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Agonda / Palolem Patnem Beach

Ich mag die Strände im Süden Goas sehr: Agonda, Palolem und Patnem Beach. Sie sind naturbelassen, sauber und nicht überlaufen. Wenn man sich ein Motorbike (200 Rs) mietet, kann man jeden Tag zu einem anderen Strand fahren, sie sind nicht weit auseinander. Vom Wasser her finde ich den Agonda Beach am Schönsten. Das Wasser ist sauber und die Wellen sind einfach perfekt (überhaupt zählt der Agonda für mich zu den schönsten Stränden an denen ich jemals war, für ich mich ist er einfach nur perfekt) . Der Patnem ist viel ruhiger und flach abfallender. Am Palolem ist am meisten los. Hier gibt es viele Restaurants und die Tische werden abends direkt im Sand aufgebaut, so das man während des Abendessens direkt am Meer sitzt. Auch der Ortskern in Palolem ist größer und hat viele Geschäfte für Souvenirs und Bekleidung. Agonda ist eher beschaulicher und in Patnem gibt es fast nichts.

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oben: alles Agonda Beach

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oben: Palolem Beach

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oben: Patnem Beach

 

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Der ayurvedische Arzt macht eine kostenlose Puls- und Antlitzdiagnose und verkauft dann passend zur Diagnose die Medizin
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Agonda Beach

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Agonda Beach

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Von England über Schweden nach St. Petersburg

2015 bin ich von Amsterdam nach Southampton geflogen und über Salisbury mit dem Bus nach Stonehenge gefahren. Von dort ging es nach London weiter. Nach einem kurzen Stop in London flog ich nach Stockholm um Einzuschiffen. Das Schiff fuhr von Stockholm über Tallinn und Helsinki nach St. Petersburg.

Amsterdam

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Southampton

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Salisbury

 

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Stonehenge

 

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Stockholm

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Schweden Fjorde

 

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Tallinn

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Helsinki

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St. Petersburg

 

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TAIWAN

Ob Taiwan nun zur Volksrepublik China oder zur Republik China gehört, ist bis heute nicht geklärt. Argumente gibt es auch für ein bereits souveränes, unabhängiges Taiwan oder es kam auch nach Verzicht Japans der Anspruch der Vereinigten Staaten, das Taiwan eigentlich unter der Gerichtsbarkeit der USA stehen könnte. Verfahren laufen bereits seit vielen Jahren. 2008 wurden Klagen in den USA abgewiesen mit der Begründung, das dies ausschließlich ein politisch zu lösendes Problem sei. Seit 2010 ist Taiwan mit den Vereinigten Staaten im Rüstungsgeschäft, sehr zum Ärgernis der Volksrepublik China.

Taiwan ist landschaftlich wunderschön und hat sich doch niemals zu einem populären Reiseland entwickelt. Es gibt schöne Küsten, Berge zum Wandern, Seen, Flüsse und freundliche Einwohner. Mit Englisch kommt man meistens nicht wirklich weiter. Weil Taiwan nicht auf Touristen eingestellt ist, ist das Reisen nicht so einfach wie in touristisch geprägten Ländern. Leider konnte ich nicht länger als ein paar Tage oben im Norden bleiben, da ja meine Pläne von dem Philippinen Chaos durcheinander geraten waren. Was letztendlich dann auch nicht so tragisch war, weil ich dadurch wiederum dem Erdbeben entkommen bin. Ansonsten hätte ich noch sehr gerne die Mitte und den Süden angeschaut.

Es gibt die Möglichkeit mit Bussen zu reisen. Und da sind wir schon bei den ersten Schwierigkeiten: Die Busse sind nicht in Englisch ausgeschildert, am Ticketschalter kann niemand Englisch und es gibt allein in Taipeh 3 verschiedene Bus-Stationen, die man erstmal finden muss.

