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BOGOTA

Ich bin wieder in Kolumbien, nach Cartagena ist es das zweite Mal. Ich liebe Kolumbien wirklich sehr. Ich mag das Klima, die Landschaft und die Menschen hier. In Bogota konnte ich mich problemlos als alleinreisende Frau bis Einbruch der Dunkelheit bewegen.

Vor Einbruch der Dunkelheit beginnt aber das große Straßenrennen. Jeder versucht möglichst schnell nach Hause zu kommen, um 17.30 fallen die Rollgitter der Geschäfte runter, die Müllsäcke werden auf die Gehsteige geworfen und aus den Seitengassen kommen jene Menschen, die man tagsüber nicht sieht und die wirklich alles gebrauchen können. Nach 18.00 herrscht unwirkliche Endzeitstimmung, um die Müllsäcke wird gestritten und alles wird aufgeschlitzt. Sogar die Security, die tagsüber an fast jeder Kreuzung mit riesigen Rottweilern steht, ist dann nicht mehr anzutreffen. Anarchie auf den Straßen.

Nachdem ich in Panama von Bord gegangen bin, habe ich mir als Startpunkt Bogota auf 2.600 Meter Höhe gewählt, um dort 6 Tage zu verbringen und mich langsam an die Höhe zu gewöhnen. Mein weiterer Plan ist nämlich nach Peru weiterzufliegen. Da ich noch geplant habe nach Bolivien zu reisen, werde ich weit über 5000 Meter hoch sein und möchte nicht an der Höhenkrankheit erkranken. Ich bin sehr gespannt wie mein Körper auf so hohe Höhen reagieren wird. Ich habe ein schönes Hotel, nur 5 Minuten von der „La Candeleria“ entfernt, mit Pool und Spa gebucht und so werden meine Tage gemischt sein mit Ausflügen und Erholung.

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Bogota, das ist Musik, das ist Lebensfreude 🙂

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Musik im Zug

Man kann mit der Seilbahn auf den Montserrate in 3100 Metern Höhe fahren. Den Weg zur Seilbahn sollte man nicht alleine und nicht zu ungewöhnlichen Zeiten gehen.

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Hier oben ist es kühl und jeder Schritt sehr viel anstrengender als normal. Ich trinke das erste Mal Coca-Tee. Coca soll gegen Höhenkrankheit helfen und ich werde es in den nächsten Wochen in allen verfügbaren Versionen konsumieren (vor meinem Rückflug nach Deutschland werde ich später das gesamte Gepäck durchsuchen müssen, denn im Laufe der Wochen sammeln sich die Bonbons und Blätter überall an). Er schmeckt sehr lecker, ein wenig so nach grünem Tee finde ich.

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Eine Delikatesse sind die Fett-Arsch-Ameisen hier. Die Leute sind ganz wild dadrauf 

Die großen Waffeln, die mit vielen Zutaten gefüllt werden, sind hier eine typische Spezialität.

 

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Plaza Bolivar

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Ich fahre mit dem Zug raus aus der 7 Millionen Metropole um die Salzkathedrale Zipaquira zu besuchen.

 

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Wirklich sehr beeindruckend ist die unterirdische Kathedrale. Es passen 8000 Leute hier rein und man läuft viele Kilometer und einige Stunden unter der Erde.

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Viel zu schnell vergeht die Zeit in Bogota und ich mache mich auf den Weg nach Peru.

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Der Panamakanal – Abschied von Bluyon nach 4.000 nm

Von Kuna Yala segeln wir nach Colon, dem Eintrittstor zum Panamakanal. Das Einklarieren ging zügig, nachdem wir herausgefunden hatten wie wir an Land kommen. Denn das ist hier in Colon richtig schwierig. Das Anlegen mit dem Dingi ist überall verboten. Man ist gezwungen in die teure Shelter Bay (ca.60 US für den Kat) zu gehen. Das wollten wir jedoch nicht, da sich der Termin für die Passage durch den Kanal zwei Wochen hinziehen kann. Wir fanden dann eine Möglichkeit im Container Hafen zu ankern und das Dingi im Abwasserkanal anzubinden 🙂 Es war jedes Mal schwierig anzulanden, auch mit den ganzen Einkäufen, die wir noch tätigen mussten. Täglich sind wir eine Woche lang kreuz und quer stundenlang durch die ganze Bucht von Colon motort. Die sogenannten „Flats“, ein ausgewiesenes Ankerfeld seitlich der Einfahrt, gab es nicht mehr. Der Kanal wurde aufgeräumt während wir dort waren und alles wurde umorganisiert. Jeden Tag mussten wir woanders ankern, stellten den Funk ab und kreuzten zweimal täglich verbotenerweise den Kanal. Einmal vergaßen wir den Funk abzustellen und hörten immer: Don`t cross by yourself 🙂 Hmm hatte da jemand was gesagt? Egal. Wir waren mittlerweile routiniert darin uns um die gesunkenen Ruinen herumzumogeln und schnell zwischen zwei riesigen Containerschiffen durchzuschlüpfen.

