Archiv der Kategorie: Philippinen

Bohol

Atemberaubende Landschaft, Chocolate Hills und die kleinsten Affen der Welt

Bohol ist landschaftlich wunderschön und sehr vielseitig; es gibt Traumstrände, den Loboc River für eine Bootsfahrt, die Chocolate Hills, Tauchmöglichkeiten, Schwimmen mit Haien und Walhaien und die kleinen Kobold Affen. Von hier kann man gut nach Siquijor Island weiterreisen. Vorausgesetzt das Wetter spielt mit.

Alona Beach

Der Alona Beach ist auf Panglao Island und mit einer Brücke mit Bohol verbunden.

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Anreise und Weiterreise:

Mit dem Boot von Cebu, von Dumaguete oder mit dem Flugzeug, Airport Tagbilaran (wird nur von Manila aus angeflogen). Es gibt 3 Häfen mit Schnellbootverbindungen: Tagbilaran, Tubigon und Jagna (nach Mindanao)

Ich wollte von Bohol über Dumaguete nach Siquijor Island um mit den Walhaien in Oslob zu schwimmen. Ich hatte einige Leute getroffen, die das von Bohol aus versucht hatten und keiner hatte es geschafft, da immer nach 4 Stunden Bootsfahrt das Wetter dicht machte und die Boote umkehren mussten. Also wollte ich näher dran, und deswegen nach Siquijor. Das Ticket hatte ich schon gekauft und machte mich frühmorgens um 5 Uhr auf den Weg mit dem Taxi von Panglao Island zum Hafen in Tagbilaran. Das Wetter hatte ich bereits gecheckt und sie hatten erst für den Tag danach Unwetter angesagt, also war ich froh das Ticket für diesen Tag zu haben.

Leider zog in der Stunde Fahrzeit schon bedrohlich alles mit Wolken zu und als ich dann am Hafen war, fing es an zu regnen. Ich reihte mich am Hafen in die weiteren hundert Leute ein, die laut durcheinander rufend auf irgendwas warteten. Das etwas nicht stimmte, war mir schnell klar und ich begann mich durchzufragen. Ich war ganz falsch und musste mich woanders anstellen, denn es gab eine Extra-Warteschlange für diejenigen die nach Siquijor wollten. Die Boote waren komplett gecancelt. Keines sollte an dem Tag auslaufen, weil schwere Unwetter erwartet wurden. Ich bekam mein Geld zurück, saß aber am Hafen und hatte nicht mehr so viele Optionen. In drei Tagen ging mein Flieger nach Taiwan von Cebu aus. Da musste ich auf Cebu sein. Da für den Tag drauf Unwetter bereits angesagt waren, machte ich mir keine Hoffnungen, das es morgen besser sein würde. Ich beschloss das lezte und einzige Boot, welches auslaufen sollte zu nehmen. Dies war dann nach Cebu und ich wollte versuchen mein Ticket nach Taiwan umzubuchen und früher zu fliegen, bevor das alles noch schlechter wurde mit dem Wetter. Nur dem glücklichen Zufall, das das Weiterflugticket nach Japan von Süd-Taiwan preislich in die Höhe geschnellt war und damit für mich nicht mehr in Frage kam, verdanke ich es, dem schweren Erdbeben (6,4) in Kaoshiung entgangen zu sein. Denn Kaoshiung war definitiv in meinem Reiseplan vorgesehen.

Die Ausreise von den Philippinen ewies sich leider als totales Desaster.
Durch das Unwetter auf den Inseln war mein Reiseplan nun völlig durcheinander und ich hatte weder Internet gehabt, noch eine Gelegenheit mir kurzfristig einen Flug aus Taiwan raus zu buchen. Das wiederum bedeutete, das sie mich nicht von den Philippinen ausreisen und in Taiwan einreisen ließen. Am Schalter hatte mir Cebu Pacific mein Ticket gegen einen Aufpreis von gut 50 Euro umgetauscht, so das ich 3 Tage eher fliegen konnte. Nach 7 Stunden Warten auf den Flug, kassierten sie meinen Pass und mein Gepäck ein. Nichts ging mehr ohne Ticket. Ich hatte dann 2 sehr unangenehme Stunden in dem Büro von Cebu, in denen ich darauf bestand mein Geld zurückzubekommen, was sie mir nicht auszahlen wollten. Fliegen wollten sie mich aber auch nicht lassen und das Internet ging auch hier nicht im Office um einen Flug aus Taiwan raus zu buchen. Ich blockierte die ganze Zeit den Chefsessel dort und weigerte mich das Büro ohne Geld oder Ticket zu verlassen. Als die Zeit bis zum Flug dann fast abgelaufen und der Hass im Raum schon fast greifbar war, ging endlich das Netz. Wirklich kurz vor knapp konnte ich mir in letzter Sekunde einen Flug nach Thailand buchen. Wegen diesem ganzen Durcheinander war ich nicht zur Erdbeben-Zeit im Süden Taiwans und auch Japan muss leider diesmal ausfallen.