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Taxifahrer sprechen ebenfalls kein Englisch, Ausnahmen mag es geben, aber ich habe mehrere Taxen benutzt und niemand hat auch nur ein Wort Englisch verstanden. Die einzige Möglichkeit ist das vorherige Rauskopieren des Punktes wo man hin möchte, und das Ganze dann auf Chinesisch. Das bedeutet: zuerst den Ort oder Punkt finden wo man hin möchte auf einem englischen Plan und das Ganze dann bildlich abgleichen (nach dem Motto: könnte genauso aussehen) in Chinesisch. Dann als Bild im Smartphone speichern oder Drucken (möglichst außerhalb Taiwans). Da ich das Spiel schon in „Peking auf eigene Faust“ erlebt hatte, ahnte ich bereits was auf mich zukam und speicherte alles brav vorher ab. Was ich nicht bedachte war, das ich keine gültige Sim-Karte im Smartphone hatte und somit kein Netz, was wiederum bedeutete: kein Zoomen möglich. Haha ;-). Das wurde dann extrem schwierig, denn wie ich es schon in einigen anderen Ländern erlebt habe, fehlt einfach das Geld für eine Brille im Alter und somit konnten mir nur ganz wenige weiterhelfen, weil ich ja Tagsüber zur Arbeitszeit unterwegs war und sich auf den Straßen meist ältere Menschen oder ebenfalls Ortsfremde befanden. Es sind meistens alle Menschen sehr freundlich und bemüht weiterzuhelfen, nur ein paar Mal ist gleich vor meiner Fragestellung schon abgewunken worden. Ich denke, das es keine Unfreundlichkeit sein sollte, sondern das  die Einwohner Berührungsängste haben, weil sie einfach kein Englisch können. Wenn man genug Zeit hat, kann man aber prima mit Zügen und Bussen reisen. Das Wetter ändert sich hier eben so schnell wie auf den Philippinen; eben noch sonnig und warm und schon wirds windig und wolkig.

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In Taipeh gibt es ein wirklich einfach zu durchschauendes Metro-System.

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Es gibt eine Karte zum Aufladen oder man kann Coins ziehen, wenn man vorher die genaue Strecke eingibt am Automaten. In den Stationen sind dann überall Schranken; beim Reingehen gegenhalten und beim Rausgehen einfach einwerfen.

Die Stationen sind sehr sauber und man stellt sich brav vorher an den Türen bei der Linie in einer Reihe an, somit gibt es kein Gedränge.

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Anreise von Airport Taiwan Taoyuan International nach Taipeh City:

Entweder mit dem Taxi (ca. 35 Euro) oder mit dem Bus Nr. 1819. Im Airport beim Ausgang einfach den Bildern für Bus folgen :-). Das Ticket vorher am Schalter kaufen, sonst steht man umsonst in der Reihe, so wie ich, und kann wieder umkehren. Mein Bus war dann weg und ich musste auf den nächsten warten. Nachts um halb 2. Da ich wieder den günstigsten Flug gebucht hatte, war es schon so spät. Der Bus fährt ungefähr eine Stunde, man sollte vorher dem Fahrer sagen wo man raus möchte, da man die Stationen nicht erkennen kann.

Ansonsten kann man die Stadt gut zu Fuß in Kombination mit der Metro besichtigen.

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Einfach machbar ist ein Ausflug nach Tamsui mit der roten Linie der Metro. Einfach bis zum Ende nach Norden fahren, dann kommt man direkt am Tamsui River an. Leider hatte sich das Wetter von Sonne in Regen auf dem Weg gewandelt und ich konnte dort nicht viel machen. Aber es gibt dort eine schöne Uferpromenade und Möglichkeiten mit dem Boot zu fahren.

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Der Taipei 101 (101 Stockwerke) war mal der höchste Wolkenkratzer der Welt mit 508 Metern, bis er vom Burj Khalifa in Dubai mit 828 Metern abgelöst wurde. Ich habe versucht mit dem Lift (10 Euro) raufzufahren ), aber nach 30 Minuten Wartezeit war abzusehen das ich es nicht mehr bei Tageslicht raufschaffen würde.  Tipp: Für den Sonnenuntergang bereits um 16 Uhr anstellen.

 

Ausflug zur Nordküste Taiwans

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Ausflug zum Yehliu Geo-Park

Westlich von Keelung, an der Nordküste Taiwans, kann man den Yehliu Geo-Park besuchen (Bus 1815, fährt ca 1,5 Stunden). Hier gibt es ein Natur-Phänomen zu sehen: die Mushroom-Rocks (Pilzfelsen) und andere Felsformationen, die besonders kunstvoll geformt sind und von Erosionen und Naturgewalten hervorgebracht wurden.