Colon ist definitiv die hässlichste aller hässlichsten Städte, die ich je in meinem Leben gesehen habe. Noch immer wird davor gewarnt auf der Straße einfach so rumzulaufen und es wird empfohlen selbst kurze Strecken zum Einkaufen mit dem Taxi zu fahren. Unnötig zu sagen, das wir das natürlich nicht getan haben. Wir haben alles zu Fuß erwandert und waren auch in der Free-Zone shoppen. Ich hatte ehrlich gesagt nie ein schlechtes Gefühl. Durch meine vielen Reisen in der Welt habe ich überall sehr gute Antennen und kann mich immer auf mein Bauchgefühl verlassen.

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Armes, trauriges Colon 😦

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Die Einfahrt zum Kanal Richtung Pazifik

Für die Passage braucht man 4 Linehander, 4x 50 Meter Seil und 8 Fender. Da man das alles normalerweise nicht mal eben so hat, nimmt man sich einen Agenten. Unser Agent organisierte alles vom Knast aus, in dem er saß, so ging zumindest das Gerücht um. Gesehen haben wir ihn natürlich auch nie.

Das ganze Prozedere ist eigentlich recht einfach, wenn man weiß wie es funktioniert. Als erstes füllt man ein Formular aus, welches man downloaden kann und schickt dieses per Mail ab. Dann telefoniert man direkt hinterher. Einen Tag später bekommt man einen Vermessungstermin für das Boot. Nachdem der Vermesser dann auf dem Boot war und jede Menge Formulare ausgefüllt hat, kann man eine Telefonnummer anrufen und man bekommt den Passagetermin. Die ganze Fahrt dauert 2 Tage. Jeden Tag kommt ein Lotse an Bord und muss nach genau vorgeschriebenen Plan bekocht und versorgt werden. Es wird darauf hingewiesen, das der Lotse Wasser aus geschlossenen Flaschen braucht und bei schlechter Verpflegung von Bord geht. Die Linehander sind die vollen Tage da und schlafen auch an Bord.

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Der Lotse ist an Bord gekommen

davWir werden im Package fahren und Steuerbord wird eine kleine Einrumpfyacht an uns gebunden und ziehen diese den ersten Tag durch die Schleusen

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Dann geht es los Richtung Schleusen

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Unsere 3 Jungs waren super

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Am ersten und zweiten Tag geht es jeweils durch 3 Schleusen. Dazwischen übernachtet man im Gatun Lake. Hier waren Millionen von Moskitos. Atmen war draußen nur möglich, wenn man sich ein Tuch vor Mund und Nase gebunden hat. Klar, das ich nicht draußen sein konnte mit meiner Stichallergie. Deswegen gibt es leider keine Fotos vom Gatun Lake.

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So wie hier zu sehen ist, werden an den vier Ecken die Leinen an den Klampen belegt und je nach Höhe wieder neu korrigiert. Oben gehen auf jeder Seite bei der Fahrt in die Schleuse Männer mit, die ebenfalls die Leinen halten und dann auch belegen. Am Ende der Schleusung werfen sie die Leinen los und man muss ziehen, ziehen und ziehen und das Ganze richtig schnell, bevor die Leinen im Motor unten hängen

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Die kleinen Loks sind mit den großen Containerschiffen oder Kreuzfahrtschiffen verbunden; da läuft dann niemand mehr nebenher 😉

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Besucherzentrum Panamakanal

Mein Job: die Leine am Heck und dafür sorgen das die Helfer nicht davon laufen

Am zweiten Tag, direkt nach der letzten Schleuse, kreuzte ein großer Alligator unseren Bug und die Linehander liefen alle nach Backbord. Wir verloren durch die Unachtsamkeit unsere Steuerbord Bugleine.

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Wir sind im Pazifik !

Leider ist am frühen Morgen des zweiten Tages unser Fäkalientank implodiert (und nein, hiervon gibt es keine Fotos). Ich kann das unglaubliche Ausmaß der Katastrophe nicht schreiben. Das ganze Boot war nicht bewohnbar und wir mussten uns in Panama City ein Hotel suchen.

