„Möge Segen über dich kommen“
Willkommen in Myanmar 🙂
VISA /Einreise
Für Myanmar ist es möglich ein Visa online zu beantragen (Kosten 50 USD). Man braucht dafür aber einen der Hauptflughäfen, denn die Einreise ist vorher festzulegen. Hier ist die Regelung ähnlich wie in Vietnam. Wobei man für Myanmar je nach Region noch andere Genehmigungen zur Reise benötigt, da nicht das ganze Land zugänglich ist. Und weil sich dies immer wieder ändert, schaut man am besten ganz aktuell beim auswärtigen Amt genau nach. Auf dem Landweg sind auch nicht alle Grenzübergänge geöffnet. Oder man muss dafür durch Regionen, die nicht zugänglich sind. Vor einiger Zeit konnte man auch nicht auf dem Landweg ausreisen, wenn man per Flug eingereist ist.
Nach meiner einmonatigen Pause in Phuket war ich nun ausgeruht und ganz gespannt auf Myanmar. Ich hatte keine genauen Vorstellungen und dachte an einen Mischmasch zwischen Indien und dem Rest Asien. Nun kann ich sagen: Myanmar ist anders als alles! Nachdem ich nun wirklich sehr viele Länder Asiens bereist habe, muss ich sagen das mir hier die freundlichsten Menschen begegnet sind, die man sich vorstellen kann. Eine wirklich unverdorbene Freundlichkeit, die von Herzen kommt und keine Gegenleistung erwartet. Das Trinkgeld wird einem noch hinterher getragen, das kennen und wollen sie hier nicht. Sobald ich eine Frage hatte, wurde alles stehen und liegen gelassen und mir sofort weitergeholfen, manchmal wurden noch andere hinzugezogen und mit mehreren wurde diskutiert und mein Problem gelöst. Ich würde in dieses wunderbare Land mit diesen wunderbaren Menschen sofort wieder reisen. Und ich hoffe, das sich nach den Wahlen im April 16 Myanmar noch mehr öffnen kann.
Mit meinem Online-Visum klappte die Einreise völlig unproblematisch und ging zügig voran. Wenn man nach Immigration und Gepäck raus geht, kommt direkt ein Taxi-Info Stand. Hier kann man die Adresse nennen und bekommt den Preis gesagt und ein Taxi direkt zugewiesen. Es gibt 2 ATM und beide hatten Probleme mit Master Card. Nur die VISA Card funktionierte. Es sind auch 2 oder 3 Schalter zum direkten Geldwechsel vorhanden. Man muss heute nicht mehr mit USD bezahlen. Bis vor kurzer Zeit war das noch so. Heute kann man überall in der Landeswährung zahlen (Kyat = Tschätt gesprochen). Am Besten deckt man sich reichlich mit Bargeld ein. Karten werden selten akzeptiert und ATM sind noch seltener, je nachdem in welche Region man fährt. Eine Taxifahrt in die Stadt kostet 8000 Kyat (ca. 5,60). Hotels sind in der Regel sehr sauber und sehr teuer. Ich habe in einem Hostel im Schlafsaal übernachtet und es war perfekt; günstig, sauber und gut gelegen. Das Internet ist im ganzen Land eine Katastrophe. So konnte ich weder meinen Blog weiterschreiben, noch meine Flüge für die Weiterreise buchen. Darauf sollte man vorbereitet sein und alle wichtigen Dinge abgeschlossen haben.
YANGON
Shwedagon Pagode
Sie ist das Wahrzeichen des Landes, knapp 100 Meter hoch und eine der berühmtesten Stupas der Welt. Angeblich 2500 Jahre alt, soll sie 8 Haare Buddhas beherbergen. Eine Königin spendete ihr Körpergewicht in Gold für die große Stupa und im Laufe der vielen Jahrhunderte kamen noch viel Gold und zahlreiche Schreine hinzu. Der Eintritt kostet 10000 Kyat und lohnt sich wirklich. Oben angekommen findet man ein weitläufiges Areal mit vielen kleinen Tempeln und Plätzen, Glocken und Gongs (die man übrigens auch betätigen darf). Es ist wunderschön anzusehen.
















Wenn man etwas Zeit hat, kann man mit dem Zug einmal um die Stadt in ca. 3. Stunden fahren (circle Line) Die Tickets gibt es direkt auf dem Bahnsteig.
Man sieht saubere Bahnsteige, alles hat seine Ordnung, keine überfüllten Züge. An manchen Stationen steigen Bauern mit der Ernte von Obst und Nüssen ein, die dann hier direkt verkauft werden.



Sule Pagode

Auf dem Weg zum Markt nach Chinatown kommt man am Kreisel mit der Sule Pagode vorbei. Man kann einen kleinen Vogel kaufen und ihm die Freiheit schenken.
Das mit dem Essen gehen war etwas schwieriger. Keine Speisekarten auf Englisch und vegetarisch ist auch bei Streetfood fast nicht machbar, weil alles aus Fleisch besteht. Aber hier ist es gut gelaufen und ich habe gebratenen Reis bekommen. Bei einem Blick in die Küche habe ich mich allerdings dann wieder einmal über meine Hepatitis A Impfung gefreut.

Das hier war sehr lecker, allerdings von kurzer Dauer für mich. Nach nur einem Biss kam ein Junge mit großen hungrigen Augen, der es nötiger hatte als ich und ich habe es gleich weitergeschenkt inklusive anderen essbaren Dingen. Wie hätte ich da noch etwas essen können? Mir ist wieder einmal das für mich Selbstverständliche vor Augen geführt worden und ich hatte übersehen das Hunger und Armut neben mir gegangen sind.
Der Obstmarkt war sehr schön, aber es waren unzählige Fliegen überall auf dem Obst.

Das hier ist ein öffentliches Fondue. Jeder kann Platz nehmen und ein Spießchen ins Fett halten 😉
Weiterreise
Es gibt mehrere Möglichkeiten; die bekanntesten sind: zur Küste, nach Mandalay und von dort mit dem Boot nach Bagan (ca 10 Stunden), direkt Yangon-Bagan oder zum Inle Lake. Die Busse sind sehr modern, aber die Fahrten dauern auch immer zwischen 8 und 12 Stunden. Kosten: ca. 15 USD je Fahrt. Ein Flug erleichtert vieles, kostet zwischen 50 und 120 USD. Ich hatte Glück und bin für 50 USD geflogen, nachdem ich 3 Tage lang ständig zur Thailändischen Botschaft in Yangon musste um mein Visum für Thailand zu bekommen, konnte ich keinen Bus vorbuchen, die Busse waren dann ausgebucht für 2 Tage und somit musste ich fliegen. Die Strecke Bagan-Inle bin ich mit dem Tag-Bus gefahren und sie hat 8,5 Stunden gedauert, war aber gut zu machen.