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Außerhalb des Parks gibt es einen Markt mit verschiedenen Essens-Sachen:

Leider sah es nicht vegetarisch aus…

 

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Von Taiwan bin ich dann zurück nach Thailand geflogen, es gab sogar einen Direktflug von Taipeh nach Chiang Mai – dort wo ich dann einen Tag im Elefantencamp verbracht habe 🙂

 

 

Phnom Penh

Laut und staubig…

 

…und Dreh- und Angelpunkt für Weiterreisen.

Von hier kann man mit Bussen nach Laos, Vietnam und an die Küste Kambodschas, auch um nach Thailand weiterzureisen.

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Es gibt kleine Agencys, wo man Bustickets kaufen kann. Meistens ist ein Pickup vom Hotel inbegriffen. Zur Küste nach Sihanoukville ist mir ein Minibus empfohlen worden, weil er kürzer fährt und komfortabler ist und so buche ich diesen für 10 USD, Fahrtzeit 4 Stunden.

Am Besten bucht man sich in Phnom Penh ein Hotel welches nicht weit von der River Front, dem Central Market und dem Palast entfernt ist. Dann kann man das schon mal fussläufig alles erreichen und die mehrinvestierten Dollar für die Lage hat man schnell wieder drin, dadurch das man sich die Tuktuks spart, die hier meistens überteuert sind.

Viel zu sehen ausser noch ein paar Tempeln, den Killing Fields, einer Seidenproduktion und ähnlichen Dingen gibt es hier nicht. Wenn man 3 Tage einplant, kann man sicher sein, genug Zeit zu haben. Ein Sandpeeling ist auch immer inklusive bei den Fahrten, denn es staubt hier ganz fürchterlich. Mein Hotel hatte einen Pool und den habe ich auch ganz arg nach einem Tag Sightseeing gebraucht.

Ein Ausflug zu den Killing Fields und dem Prison 21 kostet 13 USD, man kann natürlich auch über das Hotel buchen und zahlt 20. Das Essen ist mit Aussicht auf den Tonle Sap verhältnismäßig günstig, ich habe Khmer Amok gegessen für 3,80 USD und ein Bier für 50 Cent dazu getrunken 🙂

 

Bei Besichtigung einer Tempelanlage wurde speziell nur für mich der kleine Tempelschrein aufgesperrt und eine buddhistische Segnung gemacht.

 

 

 

 

Seeing Hands…

…Massage von Blinden

Es gibt ein Projekt, welches blinde Menschen in Massage ausbildet. Da es hier keine staatlichen Möglichkeiten gibt, behinderte Menschen zu unterstützen und zu ernähren ist das eine großartige Idee Hilfe zur Selbsthilfe zu geben. Die Menschen wohnen und essen dort dann in der jeweiligen Massageeinrichtung und können einer Arbeit nachgehen. Was alles sonst nicht möglich wäre. Die Alternative ist entweder als Bettler auf der Strasse zu leben oder daheim in der Hütte zu sitzen und hoffen das die Familie einen mit durch bringt.

Die Öffnungszeiten sind von 7 bis 22 Uhr, also 15 Stunden, was mich zunächst verwundert. Bis ich dann verstanden habe, das hier nicht in Schichten gearbeitet wird, sondern die Menschen ja einfach gar nichts anderes zu tun haben, als darauf zu warten das in den 15 Stunden jemand den Weg her findet. Das Leben wird nicht unterteilt, wie bei uns in Essens-, Arbeits- und Freizeiten. Sondern alles wird miteinander integriert. Was man auch immer wieder bei anderen Arbeitern sehen kann: keine Unterteilung des Tages, sondern so leben wie es kommt. Deswegen sieht man immer wieder tagsüber Menschen schlafen. Überall. Auf Mauern, Matten, in Tuktuks, an Bäume gelehnt. Obwohl hier mehr und mit Sicherheit unter härteren Bedingungen gearbeitet wird, können sich die Menschen so ihre Gelassenheit bewahren und sind nicht dem Tages-Rythmus-Stress ausgesetzt wie in den westlichen Ländern.