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Isla Perico; unser Ankerplatz und letzte Station
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Biomuseo Panama

Wir sind noch ein paar Tage zu den Las Perlas rausgefahren, eine Inselgruppe von über 200 Inseln im Süden des Golfes von Panama.

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Containerschiffe, die auf eine Durchfahrt im Kanal warten

Delfine begleiten uns bestimmt 2 Stunden lang

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So sieht die Bluyon von unten nach dem Hafenbecken von Panama aus. Erstmal ist schrubben unter Wasser angesagt

Dann können wir schwimmen und faul sein 🙂

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Das war nach 4.000 nm unsere letzte gemeinsame Fahrt.

Die Bluyon ist mittlerweile verkauft.

Wir trennen uns in tiefer Verbundenheit und Freundschaft.

Immer werden wir uns an gute und schlechte Zeiten erinnern und daran wie unendlich viel Spaß wir zusammen hatten, wieviel Abenteuer wir zusammen bestanden haben und an das Vertrauen, das wir uns gegenseitig stets entgegenbrachten.

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Sonnenuntergang Panama

Kuna Yala – San Blas Inseln

Wir legen von Cartagena ab und auf dem Weg nach Kuna Yala machen wir einige Tage einen Stop over auf den Rosario Islands. Sie liegen ca. 40 Seemeilen südwestlich von Cartagena.

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Wir sind ein paar Tage faul und gehen schwimmen und schnorcheln. Wunderschöne kleine Inseln mit klarem Wasser erwarten uns. Die Rosarios sind wundervoll.

Dann geht es ca 250 Seemeilen Richtung Kuna Yala, wir wollen ziemlich weit westlich rauskommen da wir schon weit hinter unserem eigentlichen Zeitplan für den Pazifik Cross sind.

Die San Blas Inseln werde ich in keiner guten Erinnerung behalten. Mir hat es dort gar nicht gefallen. Wir hatten Unmengen von Gewittern. Die Aufdringlichkeit der Kuna Indianer empfand ich als furchtbar lästig. Alle 10 Minuten ruderte irgendein Boot an unseren Kat und wollte was verkaufen. Tunesische Strandverkäufer sind dagegen wirklich harmlos. Die Inseln sind ganz nett, aber nicht wirklich überraschend schön. Da habe ich schon sehr viele schönere Plätze gesehen auf meinen Reisen. Den Hype um die San Blas Inseln kann ich nicht verstehen. Überall sind Riffe, man muß verdammt aufpassen beim Navigieren. In einem plötzlich aufkommenden starkem Unwetter hätten wir fast das Boot und unser Leben verloren. Wir mussten nachts viele Stunden kämpfen. Zu zweit haben wir es geschafft, weil wir schon viele Seemeilen gemeinsam unterwegs waren und uns blind aufeinander verlassen können.

Innerhalb weniger Minuten zog sich alles komplett zu und es sah aus als wenn die Welt untergehen würde, dann nahm das Unglück seinen Lauf. Wir konnten das Boot mit beiden Motoren nicht halten und wurden Legerwall auf die Riffe getrieben.

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So sieht das aus wenn man dann auf den Riffen liegt (rechts die San Blas Ferry)

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Wer sich schon immer mal gefragt hat, was nun eigentlich in den wunderschönen Conch Gehäusen drin ist: hier haben wir das Innenleben

Wir haben einen defekten Dingi Motor gegen Conch Schnecken und Kokosnüsse getauscht. Die Conch haben wir dann untersucht und angeschaut, fanden diese aber so wahnsinnig toll, das wir ihnen die Freiheit wieder geschenkt haben 🙂

Wir segeln nach 1 Woche Kuna Yala weiter Richtung Colon/Panama. Dies hier gehört definitiv zu den Plätzen, die ich nie wieder aufsuchen möchte.

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Cartagena – Kolumbien

Tagelang checken wir mehrmals täglich das Wetter in Curacao und laden die Gribs aufs Tablet runter für die Weiterfahrt nach Kolumbien.

Wir wollen in einem Rutsch durchsegeln und die Strecke um das Cap herum ist unberechenbar und zählt zu den  fünf gefährlichsten Segelstrecken. Um uns herum sagen alle sie fahren nicht und warnen uns vor Schlechtwetter, aber täglich sehen wir frühmorgens jemanden ablegen.