Überhaupt schien ich auf den Philippinen nicht so sonderlich viel Glück gehabt zu haben, denn als ich auf Bohol den Ausflug zu den Chocolate Hills buchen wollte, war es durch meine späte Ankunft dunkel und das einzige Office am Alona Beach war bereits zu. Ich fragte dann im Restaurant um die Ecke und die zauberten dann noch Mike hervor, der mich zum Treffpunkt gebracht hat, von wo der Trip morgen starten sollte. Er nahm dann auch meine 1000 Pesos, konnte mir aber keine Quittung ausstellen, weil ja alles dunkel und zu war. Und es kam so, wie es kommen musste. Am nächsten Tag war ich um 9 Uhr (nachdem ich bereits aus meinen Hotel auschecken musste um mir ein günstigeres in den frühen Morgenstunden zu suchen) pünktlich am Treffpunkt. Nur leider wollten sie mich ohne Ticket gar nicht mitfahren lassen. Natürlich kannten sie auch keinen Mike. Und dieser ließ sich auch erst gar nicht einfallen, aufzutauchen. Nun sind 1000 Pesos ja nicht so viel (20 Euro) und das konnte mich entspannt in die Zukunft schauen lassen, denn mir ging es hier um`s Prinzip. Und so machte ich einen Riesenaufstand und rief nach der Polizei. Das wiederum lockte alle im Umkreis an, denen langweilig war oder die auch mal was anderes sehen wollten 😉 Die Inhaberin versuchte mich damit zu erpressen, das nun der allerletzte Bus für den Tag abfahren sollte und wenn ich jetzt nicht sofort einsteigen würde, dann hätte ich keine Möglichkeit mehr für den Ausflug. Natürlich sollte ich nochmal zahlen. Damit waren alle ganz falsch bei mir. So etwas macht mich noch viel ruhiger. Ich rief also weiter nach der Polizei und irgendwas von Betrug, als sich tatsächlich einer aus der Menge nun daran erinnern konnte, mich am Tag zuvor gesehen zu haben, wie ich das Geld einem Freund von ihm gegeben habe. Der hieß aber gar nicht Mike, sondern John. Wie auch immer, den konnte man dann auch wirklich ausfindig machen und er kam noch vor der Polizei mit dem Geld wedelnd angelaufen. Geht doch 🙂

Der Ausflug zu den Chocolate Hills und den Tarsieren war wirklich perfekt und hat großen Spaß gemacht. Es waren so nette Leute in der Gruppe und ich hatte auch die zwei Spanier wieder getroffen, mit denen ich schon mal irgendwo gefrühstückt hatte. Weiter unten poste ich ein Gruppenfoto.

Die Chocolate Hills sehen aus wie halbe Bälle, die aus der Erde ragen. In der Trockenzeit verfärben sie sich in unterschiedlichen Brauntönen und sehen aus wie große Schokoküsse. Es gibt weit über 1000 davon, unterschiedlich hoch, zwischen 30 und 120 Metern. Wie genau sie entstanden sind, weiß man bis heute nicht. Eine Theorie geht davon aus, das es früher einmal Korallenriffe waren, die sich durch gewaltige Erdbewegungen aus dem Meer erhoben haben und über viele hunderttausend Jahre von Wind und Wetter das heutige Aussehen erlangt haben.