Also, wie ist es nun, sich von einem Blinden massieren zu lassen mit dem man sich zudem nicht verständigen kann? Dem man nicht sagen kann wo es weh tut, welche Operationen man schon gehabt hat und wo er besser vorsichtig sein sollte? Man muss es gar nicht. Viele Jahre Massageerfahrung und die Sensibilität der Nichtsehenden machen es möglich das er jede kleinste Verspannung oder Unregelmäßigkeit im Körper spürt. Ich dachte immer mein rechres Bein hätte viele Schmerzzonen, von dem Unfall damals in Vietnam, aber mein linkes Bein hat lauter geheime Schmerzpunkte, bis jetzt noch unentdeckt. Ebenso meine Arme und Schultern. Findet er nur einen einzigen Punkt, der schmerzt, so wird der ausgiebig behandelt. Beide Körperseiten werden auch nicht nach einem Standardmuster gleich abgearbeitet, sondern individuell nach Bedarf. Er fühlt und tastet sich über den ganzen Körper.

Eine Stunde kostet 6 USD. Und so gehe ich auch den nächsten Tag wieder hin. Diesmal klettert er auf mich drauf und findet noch mehr Schmerzpunkte zum Behandeln. Ich könnte vermutlich locker einen Monat bleiben und es würden noch Punkte übrigsein.

Wirklich eine ganz wunderbare und intensive Erfahrung. Unbedingt empfehlenswert! Beeindruckend ist auch die Herausgabe des Wechselgeldes, für mich sehen die Dollar alle farblos gleich aus, der Blinde braucht sie nicht mal ansehen sondern fühlt die Unterschiede beim Dollar.

 

 

 

 

 

 

Für 65 Euro nach Kambodscha

Angekommen in Siem Reap

Den Flug von Bangkok kann man schon supergünstig bekommen, ich habe nur 65 Euro gezahlt. Von Jomtien zum Dong Mueng Airport habe ich nach zähen Verhandlungen einen Preis von nur 1300 Baht aushandeln können und das morgens um 5 Uhr. Wenn man in Siem Reap landet, sieht es zuerst aus als wenn das ganze Land unter Wasser steht. So weit das Auge reicht, Wasser. Überall. Und jetzt im Dezember ist Trockenzeit hier. Ich habe dann bei meiner Fahrt über Land gesehen das die Kambodschaner Wasser lieben. Nahezu jedes Haus ist auf Pfählen gebaut und hat davor eine eigene Wasserstelle in die erst der Büffel geht, dann die Enten, danach wird die Wäsche drin gewaschen und dann kommt die Körperpflege. Unterwegs habe ich ganz oft gesehen, das Kinder und Erwachsene einfach vom Rad absteigen, sich ausziehen und in irgendeinem Tümpel reinspringen. Man sieht überall welche Baden obwohl das Wasser sehr schlammig ausschaut und jetzt keineswegs sauber ist.

In Siem Reap habe ich mir ein Hotel genommen, welches einen kostenlosen Abholservice vom Airport anbietet. Das spart den nervenaufreibenden Empfang am Flughafen von hundert Tuktuk-Fahrern (und neuen Preisverhandlungen wo man sich noch gar nicht auskennt) und hat super funktioniert. Mein Fahrer hat schon mit meinem Namensschild auf mich gewartet. Das ist Hotel ist direkt in der Nähe vom Old Market. Das ist sehr empfehlenswert, weil hier die Nachtmärkte sind und die Pub Street und es wunderschön ist hier abends zu essen und zu laufen. Die Investition lohnt sich auf jeden Fall in ein Hotel was super gelegen ist, weil man sonst für jede Strecke extra zahlen muss und unter 2-3 USD machen die den Motor erst gar nicht an. Man kann sich aber auch für „only one Dollar“ ein Rad ausleihen, wenn man sich dazu nach 10 Stunden Tempel noch in der Lage fühlt.