Dann geht es schnell, spontan entscheiden wir uns für die Weiterfahrt, alle Vorräte sind eingelagert, beide Motoren funktionieren, das Boot ist abfahrbereit. 500 Seemeilen liegen vor uns, das bedeutet ca 4 Tage, je nach Wind. Wir schaffen den Absprung bei vorausgesagten 25 Knoten Wind, die ersten 2 Tage soll noch die Sonne scheinen und nach dem Cap sieht es aus als wenn es verdammt knapp mit den durchziehenden Gewitterfronten sein wird.

Wir passieren unseren ersten Wegpunkt Aruba bei Nacht und alles ist gut. Die nächsten Tage bleibt uns das Glück und als wir um das Cap herum sind, entspanne ich mich. Wir sind weit draußen auf dem Meer und segeln nicht an der Küste lang. Bei 30 Knoten haben wir teilweise etwas zu kämpfen, da sich harte, kurze Wellen aufbauen die uns ganz schön durcheinander beuteln, es kommen Böen, dann Flauten, wir Motoren zwischendurch immer mal wieder. Aber letztendlich hatten wir eine sehr schöne entspannte Fahrt, das Gewitter kam dann in der letzten Nacht, als wir in Kolumbien an der Küste in einem Binnensee Schutz gesucht haben. Und das war dann richtig gruselig heftig, Blitze und Donner gleichzeitig, aus allen Richtungen und immer wieder. Die ganze Nacht lang. Nachdem wir schon nächtelang nur im Wechsel stundenweise geschlafen hatten, war das nicht so das, was wir uns unter einem entspannten Ankommen vorgestellt hatten. Aber es war erst der Anfang von hunderten Gewittern, die uns dann später auf den San Blas Inseln erwischten.

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Wir laufen ein in Cartagena 

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Ich freue mich darauf, wieder mal eine Nacht durchschlafen zu können. Hier ist das Klima gleich total anders. Wir haben 30 Grad und eine hohe Luftfeuchtigkeit.

Mich hat leider schon wieder so ein übles Moskito Viech erwischt und diesmal habe ich mir das Zika-Fieber geholt (Dengue Fieber hatte ich ja auch schon in Indien und ich mag die Abwechslung). Ich habe Fieber und alles tut weh, fühle mich krank und habe blöden Ausschlag. Bestimmt 5 Tage bin ich quengelig und diese Hitze mit der hohen Feuchtigkeit setzt mir bei meiner Erkrankung ordentlich zu. Dann geht es mir schlagartig wieder besser und wir können die Stadt erkunden.

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Das Einklarieren in Cartagena erledigt sich sozusagen von selber. Man hat gar keine Wahl und muss einen Agenten nehmen der alle Formalitäten erledigt. Also einfach nach dem Ankern ganz entspannt mit dem Dingi in die Marina fahren und dort etwas essen und trinken, die Agenten kommen von selber. Es gibt gutes Wlan und das Essen ist super.

Wir hatten zwei sehr nette Agentinnen, die alles schnell und zuverlässig für uns gemacht haben.

 

Hier sind wir noch beim Reinfahren. Der Ankergrund ist nicht gut und es ist auch leider richtig tief, ca 15 Meter, also jede Menge Kette raus, den einzig guten Platz, den wir finden konnten, der befand sich fast unter den Containerkränen. Es war nachts taghell, laut und ich hatte immer Angst, das der Kran statt einen Container vielleicht mal den Kat greift 😉

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ABC Inseln – CURACAO

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Endlich wieder SONNE. Wir hatten keine schöne Überfahrt und sind froh in Curacao anzukommen.

Und wieder ein Geburtstag zum Feiern. Den Brief trage ich schon Monate mit mir rum, der Toast ist aber frisch 🙂

Ankern und Einklarieren in Curacao: eine richtig blöde Angelegenheit

Einklarieren kann man nur in Willemstad. Dort kann man aber nicht ankern. Dies geht nur in Spanish-Water, einem Binnensee (richtig eng und wenig Platz zwischen den Booten) mit sehr schmaler Einfahrt. Man kann auf gar keinen Fall im Dunkeln rein oder rausfahren und sollte das auf jeden Fall einkalkulieren. Wlan gibt es dann in der schwimmenden Holzbar. Davor fährt auch fast stündlich ein Bus in die Stadt ab. Taxis gibt es nämlich nicht, bzw nur auf besondere Anforderung und die sind dann richtig teuer (ca. 30 US to the next Beach) Es gibt auch einen Bus der kostenlos zu einem Einkaufsmarkt fährt (einmal täglich um 8.30 und um 9.30 zurück, wenn man den verpasst, wird es schwierig, da hilft nur noch trampen). Man muss zuerst zum Zoll und die Formulare dort ausfüllen. Dann durch die ganze Stadt über die Brücke zur Immigration (die fernsehschauenden Beamten sind total genervt wenn man das Programm unterbricht. Ganz schlimm wird es wenn man nicht am selben Tag der Ankunft im Spanish Water einklariert, dann werden sie fuchsteufelswild) und mit diesen Formularen in den ersten Stock gegenüber zum Bezahlen. Wir waren fünfmal da und immer war zu oder offen und niemand da. Leider konnten wir nichts bezahlen 🙂 Machte aber auch nichts. Beim Ausklarieren das Gleiche wieder rückwärts. Am Besten nachher zur Nervenberuhigung richtig schön essen gehen. Zum Beispiel im Gouverneur.

