Auf 3800m Höhe liegt der größte See Südamerikas – der Titicacasee – eingebettet in den Anden zwischen Peru und Bolivien. Die Grenze verläuft fast senkrecht in der Mitte (57% Peru, 43% Bolivien). An der tiefsten Stelle mißt der See 272 Meter, die Länge beträgt ca 180 km, die Breite 80 km. Aufgrund der hohen Lage ist das Klima hier sehr extrem, Tagsüber brennt die Sonne und Nachts werden es schnell um die 0 Grad. Als ich dort war, schneite es am zweiten Tag. Die Hotels haben meistens nur Einfachverglasung und keinen Ofen und keine Heizung. Es ist also richtig kalt nachts. Das einzige was gegen die kriechende Kälte hilft ist Kleidung aus Alpaka, ich bin nachts in mehrere Schichten gehüllt mit meiner Mütze schlafen gegangen 🙂 Atemberaubend schön ist die Landschaft und sind die Spiegelungen auf dem See. Die Farben sind unbeschreiblich.
Puno ist die Hauptstadt der gleichnamigen Region mit ca. 100 000 Einwohnern. Als ich dort war, zogen Demonstranten durch die Straßen und die ganze Stadt war im Ausnahmezustand. Dies sollte mir später noch zum Verhängnis werden, nur wusste ich damals nicht, daß ich in gefährliche Bauern-Aufstände geraten würde und über die Berge würde flüchten müssen, sonst wäre ich nicht auf dem Landweg weitergereist, sondern nach Bolivien geflogen.
Auf der peruanischen Seite des Sees kann man die Nachfahren der „Uros“ auf den schwimmen Inseln besuchen. Diese wollte ich so gerne sehen und habe mir einen Bus für umgerechnet ca. 13 Euro gebucht, der den ganzen Tag unterwegs war von Cusco nach Puno, dafür aber unterwegs viele Stops einlegte. So konnte man prima unterwegs noch einige Sehenswürdigkeiten besuchen. Die Busstrecke führt übrigens größtenteils an den Gleisen lang; eine Fahrt mit dem Zug hier entlang zählt zu den schönsten auf der ganzen Welt. Der Bus fährt die gleiche Strecke.

Das Busunternehmen ist absolut empfehlenswert (die Tickets können auch problemlos online gebucht werden). Obwohl gemeinschaftliches Busreisen zu den Dingen zählt, die ich gerne vermeide, war das hier ein tolles Erlebnis und eine komfortable, günstige Art unterwegs viel zu sehen und zum Titicacasee zu kommen. Alles klappte völlig problemlos. Die Fahrer rasen nicht und es sind auf dieser Strecke auch keine gefährlichen Schluchten zu überqueren.







Die INKA Ruinen von RAQCHI auf 3.500 Metern
Aus Vulkangestein und Lehm bestehend ist der Tempel zu Ehren des Inka-Gottes Viracocha erbaut worden. Durch das Vulkangestein unterschied er sich gravierend von den anderen erbauten Inka Tempeln.
Viracocha war vor der Ankunft der Spanier eine der wichtigsten Gottheiten der Anden und wurde dem Weltenschöpfer gleichgesetzt. Zahlreiche Mythen und Legenden rankten sich um die Gottheit Viracocha. Einer Legende nach war Viracocha der Schöpfer der ersten acht Menschen auf der Erde. Andere Sagen sprechen von Viracocha als Vater von Inti, dem Sonnengott und von Mama Killa, die als Mond bekannt war. Andere Geschichten sprechen von einer gewaltigen Sintflut am Titicacasee, in der Viracocha alle Menschen bis auf zwei ertrinken ließ. Diese beiden Menschen sollten dann die Welt neu bevölkern
Ich habe auf der Fahrt fleißig meine Koka-Bonbons gegessen und frische Koka-Blätter gekaut. Schließlich hatte ich zu diesem Zeitpunkt noch die Reise in Bolivien in der Wüste auf über 5000 Metern Höhe vor mir. Bis jetzt vertrage die Höhe super gut.







In den Abendstunden kommen wir an, am See und in Puno

Am nächsten Morgen hatte es geschneit

Trotz der Kälte wollte ich einen Ausflug zu den schwimmenden Inseln und den „UROS“ machen.











Hier sind wir zu den schwimmenden Inseln gekommen. Wir können aussteigen und eine Familie empfängt uns und zeigt uns das Leben der Uros. Es wird erklärt wie die Inseln gebaut werden, das sie regelmäßig erneuert werden müssen, wir können die Hütten von innen sehen und erfahren welche Fische es in dem See zum Essen gibt.

















Ich bin sehr beeindruckt von der unglaublichen Schönheit des Landes!
Dies zählt definitiv zu den schönsten Erlebnissen all meiner Reisen.