Siem Reap ist ideal gelegen um die Tempelanlagen in Angkor zu besuchen. Es sind nur 7 km bis dorthin. (Tuktuk kostet 4 USD) Und es ist auch sonst echt schön hier. Es gibt wahnsinnig schöne und teure Hotelanlagen und Restaurants hier. Überhaupt scheint Essen hier ganz hoch im Kurzs zu stehen. Die Auswahl ist riesig und das Essen sieht super lecker aus.  Man kann sich wunderbar durch die Gassen treiben lassen. Die Preise sind einfach: es kostet nahezu alles 1 USD 🙂 An jeder Ecke möchte irgendjemand etwas für „only one Dollar“ verkaufen. An den ATM`s kommt schon gar nicht mehr die Landswährung raus, sondern gleich USD.

Zu kaufen gibt es hier nahzu alles, von kitschigen Angkor-Ölgemälden, Schlabberhosen, Holzschmuck, Taschen, Seidenschals (kriegt man übrigens am billigsten in den Tempelanlagen für nur einen Dollar), Hüten in jeder Form bis zu kunstvollen Bildhauerarbeiten. Es wechseln sich Restaurants, Bars und Massageläden der Reihe nach ab. Das Bier 50 Cent, der frozen Margeritha 1 USD, die Massagen sind teurer als in Thailand, eine Stunde 7 Dollar aufwärts. Abends verwandelt sich alles in eine riesige Partyzone mit Live Musik, gutem Essen und Backpacker Stimmung. Hier kann man es locker ein paar Tage aushalten und könnte die Zeit auch ohne die Tempel rumkriegen.

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Auf dem unteren Bild wieder die typischen Wasseransammlungen

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so sehen die Tuktuks hier aus 🙂

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Die Menschen hier sind sehr freundlich und auch der Verkehr läuft hier viel rücksichtsvoller als in Thailand. Der durchschnittliche Kambodschaner verdient ca. 100 USD im Monat wenn er denn einen Job hat und fleissig ist. Mit dem Wissen als Hintergrund fällt es auch nicht schwer noch beim dreihundertsten Tuktuk Angebot freundlich abzusagen. Denn es hängt das Überleben von der Aufdringlichkeit ab. Es gibt einfach zuviele Fahrer und deswegen hat nicht jeder jeden Tag einen Job, sondern geht auch mal komplett leer aus.

Am ersten Tag bin ich abends noch auf den Bakheng Hill gestiegen

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Abschied….

….von Jomtien

Nun ist der Monat in Jomtien schon vorbei. Das heißt Abschied nehmen, wieder einmal. Von lieb gewonnenen täglichen Ritualen wie meinem morgendlichen Collagen-Kaffee (jaaa sowas gibt es hier in Asien), dem Fitnessraum, dem Pool und den wunderbaren Massagen.DSC_0080

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Das erste was ich jeden morgen gesehen habe 🙂

Und von den Menschen hier. Erst gerade hat mir der Wachman eine ganze Tüte frischer Äpfel geschenkt. Meine Massagefrau konnte gar nicht glauben, das ich ab heute nicht mehr wiederkommen werde. Mein Essensstand auch nicht. Mein Obststand. Der Pfannenkuchenmann. Alle diejenigen, die mir jeden Tag ein Lächeln geschenkt haben. Die Kokosnussfrau. Egal ob ich nun etwas gekauft habe oder nicht. Freundlich grüßen mich viele hier nach nun 4 Wochen. Man kennt sich hier in der Soi 5 in Jomtien.

Ich lasse nicht nur mein Herz hier, sondern auch einige Kilos 🙂 Da ich alle fast Strecken tapfer zu Fuss zurückgelegt habe, sind am Tag immer zwischen 4 und 10 Kilometer zusammengekommen. Und nicht nur die Kilos, sondern auch meine Haare bleiben hier. Nach vielen Jahren konnte ich mich von meinen hüftlangen Haaren endlich trennen 🙂

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Schnipp schnapp, da waren sie fast alle ab 😉

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Neu 🙂

 

 

 

 

 

 

 

 

Abschied nehmen heißt Zeit für etwas Neues.

Die nächsten Wochen könnt ihr mich nach Kambodscha begleiten. Ich freue mich auf Angkor Wat, Phnom Penh, Sihanoukville und die vorgelagerten Inseln.

Abschied

Aaaaber: Jomtien, ich komme wieder! Versprochen.