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Curacao ist wunderschön!

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Ankern in Spanish Water

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Meine Geburtstagslocation :-))

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Wir warten auf den richtigen Wind und segeln weiter nach Cartagena

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Zurück auf dem Meer

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Wir starten unsere Reise in Martinique.

Das Einklarieren geht hier ganz unproblematisch am Automaten in einem Segelzubehörshop. Einfach die Daten eingeben. Das Ganze ist auch noch kostenlos.

Die Bluyon ist nach 7 Monaten Renovierung, Sanierung und verschiedenen Reparaturen in noch keinem ganz fertigem Zustand. Wir sind trotzdem optimistisch, relativ zügig voran zu kommen und spätestens im Juni (eigentlich schon viel zu spät) den Panamakanal Richtung Pazifik durchqueren zu können, um dann Ende November Neuseeland zu erreichen. Vor uns liegen noch jede Menge Arbeit und viele Seemeilen.

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Der Ausblick von der Pool-Terrasse des Hotels Bateliere, West-Martinique. Das Boot war noch nicht bewohnbar und so ankerten wir unten und schliefen oben, das war sehr praktisch.

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Gleich am 2. Tag verbrannte mich an der Seite und am Bein ein ekeliger stacheliger, halbtoter, fast weißer Fisch, den ich nicht genau identifizieren konnte.  Es gab große Brandblasen und ich hatte einige Tage gar keinen Spaß. Als ich danach im Süden in Saint Anne das erste Mal wieder im Wasser war, geriet ich in Nesselarme und hatte große, lange, striemenartige Verbrennungen. Wir haben sofort jede Menge Essig drüber geschüttet, das war gut! Danach hielt ich mich in Martinique nur noch direkt am Strand zum baden auf Wer meine Geschichten kennt, kann sich bestimmt noch an den Skorpion in Guatemala erinnern. Mich findet einfach jedes beißende, stechende Viech.

Der Rocher du Diamant an der Süd-Westspitze von Martinique. Man sieht auf der linken Seite einen Fischkopf von der Seite und rechts einen menschlichen Kopf seitlich.

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Wir sind vom Westen in den Süden nach Le Marin und Sainte Anne gesegelt.

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In der Jahreszeit haben wir immer sehr viel Wind und einen unruhigen Ankerplatz. Trotzdem bin ich lieber weit draußen als eng Yacht an Yacht zu liegen.

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Einen Geburtstag gab es dann natürlich auch zu feiern und das erste Mal kam der Omnia Ofen zum Einsatz. Unser Gas-Backofen geht seit 2 Jahren nicht und mit dem Omnia kann man vieles einfach auf dem Herd zubereiten, wofür man sonst einen Backofen nehmen würde.

Natürlich gibt es jede Menge zu tun jeden Tag um das Boot für die Langfahrt fertig zu machen.

75 Kilo Wäsche 🙂 ich hab dann mal den ganzen Waschsalon belegt….

Die Abende sind auch gut gefüllt mit Näharbeiten und diversen anderen Dingen

Und Einkäufe, jede Menge zum Einlagern, wir sind viele Tage unterwegs um unsere Listen abzuarbeiten

Man glaubt gar nicht wie viel in so ein Dingi passt und dann, weil der Motor mal wieder kaputt ist, gerudert werden muss 😉

Tja und dann sieht die Küche so aus. Und das ist nur ein kleiner Teil von allen Sachen.

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Natürlich haben wir uns auch die Insel mit dem Mietwagen angeschaut.

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Sainte Anne
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Hafen von Le Marin

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Teile der Küste von Martinique sind voll mit stinkenden Braunalgen (Bilder unten). Beim Segeln sind uns die auch immer wieder unterwegs begegnet. Ganze Teppiche und Straßen schwimmen in der Karibik mit ekeligen Braunalgen. Auf Barbados ist dieses Jahr deswegen der Ausnahmezustand ausgerufen worden. Teile von Martinique sind nicht mehr bewohnbar, andere Inseln sind ebenso betroffen. Die Algen erhöhen den Kohlendioxid Gehalt im Wasser und wenn sie auf Land treffen stinken sie entsetzlich und sind voller Sandflöhe. Man nimmt an, das sie sich auf Grund der Erderwärmung überall im karibischen Meer vermehren.

