2015 bin ich von Amsterdam nach Southampton geflogen und über Salisbury mit dem Bus nach Stonehenge gefahren. Von dort ging es nach London weiter. Nach einem kurzen Stop in London flog ich nach Stockholm um Einzuschiffen. Das Schiff fuhr von Stockholm über Tallinn und Helsinki nach St. Petersburg.
Mein großer Traum war immer der Mount Everest. Der Mount Everest hat mich seit vielen Jahren magisch angezogen und ich habe viele Bücher über Expeditionen gelesen.
Ich wollte so gerne einige Wochen Trekking bis zum Basislager machen. Leider hatte ich 2013 einen schweren Unfall, bei dem mein Bein so schwer verletzt wurde, das dauerhafte Schäden zurückgeblieben sind. Diese machen es mir unmöglich meinen Traum in der Form zu verwirklichen. Als kleinen Trost und zum Zeichen, das Träume auch in anderer Form wahr werden können, buchte ich mir 2014 einen Platz bei Buddha Air und machte einen exklusiven Everest Flight.
Pokhara ist ca 200 km von Kathmadu entfernt und ist landschaftlich wunderschön. Auf dem Phewa See kann man sich ein Boot leihen und auf dem See herumfahren. Vor Sonnenaufgang morgens sollte man eine Tour auf die umliegenden Berge machen. Bei guter Sicht kann man die umliegenden 8000er sehen. Leider war keine Sicht zu der Zeit, als ich dort war. Die Tour um 5 Uhr morgens auf den Berg habe ich mir trotzdem nicht entgehen lassen. Da Pokhara Ausgangspunkt für die Annapurna-Trekkingrunden ist, findet man hier ebenfalls viele Geschäfte für die Ausrüstung. Die Preise sind nochmal günstiger als in Kathmandu.
Nagarkot ist über 2000 Meter hoch gelegen und bei guter Sicht hat man einen fantastischen Blick auf die Gebirgskette des Langtang Himal von der Annapurna bis zum Everest Massiv. Der Ort selber ist sehr klein und hat nur wenige Restaurants und Lodges. Es fährt ein öffentlicher Bus direkt von Kathmandu nach Nagarkot. Die Straßen sind klein und schmal.
Kathmandu ist die größte Stadt Nepals und hat eine starke Bebauungsdichte, was es bei Erdbeben besonders gefährlich macht. Die Häuser sind schmal und hoch und sehr dicht aneinandergebaut.
Die beste Reisezeit für Kahtmandu kann man aufgrund der Wetterveränderungen nicht mehr so genau bestimmen, so grob aufgeteilt gilt aber, das man von Februar bis April und September bis Anfang Dezember gute Zeiten haben kann. Dezember und Januar können empfindlich kalt werden und die Hotels haben oft keine Heizungen. Von Mai bis Juli kommt es oft zu starken Regenfällen und die Straßen rutschen ab.
Auf jeden Fall sehenswert sind die vielen Tempelanlagen. Hier kann man sich günstig einen Fahrer für den Tag nehmen und sich bequem herumfahren lassen. Meistens sprechen sie etwas Englisch und erklären auch gerne etwas zu der Stadt und den Tempeln.
In Pashupatinath sind die Verbrennungsstätten. Die Toten werden nach hinduistischem Glauben direkt am heiligen Fluss Bagmati verbrannt. Es sind überall frische Feuer oder Rauchschwaden von gerade erloschenen Verbrennungen und manchmal stinkt es ekelig nach verbranntem Fleisch und Tod und es schauen ein paar nicht verbrannte Körperteile heraus. Als ich dort war, ist gerade ein Toter aus den VAE eingeflogen worden. Er kam im Holzsarg und wurde aus dem Sarg herausgeholt und in seinen Leichentüchern ans Ufer „geschoben“. Dort wuschen ihm seine Söhne die Füße im Fluss. Anschließend wurde er auf den Steinen in Anwesenheit vieler Angehöriger verbrannt. Unten im Fluss sind dann die Goldsucher, die die Asche unten im Flussbett, unterhalb der Verbrennungsstätten, nach Wertgegenständen durchsuchen.
Thamel ist das Viertel wo sich Backpacker treffen und wo sich viele Geschäfte aneinander reihen für die Trekkingausrüstung. Hier bekommt man alles was man für eine längere Tour ins Himalayagebirge braucht. Kleidung, Zelte, Rucksäcke, Schlafsäcke, aber auch wunderbare Kaschmirschals und andere Dinge, die für Nepal typisch sind. Die Qualiäten sind unterschiedlich und man sollte gut vergleichen. Im Prinzip gilt: you get what you pay. Mann kann also davon ausgehen, das ein Kashmirschal für 1000 Rupies nicht einfach nur günstiger ist sondern nicht die gleiche Qualität aufweist wie der nebenan für 3000.