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Ja, raufsteigen musste man natürlich auch…vieeele Stufen

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Die Tarsiere, auch Kobold-Makis genannt, sind die kleinsten Affen der Welt. Sie werden nur 12 cm groß und haben lange unbehaarte Finger und Zehen, mit denen sie sich überall festklammern können. Tagsüber schlafen sie, meistens in lustigen Positionen irgendwo in den Bäumen. Dadurch das sie so winzig sind, sind sie schwer zwischen den Blättern auszumachen. Noch seltener öffnen sie die Augen, diese sind riesig und man darf keinen Blitz benutzen, um die Augen nicht zu schädigen. Tarsiere verständigen sich übrigens mit Ultraschall untereinander.

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Der Loboc River ist wunderschön eingebettet in die Landschaft und man kann eine Bootstour darauf machen.

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Wirklich traumhaft…

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Unser Gruppen Abschluss-Foto 🙂 vielen Dank, der Tag mit euch war einfach toll

 

 

 

 

Boracay – Paradies Philippinen

Philippinen – klingt ziemlich weit weg. Ja, das sind sie auch 🙂

Die Anreise ist oft beschwerlich und manchmal landet man auch nicht dort, wo man ursprünglich hinwollte. Von Mai bis Oktober ist Taifun Zeit. Daneben gibt es noch von Zeit zu Zeit Erdbeben, Seebeben und Vulkanausbrüche. Die Philippinen liegen am „Ring of Fire“. Kein anderer Staat der Welt ist so oft tropischen Stürmen und Naturgewalten ausgesetzt.

Eine hohe Flexibilität wegen nötigen Planänderungen ist hier sehr wichtig. Über 7.000 Inseln, von denen ungefähr 880 bewohnt sind, verteilen sich und können per Flugzeug oder Boot erreicht werden. Weil das Wetter sich hier sehr schnell ändert, ist es möglich das von jetzt auf gleich Boote einfach nicht mehr fahren. Mir ist dies passiert, als ich von Bohol nach Siquijor Island rübersetzen wollte – ob ich mein Geld wiederbekommen habe und wie ich trotz Sturm noch von der Insel kam, im nächsten Post.

Boracay ist eine paradiesische Trauminsel. Sie ist genau so, wie man sich im Traum eine Insel vorstellt: ganz weißer, feiner Sand, der Strand ist gesäumt mit Kokospalmen, das Wasser glasklar und warm, es geht ein leichter Wind, so das Segelboote vor der Küste kreuzen können, abends wird der Strand mit Kerzen, Fackeln und Lichtern geschmückt, Tische werden aufgebaut für ein romantisches Dinner bei leiser Hintergrundmusik am Strand. Einfach traumhaft. Und so zählt Boracay zu den wenigen Orten, die ich wieder besuchen würde. Aber das nächste Mal nicht allein.

Die Hotels sind nicht billig am White Beach, der in drei Zonen unterteilt ist und sich über 3,5 km erstreckt. Der White Beach zählt zu den 10 schönsten Stränden der Welt. Ab 30 USD aufwärts, aber dann auch nicht in erster Reihe, kann man gut etwas finden. Ich hatte das Glück eine Strohhütte für 18 USD buchen zu können, 5 qm groß und sehr basicly, aber sauber und völlig ausreichend. Wer gerne hundert Dollar und mehr pro Nacht zahlt, bekommt dafür auch ein schickes Zimmer mit Balkon direkt zum Meer in erster Reihe.

Wassersportmöglichkeiten gibt es unendlich viele auf Boracay. So ist es ideal zum Kite-Surfen hier, zum Segeln oder zum Tauchen. Tauchschulen reihen sich eng aneinander und wer noch keinen Tauchschein hat, bekommt hier die Möglichkeit ab einem Tag aufwärts vom Schnuppertauchen bis zur Tauchlehrer-Lizenz alle Scheine zu machen.

Angebote für Ausflüge sind begrenzt, wie man sich vorstellen kann. Es gibt die Möglichkeit sich mit einem Tuk Tuk über die Insel fahren zu lassen, oder mit dem Boot um die Küste herum. Sehr beliebt ist auch ein romantischer Segelausflug bei Sonnenuntergang. Ansonsten heißt es hier: Ausruhen. Und das fällt wirklich leicht bei so einer Traumkulisse. Europäische Touristen sind hier in der Minderheit. Deutsche Touristen sind auf Boracay selten anzutreffen.