 

Ach ja, und Mr. Bean läßt auch noch grüßen 🙂

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Koh Chang

Östlich in Thailand nahe der Grenze zu Kambodscha

Koh Chang ist die drittgrößte Insel Thailands und hat wundervolle Strände und ein dichtbewachsenes Inselinnere.

Nahe an der Grenze zu Kambodscha gelegen, würde es sich von hier aus anbieten über Koh Kood nach Kambodscha auf dem Seeweg einzureisen. Geht aber nicht. Leider. Man muss den ganzen Weg zurück nach Trat und von dort auf dem Landweg einreisen. Es gibt Unternehmen, die sich darauf spezialisiert haben und man muss darauf achten, das die Gebühren alle mit drin sind, da gibt es die abenteuerlichsten Versionen der Grenzübertritte. Ich hätte gerne den Seeweg genommen aber da dies ausgeschlossen ist, habe ich mich frühzeitig für einen Flug von Bangkok nach Siam Reap entschlossen um das Prozedere in Trat zu umgehen.

Nach Koh Chang kommt man entweder von Trat (Airport) oder auch mit dem Bus von Bangkok, Pattaya oder Jomtien.

Meine Reise mit dem Minibus kostete 1300 Baht (hin und zurück) und sollte 3,5 Stunden dauern. Tatsächliche Reisedauer war unglaubliche 6,5 Stunden. Auf beiden Strecken. Also kein Versehen und auch kein Zufall. Die Angaben stimmen einfach nicht. Der Bus war sehr komfortabel und es gab zwei kurze Pausen, aber 6,5 Stunden bleiben eben auch 6,5 Stunden. Die Hinfahrt war ganz ok, aber auf der Rückfahrt war ein asiatischer Kamikazefahrer am Steuer, der mich nochmal über weitere Fahrten nachdenken ließ. Es ist bestimmt nicht schlecht, die Busfahrten auf ein Minimum zu begrenzen. Es passieren täglich tödliche Unfälle, über die hier nicht berichtet und auch nicht gesprochen wird, weil das einfach zur Tagesordnung gehört. Die Toten werden einfach von der Straße gekratzt und in Fahrzeuge gelegt und weggeschafft. 20 Minuten später ist nichts mehr zu sehen. Ambulanzen gibt es so gut wie gar nicht, und wenn dann nur gegen direkte Vorauskasse. Ich weiß das aus erster Hand, denn eine Bekannte von mir war mit ihrer Familie unterwegs und der Sohn ging beim Bus vorne durch die Scheibe weil der Fahrer vorne auf dem Boden nach seinem Handy suchte. Der Arm wurde fast abgetrennt und nur weil sie Ärztin ist konnte sie ihrem Sohn das Leben retten.

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Koh Chang bedeutet „Elefanteninsel“ weil die Form angeblich wie eine Elefantenfamilie aussieht. Tatsächlich leben aber auch hier Elefanten. Ehemalige Arbeitstiere, die nun hier ihren Ruhestand haben und von Touristen täglich gebadet, gefüttert und geritten werden. Der Ausflug kostet mit Baden 1200 Baht. Man kann auf Koh Chang auch Dschungel Trekking machen und es gibt Seilrutschen (von denen man hoffen muss, das die Enden jeweils auch sicher angebracht sind). Sehr gut lässt sich die Insel auch mit dem Motorbike erkunden und man hält einfach an einem der wunderschönen Strände an.

Ich war am White Sand Beach, welcher wohl der größte bzw. längste der Insel ist. Es verkehren zu anderen Stränden die blauen Songtaews. Es gibt traumhaft schöne  Hotels direkt am Strand, kleine Häuser mit Panorama Fenstern, wo man direkt vom Bett auf das Meer schauen kann. Kosten 120 USD aufwärts pro Nacht. Ich habe in einer der billigsten Unterkünfte übernachtet: 14 Euro pro Nacht in der Island Lodge. Nicht direkt am Strand, sondern in eine Seitenstraße (hier sind übrigens noch mehr von den kleinen billigen Gästehäusern, deren Zimmer man sich vor der Buchung lieber genau anschauen sollte)  den Berg rauf und ab in den Dschungel. Ganz wunderschön gelegen und man hat tolle Dschungelmusik die ganze Nacht. Es sind kleine einfach ausgestattete Hüttchen, für 2 Nächte geht’s. Bis auf ein paar Geckos im Zimmer und jede Menge (damit meine ich auch jede Menge) Ameisen, in meinen Haaren, auf der Zahnbürste, in den Klamotten, einfach überall, waren sonst keine Mitbewohner in der Hütte. Besonders nachts kamen sie in Scharen hervor, aus allen Fugen und Ritzen. Die Wände rauf und runter….Leider gab es genau an diesen Tagen wo ich da war kein Frühstück. Kein Kaffee, keine Getränke, nichts. Naja vielleicht auch gut so 😉