Die Gassen in Thamel sind klein und eng und man kann sich schnell verlaufen, besonders wenn man bei Tageslicht losgegangen ist und um acht Uhr abends die Geschäfte die Rollläden runterlassen und damit das Straßenbild im Dunkeln komplett anders aussieht.
In Thamel gibt es gute und günstige Hotels, meistens mit schönen Dachterrassen. Das Frühstück ist gut und oft im Zimmerpreis mit inbegriffen und man hat einen herrlichen Blick von oben auf die Stadt. Im Hotel oder in den vielen Agencys kann die Weiterreise organisiert werden.
Es gibt unendlich viele Möglichkeiten von Kathmandu weiterzureisen. Zum Beispiel in die Nationalparks, oder verschiedene Trekkingrunden im Himalaya, Trekking zu abgelegenen Bergdörfern, man kann auch nach Tibet weiterreisen (eine Reise kann auch direkt vor Ort organisiert werden mit allen Permits, man braucht es zu Hause gar nicht vorbereiten) oder nach Indien. In Nepal gibt es viele Möglichkeiten für die unterschiedlichsten Reisen von Kultur bis Trekking.
Der importierte Tote wurde in seinen Leichentüchern herausgeholt und gewaschenDie Goldsucher
Alle drei Städte sind prima für einen Zwischenstopp geeignet.
Mir persönlich hat Hongkong am besten gefallen. Hongkong hat alles: große Malls, teure Geschäfte, Märkte, eine tolle Skyline, schöne Strände und eine wunderschöne Landschaft.
In Hongkong habe ich eine Woche verbracht, ohne mich zu langweilen und ich würde sehr gerne noch mal hin. Singapur hat mir auch sehr gut gefallen, es ist sehr sauber und es gibt viel zu sehen. Dort kann man auch prima mit den open Air Bussen den ganzen Tag rumfahren. Kuala Lumpur konnte mich nicht so begeistern im Vergleich mit den anderen beiden Städten.
Dubai ist perfekt für einen Zwischenstopp auf Fernflügen. Man kann eine Tour mit dem Red Bus machen und an den interessanten Stationen einfach aussteigen. Auch eine Fahrt auf dem Dubai Creek mit einer Dau ist im Preis mit inbegriffen. Ich fand die Shopping Malls ganz toll und die Stadt ist super sauber, aber sehr teuer. Wenn man in einem der Luxus Hotels seinen Urlaub verbringen kann, und genügend Geld mitbringt, kann man es sicherlich auch eine Woche aushalten, ich war aber froh, nach 2 Tagen weiterreisen zu können, da Dubai mein Budget arg strapaziert hat 😉
Die Andamanen liegen zwar näher zu Myanmar und Thailand, gehören aber zu Indien.
Man kann von Chennai oder Kalkutta nach Port Blair fliegen und von dort mit dem Schiff weiter auf die zugelassenen Inseln. Es sind nicht alle Inseln freigegeben und für die Andamanen braucht man einen speziellen Visumeintrag von der Botschaft. Bei Einreise muss man sich von der örtlichen Polizei registrieren lassen und das Permit vorzeigen. Die traumhaften Inseln sind ideal um einfach mal nichts anderes zu tun als in der Hängematte unter Palmen zu schaukeln. Das Meer ist schön warm und türkis, die Strände weiß und sauber. Im Wasser sollte man acht geben auf giftige Seeschlangen und Salzwasserkrokodile.
Auf der Hauptinsel Smith Island kann man die alten Gefängnisse der ehemaligen Strafkolonien besichtigen. Das sind wirklich gruselige Stätten. Man sieht die dicken Balken wo die Gefangenen gehängt wurden. Die Engländer hatten im 19. Jahrhundert Langzeit-Sträflinge auf die Inseln ausgegliedert. Im zweiten Weltkrieg waren die Andamanen von den Japanern besetzt, davon wurden auch noch Tausende in Gefängnisse gesteckt oder zur Zwangsarbeit verpflichtet.