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Nach einigen Wochen Arbeit, dann die Belohnung. Der Kat ist ist eingeräumt und aufgeräumt. Leider ist immer noch nur 1 Motor funktionsfähig.

Wir segeln weiter nach Bonaire

Dort ist das Wetter noch schlechter als auf Martinique. Die Sonne zeigt sich gar nicht, deswegen gibt es keine Fotos. Jede Menge Wind, eine scheußliche Überfahrt und viele Wolken. Aber es gibt eine super tolle Eisdiele mit Wlan 🙂

In Bonaire gibt es nur die Möglichkeit das Boot an den Bojen festzumachen. 10 US pro Tag. Am Wochenende ist geschlossen. Wir konnten leider nicht zahlen, da wir Sonntagnacht wettermäßig weitermussten 😉

Nach Klein-Bonaire sind wir mit dem Dingi rüber. Es gibt auch mehrere Wassertaxis rüber, kosten 20 US und man ist total abhängig wegen den Rückfahrzeiten. Es gibt keinen Schatten und gar nichts drüben. Aber das Schnorcheln ist wirklich absolut traumhaft.

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Hier sind in zwei Reihen versetzt die Bojen für 10 US pro Tag

Segeln in der Karibik: Guatemala, Belize, Mexiko, Kuba, Haiti/Dom.Rep

 

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Guatemala

Livingston, Lago Izabal, Antigua, Lago de Atitlan, Quetzaltenango, Huehuetenango, Coban, El Estor, Rio Dulce, Morales, Puerto Barrios, Chichicastenango, Santa Cruz del Quiche, Rio Negro

 

 

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Erkundung der Seitenarme im Rio Dulce

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….sieht nicht nach Wasser aus, ist aber Wasser 🙂

 

 

Belize

Punta Gorda, Great Blue Hole, Lighthouse Reef, Caye Caulker, Dangriga, Placencia, Turneffe Atoll

Great Blue Hole (zweitgrößtes Riffsystem der Welt)

Ein Loch mitten im Meer, 300 Meter Durchmesser und 125 Meter tief, faszinierend durch die verschiedenen Farben und mit gut erhaltenen Riffen zum schnorcheln und tauchen. Das Blue Hole ist ein weitverzweigtes Höhlensystem, welches sich früher über Wasser befand und durch die Plattenverschiebung geflutet wurde.

Das Riff hat eine atemberaubende biologische Vielfalt. Neben etwa 500 Fisch- und 80 unterschiedlichen Korallenarten, sind besonders viele bedrohte Schildkröten- und Krokodilarten im Lighthouse Reef beheimatet.

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Das Wasser ist kristallklar

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Libellenbesuch beim Frühstück….sie landete einfach auf der Gabel und blieb dort

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Mexiko

Cancun, Playa del Carmen, Cozumel, Isla Mujeres

 

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Kuba

Isla de la Juventud, Cayo Largo, Havanna, Cienfuegos, Trinidad, Santiago de Cuba

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Dominikanische Republik / Haiti

Bahia de las Aguilas, Barahona, Palmar de Ocoa, Santo Domningo, Boca Chica, La Romana, Saona, Punta Cana, Isla Beata

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Ein Riesen-Stachelrochen.  Die Rochen sind sehr neugierig und sie saugen ihre Nahrung durch eine Öffnung unterhalb ein. Wenn man nicht aufpasst, saugen sie den Finger auch ein. Langsame Bewegungen und ein Laufen mit den Füssen im Sand unter Sicht sind wichtig, dann sind die Rochen sehr zutraulich und man kann sie berühren. Unten fühlen sie sich glitschig und weich an, oben drauf teilweise wie eine Bürste mit ganz kleinen harten Borsten.

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Der Hai war trügerisch langsam um dann blitzschnell zuzuschnappen als ein Fisch kam. Seitdem habe ich noch mehr Respekt vor Haien. Als die mächtigen Kiefer hörbar mit Wucht aufeinanderprallten konnte ich mir gut vorstellen was durch diese Kraft alles abgebissen werden kann.

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Riesen-Seestern vor Saona, man kann ihn kurz anfassen und muss ihn gleich wieder ins Wasser legen.