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Der White Sand Beach ist wunderbar zum Sonnenbaden (Liegen für 40 Baht, ab 15 Uhr komplett umsonst) und auch zum Schwimmen geeignet. Das Wasser ist total klar und sauber und fantastisch warm. Vom Wasser aus hat man einen tollen Blick auf die grüne Insel und die kleinen bunten Hotels.

Abends wird der Strand umgebaut und man kann ganz romantisch direkt am Wasser essen. Es gibt dann auch viele Sitzkissen und Chill-out Ecken. An der Küstenstraße werden jeden Abend Stände aufgebaut mit allem was die Thailändische Küche so hergibt, lecker zubereitet und sehr günstig. Ich habe frisch zubereitetes  vegetarisches Pad Thai für 50 Baht gegessen. Dazu noch einen frischen Melonenshake für 20 Baht und als Nachtisch einen Bananen Pancake, hmm lecker, dafür brauch ich nicht ins Restaurant 🙂

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FLOATING MARKET

Heute habe ich einen Floating Market besucht.

Natürlich existiert dieser heute nicht mehr als eigentlicher Markt für die Landbevölkerung, aber man bekommt ein Bild davon wie es noch vor einigen Jahren gewesen ist.

Die Kanäle (Khlongs) dienten als Transportwege, um Obst und Gemüse der Landbauern in die Stadt zu befördern. Es gab noch kein gut ausgebautes Strassennetz und wenn, dann fehlten die Transportmittel. So war es einfacher, die Waren über das Wasser zu transportieren.

Auf so einem schwimmenen Markt gab es dann so ziemlich alles zu kaufen oder tauschen. Erstaunlich ist wie in diesen kleinen Booten auch ganze Garküchen drin stecken. So werden nicht nur die Rohprodukte aus dem Boot herausverkauft, sondern auch ganze Gerichte und Frittiertes.

Es werden von hier Touren angeboten für 1200 Baht. Diese wollte ich aber auf keinen Fall machen, weil ich es nicht mag in einer Horde im Gedränge hinterherzutrotten. Also erkläre ich euch, wie es billiger und einfach auch geht: Von Jomtien einfach ein Motorrad Taxi nehmen, der Markt heißt auf Thai Talal Nam. Der Transport kostet 70 Baht. Dann muss man nur die aufdringlichen Verkäufer am Eingang abwehren, die einem dann noch eine schöne Bootsfahrt durch die Kanäle ganz exklusiv für 800 Baht aufschwatzen wollen. Der Markt ist schön zum durchschlendern und man kann gut essen (auch frittierte Skorpione). Als Zeit so 2 Stunden einplanen, dann hat man alles gesehen und auch die Musikbeschallung wiederholt sich…

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Ko Larn

Nach Ko Larn kommt man mit dem Boot in ca. 40 Minuten vom Bali Hai Pier.

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Bali Hai Pier

Der bedindet sich am Anfang der Walking Street. Also der berühmten Strasse, wo man alles finden wird, was Mann sich in seinen Fantasien so vorstellt.