Auf den Andamanen und Nikobaren leben noch wenige hundert Ureinwohner, welche die Zivilisation komplett ablehnen und sehr feindlich sind. Man kann und darf nicht auf diese Inseln. Aber einige sind freigegeben und wunderschön. Viel machen kann man dort nicht und wenn man eine Pause während der Reise braucht, ist das genau der richtige Platz. Es gibt hier übrigens die größten Kröten, die ich jemals gesehen habe. Bei Regen kommen Schlangen und Riesenkröten aus dem Dschungel raus und ich habe eine Kröte gesehen, die so groß war das sie eine Ratte gefessen hat.
Man sollte auf Havelock Island 2 Dinge auf jeden Fall haben: Bargeld und das Rückfahrticket. Mit beiden Dingen hatte ich enorme Probleme. Es gab zwei Geldautomaten, von denen einer komplett kaputt war und der andere erst Stromausfall hatte und dann leer war. Die Jagd nach dem Rückfahrtticket gleicht einem Kampf auf dem Jahrmarkt und manchmal fahren die Schiffe auch nicht bei schlechtem Wetter.
In Port Blair kann ich das ethnologische Museum sehr empfehlen, das war super interessant. Auf Havelock Island würde ich ein Fahrrad empfehlen, damit ist man sehr flexibel.
Ich hatte den letzten Bus leider verpasst und musste noch vom Westen zurück auf die andere Seite. Das hieß viele Kilometer laufen oder mit dem Israeli auf dem Motorrad fahren, der mir freundlich lächelnd den Platz hinten anbot. Leider war unterwegs der Tank leer und wir blieben mitten im Nirgendwo liegen. Da mir der Typ eh ständig an die Wäsche wollte, bin ich lieber in den Dschungel um Menschen und Sprit zu suchen und hatte irgendwo eine Hütte gefunden. Eine Verständigung war nicht möglich aber als ich die Situation theatermäßig nachspielte, verstand der Mann was ich wollte und gab mir eine leere Flasche. Meine Güte, dachte ich, was soll ich damit nun wieder? Aber mir wurde klar, das ich vermutlich nie das Glück haben würde beides auf einmal zu finden: eine Flasche UND jemanden der Sprit hat. Also nahm ich die Flasche und machte mich auf die Suche nach weiteren Einwohnern. Irgendwann kamen Kinder auf dem Rad, welches ich mir kurz ausleihen konnte und dann hatte es auch mit dem Sprit geklappt.
von oben aus dem Flugzeug fotografiert
meine kleine Hütte im Dschungel
Der Inselbus von Havelock Island fährt wenige Male am Tag über die einzige Straße
Hier fühlen sich die Salzwasserkrokodile wohl
Beach No 7
Der richtige Platz für meine Hängematte
Die einzige Hauptstraße, auf der ich mangels Sprit mit dem Motorrad liegen geblieben bin, es gab keine Tankstelle und auch keine Geschäfte, nur Dschungel. Da musste ich weit laufen bis ich auf eine Hütte trafBackpacker`s Life 🙂
Eine Hängematte kann man überall festmachen, ich habe jeden Tag einen neuen Platz gefunden 🙂
Als ich einen Flug nach Cancun buchte, hatte ich noch nicht so die konkrete Vorstellung was ich die drei Wochen in Mexiko genau machen wollte. Der Flug war mit 259 Euro Return von Basel so unglaublich günstig, das ich einfach buchte und einen Tag später meinen Rucksack packte.
Am 21.12.12 sollte nach dem Maya Kalender der Weltuntergang sein und die menschliche Zivilisastion enden, das wollte ich mir direkt vor Ort anschauen :-). Im Zug lernte ich dann Bastian kennen, der Freunde in Playa del Carmen hat und auch auswandern wollte. Er machte mir das Angebot in der Villa seiner Freunde mit zu wohnen und mir einen Jeep von ihnen zu leihen um damit runter nach Punta Allen in das Naturschutzgebiet zu fahren. Dafür konnte ich mich direkt begeistern. Wir hatten ein paar tolle Tage in der Villa mit Pool und abends in den Bars mit jede Menge Margerithas und Caipis…dann ging es los. Die Strecke ist gut ausgeschildert und in Punta Allen gab es laut Plan nicht so viele Sandpisten, so das man sich kaum verfahren konnte. Navi gab es nämlich nicht. Ich habe unterwegs überall angehalten wo es mir gefallen hat und verschiedene Maya Stätten besucht oder an wunderschönen Stränden in kleinen Hütten übernachtet. Die Route ist gut in drei Wochen zu machen und es bleibt ausreichend Zeit um die Tempelanlagen anzuschauen.