Anreise:
Es gibt zwei Flughäfen, von denen aus Boracay erreicht werden kann. Beide liegen nicht auf der Insel Boracay, sondern auf Panay Island. Das letzte Stück muß immer mit einem Boot zurückgelegt werden. Der Flughafen Caticlan ist sehr bequem, man ist schnell am Hafen und schnell auf der Insel. Dafür wird Caticlan nur von wenigen Gesellschaften angeflogen (kleine Propellermaschinen aus Manila und Cebu) und dann ist das 3x so teuer als wenn man nach Kalibo fliegt. Das macht auch der Preis des Transfers nicht wieder gut, der von Caticlan ca. 350 Peso beträgt und von Kalibo 700 Peso (13 Euro). Und wie so oft im Leben: Was man an Geld spart, verliert man an Zeit. Denn der Transfer von Kalibo dauert wirklich lange. Ich bin um 14.45 gelandet und war um 19.30 in meinem Hotel. Das Ganze ist dafür aber recht einfach: aus dem Flughafen rauskommend, direkt geradeaus ist ein großer Stand von South-West Tours aufgebaut. Man kann dort Tickets kaufen, auch wenn man nicht vorher registriert ist. Sie arbeiten mit Air Asia und Cebu Pacific zusammen und bei manchen Flügen gehen die Stewardessen bereits im Flugzeug rum und nehmen die Buchungen auf. Es besteht auch die Möglichkeit direkt online bei Air Asia (wohl auch bei Cebu Pacific) vorzubuchen. Aber dies gilt nicht für alle Flüge, deshalb sollte man sich immer vorher informieren und wie gesagt es gibt auf jeden Fall auch Tickets für die, die nicht vorgebucht haben. Drumherum wedeln gefühlte 200 Philipinos mit Lock-Angeboten ab 250 Pesos. Da ist dann Verschiedenes nicht inkludiert. Ich bin alleinreisend und bewege mich immer lieber im sicheren Rahmen und somit kam für mich etwas anderes als South-West nicht in Frage. Die Fahrt (wunderschöne Landschaft auf Panay Island) ging dann mit einem Bus zum Hafen in 3-4 Stunden (1 Pause 15 Minuten) und dann mit kleinen Schnellbooten weiter. Wie so oft in Asien bekommt man bunte Sticker zum Aufkleben an das T-Shirt, damit man schnell zugeordnet werden kann. Alles ist bestens organisiert. Auf Boracay angekommen, hat man mir sogar meinen Rucksack zu Fuß weitertransportiert, weil durch die kleinen Gassen nichts fahren kann. Es war dann noch eine halbe Stunde Fußmarsch durch kleine Straßen und über Sand und dann waren wird da. Die Strapazen der Anreise sind gerne vergessen, wenn man am nächsten Morgen an den Strand geht 🙂

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Segelboot mit beidseitigem Ausleger (Proa), ein sogenanntes „Mehrrumpfboot“. Es zeichnet sich durch Schnelligkeit und Wendigkeit aus. Es gibt keine „Wende“ oder „Halse“, beim Wendemanöver werden Heck und Bug einfach ausgetauscht (Shunting). Solche Boote habe ich in Indonesien auch oft gesehen. In Sri Lanka dagegen gibt es Ein-Ausleger-Boote, d.h. das Boot hat nur an einer Seite den Ausleger (dieser ist dann im Luv)

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Ungefähr 3 km kann man den Strandweg entlang gehen. Es reihen sich Geschäfte, Restaurants, Hotels und Tauchschulen aneinander. Manchmal führen die kleinen davon abgehenden Seitengassen zu Souvenirmärkten.

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Eins von den Restaurants mit schöner Terrasse und Aussicht aufs Meer. Abends sind am Strand verschiedene Bands, die Live Musik spielen.

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Weiterreise:

Nahezu jedes Hotel besorgt Tickets für den Rücktransport zu den beiden Airports. Weiterflüge sind ab Kalibo schon für 20-30 Euro zu haben, je nachdem wo man hinmöchte. Ein kurzer Sprung nur ist Cebu entfernt, wo es einen großen Hafen gibt, als Sprungbrett zu vielen weiteren Inseln. Dazu fliegt man nach Mactan, was auf Lapu Lapu gelegen ist und lässt sich mit dem Taxi (ich habe mir eins mit 3 Chinesen geteilt) zum Hafen bringen. Da dieser viele weit verstreute Ablegestellen hat, sollte man im Mactan Airport an dem Info-Stand sich bereits die Pier Nummer geben lassen. Diese braucht man unbedingt für das Taxi.