Männer-Waschstrassen

Wer glaubt schon das es Männer-Waschstrassen gibt? Es gibt sie. Hier. Mann geht also rein und hinter der Scheibe sitzen die Girls mit Nummern. Hier kann man sich dann seine Waschnummer aussuchen und wird dann ein Stück weiter „gewaschen“. Das heißt unter vollem Körpereinsatz des Mädchens welches sich mit viel Schaum und Wasser auf dem Mann ohne Bekleidung rumwälzt…Ja, habe ich vorher auch nicht geglaubt, ist aber so. Es gbit noch viele weitere interessante Locations. Draußen sind immer Bilder oder Screens wo man dann sehen kann wie es ungefähr abläuft, so wie auf dem Rummel die Bilder der Geisterbahn von innen gezeigt werden. Außerdem laufen hier so einige ganz schrille Typen rum und es ist Mittag, d.h. alles schläft hier sonst noch, selbst die Restaurants und Bars haben zum größten Teil komplett geschlossen. Aufwachen bei Beginn der Dunkeltheit. Nur möchte ich nicht bei Dunkelheit wiederkommen und beschließe genug gesehen zu haben.

Das Geheimnis der blauen Songtaews habe ich heute auch gelöst

Es ist ziemlich einfach: im Prinzip gilt Nord-Süd und andersrum aber so wirklich weiß niemand wo er tatsächlich ankommt. Ich habe mehrere Fahrten gemacht und mehrere Leute gefragt, keiner konnte mir sagen wo er aussteigt. Man kann es sich nur wünschen dort anzukommen wo man auch hin will. Garantieren kann es niemand. Dem Fahrer fällt mittendrin auch manchmal was anderes ein. Um zum Busbahnhof zu kommen und einen Bus zum Airport zu erwischen, muss ich noch etwas üben oder ich nehm lieber ein Motorrad-Taxi oder fahre einen Tag eher, noch ist ja etwas Zeit bis zum Aufbruch nach Kambodscha. Also die blauen Songtaews fahren nun vom Süden Jomtien die Beachroad hoch nach Pattaya, machen rechts die Kurve und kommen dann bei der Second Road oben in Pattaya raus, wo man aussteigen kann und den Rest zu Walking Street oder zum Bali Hai Pier laufen kann oder umsteigen muss in ein anderes wenn man weiter nach Naklua in den Norden möchte. Zurück geht es ähnlich: Am Delphinkreisel aufspringen und bis nach der Walking Street mitfahren, da wo die große Kreuzung ist dann auf der richtigen Seite eins ohne weißen Sreifen Richtung Jomtien erwischen. Man muß einfach nur kurz winken, dann halten sie. Und vorher alles gut verstaut haben bevor man hinten aufspringt. Manchmal fahren sie schon an wenn man erst halb drauf ist (je nach Verkehrsdichte) und man braucht freie Hände um sich an den Stangen hochzuziehen und festzuhalten. Dafür ist es günstig 🙂 10 Baht pro Strecke. Einfach beim Aussteigen dem Fahrer vorne geben. Zum Vergleich: Wenn man ein Motorrad-Taxi nimmt, kostet es mindestens 100 Baht. Teuer kann jeder. Der Reiz liegt darin, herauszufinden wie es günstig geht.

Ko Larn hat wunderschön klares Wasser und man ist für 30 Baht schnell drüben. Das Ticket unbedingt direkt auf dem Boot kaufen, nicht vorher bei einem der zahlreichen Schlepper. Ich setze dann immer mein gelangweiltes Gesicht auf, als wenn ich schon jahrelang hier fahre und genau Bescheid weiß, tatsächlich funktioniert das immer und nie spricht mich jemand an und will mir etwas verkaufen. Wer Lärm mag und da sein mag wo richtig was los ist, der ist auf Ko Larn richtig. Ich fand es ganz entsetzlich und habe das nächste Boot zurückgenommen ohne auch nur einmal im Wasser gewesen zu sein. Mich hat dieses Riesenspektakel mit hunderten von Speedbooten, Jetskis, Musik und tausend Leuten sehr abgeschreckt. Aber man weiß es nicht vorher und da ich ja auch schon einige von den schönsten Stränden der Welt gesehen habe, bin ich nicht so leicht zu begeistern. Das mag eben für andere wieder ganz anders aussehen und man kann sich auf Ko Larn mit Motorrad-Taxis zu weiteren Stränden bringen lassen und auch das schöne begrünte Inselinnere anschauen.

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Seafood… es soll Menschen geben, die diese an der Luft getrockneten und durchaus geruchsintensiven Tintenfische sogar essen…
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was da alles so rumschwimmt wäre auch lieber im Meer geblieben…