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Mitten im Semester….Punta Cana, mein Arbeitsplatz für die Vorlesungen

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wunderschön und total ursprünglich

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Wahnsinn, was die für einen Speed haben, da hat man echt Mühe sich festzuhalten….

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Delfin rückwärts, also der Bauch ist oben, dann kann man sich an zwei Flossen festhalten….ist aber auch nicht so einfach 😉 man muss den richtigen Moment im Turnover erwischen

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Nizza, San Remo und Monaco

San Remo und Nizza sind wirklich wunderschön, aber die Fahrt durch die Serpentinen mit dem Wohnmobil fand ich ganz furchtbar. Die Straßen sind so eng und schmal, das ich jedes Mal Angst haben musste mit meinem großen Aufbau an einem Felsen hängen zu bleiben. Das blieb ich aber erst in Südfrankreich, zwar nicht an einem Felsen, dafür an einem Überbau einer Tankstelle. Mit einer Höhe von 3,20 kann das schon mal passieren. Wenn man von San Remo die Küstenstraße nach Monaco fährt, hat man einen ganz wunderbaren Blick auf die Küste und das Meer. Trotzdem werde ich diese Strecke wohl hoffentlich niemals mehr mit einem überlangen und überhohen Fahrzeug fahren müssen. Noch schlimmer wurde es dann nur noch in der Provence wo mich mein Navi auf der Suche nach einem Stellplatz für die Nacht einmal durch Lavendelfelder ins absolute Nichts führte und das andere Mal durch Weinberge und so enge Straßen, das ich oben in den Bäumen hängen blieb und nicht mehr weiterfahren konnte weil sich die Äste in meiner Sat-Schüssel verfangen hatten und ich den Baum nicht entwurzeln wollte. Danach hatte ich entnervt die Stellplatzsuche für die Nacht aufgegeben und fuhr einen Rasthof an. Und da war ich ziemlich überrascht. Denn in Frankreich gibt es bei den Rasthöfen extra ausgewiesene Parkmöglichkeiten für Wohnmobile, die teilweise richtig schön angelegt sind, eigene Waschhäuser haben und abseits vom Lärm im hinteren Bereich sind. Und das Ganze kostenlos.

Lago Maggiore

 

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San Remo

Nizza

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Elsass

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Ja, und das war im Elsass, wo ich es wunderschön fand und der Stellplatz nur unglaubliche 8,50 kostete

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Übrigens essen Camper nicht nur Konserven oder grillen Fleisch…nein man kann auch richtig toll kochen… 🙂

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Grüner Spargel mit Tomaten und Gorgonzola Walnuss-Soße

 

Mein jetziger Arbeitsplatz…könnte schlechter sein 😉

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Frei sein…

Ich bin jetzt Busfahrer 😊

Ein Leben ohne das Meer, nach so langer Zeit auf dem Katamaran fällt mir sehr schwer, aber ich wusste gleich, als ich nach Deutschland zurückkam, das ich keinesfalls sesshaft sein kann und somit nicht in einer Wohnung leben möchte. Wenn man viele Jahre in der Welt unterwegs ist, hat man keinen Fixpunkt mehr. Zuhause ist und kann überall sein.

Also kaufte ich mir ein Wohnmobil um darin zu leben. Und das tue ich jetzt schon einige Wochen. Die Freiheit auf vier Rädern. Ich kann dort sein, wo ich sein möchte. Nomadenleben. Und weil mein Wohnmobil mehr aussieht wie ein Bus und mich vor vielen Jahren Christopher McCandless so sehr beeindruckt hat, das mein Leben durch den Film „Into the Wild“ dauerhaft verändert wurde, nenne ich meine neue Heimat einfach „den Bus“.

