas über 50 km von Bagan entfernt liegt auf einem Vulkankegel das Kloster Tuying Taung, ein Pilgerort zur Anbetung der Nats (Geister). Dieser Glaube existierte schon vor dem Buddhismus und wurde in ihn später integriert. Dem Glauben nach gibt es 37 Nats, aufgeteilt in höhere und niedrige Geister. Die Nats sind die Geister ehemaliger Lebewesen, die durch Ungerechtigkeit den Tod fanden. Diese können je nach Laune, gut, böse, hilfreich, zornig oder erbost sein und müssen somit durch Verehrung gütig gestimmt werden. Die Anbetung der Nats ist in Burma auch heute noch auf dem Dörfern verbreitet und oft ist im Dorfkern eine Kokosnuss mit rotem Turban als Zeichen und Schutzgeist augehängt.
Über 700 steile Stufen sind zu bewältigen, barfuss ohne Schuhe durch jede Menge Affenkot. Ständig sind Reiniger am Werk um dicke Schichten davon abzukratzen. Am Besten nimmt man sich Hygienetücher mit um die Füsse hinterher reinigen zu können, bevor man seine Schuhe wieder anzieht 😉 Ganze Horden von Affen leben dort im Klosteraufgang und werden gefüttert. Aggressiv sind sie nicht, aber alles stinkt dort ziemlich, wie man sich vorstellen kann.

Inmitten des Ganzen gibt es dann ein Restaurant im Klosteraufgang für die, denen der Appetit noch nicht vergangen ist oder die nach 250 Stufen schon ausgezehrt sind.