Der Bus und ich werden langsam Freunde. Nachdem wir uns in der Anfangszeit ziemlich fremd waren, die Nächte in Deutschland sehr kalt und ich noch nicht alle Tücken und Macken vom Bus kannte, bewegen wir uns langsam auf eine neue Ebene zu. Nach zwei Wochen intensiven Ausprobierens und Kennenlernens von bis dahin völlig unbekannten Dingen, kann ich nun den Bus auch ziemlich gut bedienen. Ich habe eine große Heckgarage und in dieser befindet sich weitestgehend mein ganzer Besitz, sowie mein cooles neues Mountainbike. Die Garage ist groß und geräumig, mit einer gesonderten Aussparung für das Rad. Unzählige Male habe ich den kompletten Bus eingeräumt, ausgeräumt und umgeräumt. Jetzt passt es für mich. Es ist sogar äußerst komfortabel und bequem. Und ich habe meinen Drucker für mein Studium installieren können und jedes meiner technischen Geräte mit einer Eu-weiten Simkarte versehen, so das ich jederzeit im Ausland online sein kann. Der Bus war schon sehr perfekt aber ich habe ihn ganz speziell noch einmal für meine Bedürfnisse hergerichtet. Weil ich autark stehen möchte ist mir die technische Ausrüstung sehr wichtig und mein Bus verfügt somit nicht nur über Solar, sondern auch über eine Efoy Brennzelle. Innen habe ich einen Wechselrichter eingebaut mit normaler Steckdose und USB Anschluss, der mir alle meine Geräte (ich reise übrigens immer noch mit meiner elektrischen Schallzahnbürste, die mich auf all meinen Backpackertouren begleitet hat 😉) zuverlässig und zu jeder Zeit lädt. Ich habe soviel Strom, den ich erzeuge, den kann ich gar nicht verbrauchen. Es sind 3 Batterien verbaut, davon eine Starterbatterie und zwei für den Wohnraum, diese sind mit dem Solarsystem gekoppelt und falls es mal nicht reichen sollte, springt automatisch die Efoy an. Ich habe sogar eine kleine Waschmaschine an Bord, dazu habe ich mir eine Außendusche mit Pumpe gekauft und wo immer ich am Fluss stehe, habe ich ein funktionierendes Wasch und Duschsystem. Natürlich habe ich auch eine Innendusche und der Bus hat eine „Wechselbühne“. Durch Umklappen des Waschraumes habe ich einen separaten Duschraum. Meine vorhandene vollautomatische Satellitenanlage habe ich ehrlich gesagt nur ein Mal ausprobiert. Zeit zum Fernsehen habe ich einfach nicht. Und einsam fühle ich mich ebenfalls nicht.

Campingplätze mag ich nicht, und somit stehe ich frei. Das geht wunderbar und kostet nichts. Meistens stehe ich am Waldrand und bin sofort mit dem Rad im Grünen. Wenn ich morgens die Augen öffne, schaue ich durch mein Dachfenster direkt in die Blätter von dem Baum, unter dem ich parke. Die Vögel wecken mich zwischen sechs und sieben und die Luft ist kühl, klar und rein. Ich mag es auch, wenn der Regen so schön auf das Dach trommelt und ich im warmen Bett liege. Und da der Bus und ich keine Wurzeln am Waldrand schlagen wollen, haben wir uns als erstes Richtung Süden aufgemacht.

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Home ist where you park it 😊

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Die kleinen Antillen

Mit dem Kreuzfahrtschiff von Antigua über St. Maarten, St. Lucia nach Barbados

Vom Katamaran bin ich umgestiegen auf ein größeres Boot und hatte eine Kreuzfahrt zu den kleinen Antillen gebucht 🙂

Antigua und Barbuda

Zuerst von Kolumbus entdeckt, wurde die Insel später von den Briten kolonialisiert. Erst 1981 erlangte die Insel die Unabhängigkeit. Hier auf Antigua wachsen Zuckerrohr, Ananas und Baumwolle. Auf Antigua leben ca. 67000 Einwohner

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St. Maarten

St. Maarten gehört zu den Niederlanden und die Einwohner sind holländische Siedler und Nachfahren der aus Afrika entführten Sklaven. St Maarten gehörte bis zur Auflösung 2010 zu den Niederländischen Antillen.

Es gibt keine Eigentums- und Kapitalsteuern in St. Maarten und es leben dort nur ca. 31000 Menschen.

Der Airport von St. Maarten ist durch die spektakulären Fotos bekannt, die Flugzeuge fliegen nur in wenigen Metern Höhe über den Strand.

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St. Lucia

St. Lucia hat ca. 165.000 Einwohner und die Unabhängigkeit vom Vereinten Königreich 1979 erlangt. Sie liegt nur wenige Kilometer unterhalb von Martinique und gehört noch zu den „Inseln über den Winden“. St. Lucia ist landschaftlich sehr schön und es gibt dort zwei inaktive Vulkane, die Twin Pitons. Landessprache ist Englisch und die Einwohner stammen größtenteils von den damaligen Sklaven ab. Zu den Hauptexportgütern zählen Bananen und hier kommt das ausgesprochen leckere Bananenketchup her.

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Muskatnuss

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Traditionelles Kochen

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Barbados

Barbados liegt nordöstlich von Venezuela. Die ehemalige britische Kolonie ist seit 1966 unabhängig. Hauptexportgüter sind Rohrzucker und Rum.

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