Archiv der Kategorie: Indien

Agonda / Palolem Patnem Beach

Ich mag die Strände im Süden Goas sehr: Agonda, Palolem und Patnem Beach. Sie sind naturbelassen, sauber und nicht überlaufen. Wenn man sich ein Motorbike (200 Rs) mietet, kann man jeden Tag zu einem anderen Strand fahren, sie sind nicht weit auseinander. Vom Wasser her finde ich den Agonda Beach am Schönsten. Das Wasser ist sauber und die Wellen sind einfach perfekt (überhaupt zählt der Agonda für mich zu den schönsten Stränden an denen ich jemals war, für ich mich ist er einfach nur perfekt) . Der Patnem ist viel ruhiger und flach abfallender. Am Palolem ist am meisten los. Hier gibt es viele Restaurants und die Tische werden abends direkt im Sand aufgebaut, so das man während des Abendessens direkt am Meer sitzt. Auch der Ortskern in Palolem ist größer und hat viele Geschäfte für Souvenirs und Bekleidung. Agonda ist eher beschaulicher und in Patnem gibt es fast nichts.

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oben: alles Agonda Beach

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oben: Palolem Beach

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oben: Patnem Beach

 

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Der ayurvedische Arzt macht eine kostenlose Puls- und Antlitzdiagnose und verkauft dann passend zur Diagnose die Medizin
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Agonda Beach

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Agonda Beach

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Mit dem Zug durch Nordindien

Von Rishikesh nach Rajasthan

 

Karte Rajasthan

Man kann Indien ganz wunderbar und einfach mit dem Zug bereisen. Auf dem Portal cleartrip.com  kann man auch als Ausländer Züge für Indien buchen. Ich empfehle die Zugfahrkarten weit im voraus zu buchen, da man dann noch eine bessere Klasse erwischen kann. Indische Züge sind sehr günstig und stark frequentiert. Tickets am Bahnhof kaufen ist für Ausländer meistens gar nicht oder nur unter sehr erschwerten Bedingungen möglich. Man muss sich dann an eine Agency vor Ort wenden, um die Tickets besorgen zu lassen und das kostet natürlich Aufpreis. Oft wollen diese auch noch teure Taxifahrten verkaufen mit der Begründung das allle Zugtickets ausverkauft sind. Eine selbstorganisierte Reise durch Rajasthan ist natürlich um ein Vielfaches günstiger als eine organisierte Gruppenreise. Und es ist wirklich ganz einfach. Wenn man sich an die üblichen Touristenrouten hält, kann kaum etwas schief gehen.

Meine Tour führte mich von Delhi mit dem Zug nach Haridwar. Dort habe ich einen Zwischenstop eingelegt, habe die Göttin der Wünsche, die Mansa Devi besucht und was soll ich sagen, mein Wunsch ist tatsächlich in Erfüllung gegangen :-). Von dort bin ich mit dem Bus nach Rishikesh weitergefahren und habe im Ashram übernachtet. Mir hat Rishikesh sehr gut gefallen. Es ist wunderschön an den Ausläufern des Himalaya gelegen. Man kann mit dem Jeep ins Gebirge fahren oder Rafting auf dem Ganges machen, der hier noch super sauber ist. In Rishikesh gibt es alles was man sich unter Indien so vorstellt….Dachterrassen mit Chillout Ecken, jede Menge Affen, die das Essen aus der Hand stehlen, indische Musik in den Gassen, Märkte mit bunten Stoffen und Yak Wolle aus den Bergen, Leprakranke, Sadhus, Gurus, Ayurveda Hotels, Zeremonien zum Mitmachen am Ganges, Yoga Ashrams, Meditationskurse und viele Menschen, die nach Erleuchtung oder überhaupt irgendeinem Sinn suchen. Eine bunte kleine Stadt direkt am Fluss voll mit unterschiedlichen Dingen, so das man sich locker eine Woche hier aufhalten kann ohne sich zu langweilen.

Ich hatte dort eine Begegnung mit einer weißen Frau, die in weiße Gewänder gehüllt war und mir direkt viele Dinge aus meinem Leben erzählt hat, die sie gar nicht wissen konnte. Sie setzte sich im Ashram neben mich auf die Bank und tat irgendwas, ich glaube sie fühlte meine Aura, schloss ihre Augen und fing an zu erzählen. Tja, und es stimmt auch so ziemlich alles. Sie wollte übrigens kein Geld von mir. Sie hat mir dann erzählt, das sie in Südafrika lebt und alle 5 Jahre nach Rishikesh kommt um mit ihrem Guru in den Bergen für ein Jahr zu leben und sich ausschließlich von Pflanzen zu ernähren. Eine interessante Begegnung.

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Von Rishikesh fuhr ich mit dem Zug nach Agra. Natürlich um das Taj Mahal zu sehen. Ein Besuch lohnt sich wirklich und man sollte früh da sein. Am Eingang sind Sicherheitskontrollen, dadurch muss man lange anstehen. Sehenswert ist ebenfalls das Rote Fort, in welchem der Erbauer des Taj Mahal seine letzten Lebensjahre eingesperrt verbrachte, nachdem er von seinem eigenen Sohn vom Thron gestürzt wurde.

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Von Agra ging es weiter nach Jaipur. Sehenswert ist auf jeden Fall das Jantar Mantar (um 1720 erbaut). Hier kann man unter anderem eine 27 Meter hohe Sonnenuhr sehen, die die Zeit bis zu  2 Sekunden genau anzeigt, dann Bauwerke zur Voraussagung und Beobachtung von Planetenbahnen. Und natürlich ist der berühmte Palast der Winde, der Hawa Mahal ebenfalls einen Besuch wert. Er wurde im 18. Jahrhundert erbaut und hat hunderte in die Fassade eingebaute kleine Fenster, von denen die Haremsfrauen damals das Treiben in der Stadt beobachten konnten, ohne selber gesehen zu werden. Jaipur ist die Hauptstadt von Rajasthan und ca. drei Millionen Einwohner. Nicht verpassen sollte man auch einen Besuch des Jaigarth Forts und des Nahaghar Forts.

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Von Jaipur kommt man relativ schnell nach Ajmer und von dort mit dem Bus nach Pushkar, die Stadt ist direkt am See gelegen, im Vorland der Wüste Thar. Landschaftlich wunderschön und unbedingt eine Reise wert. Am Ufer des Sees (der Legende nach verlor Brahma hier eine Lotusblüte und daraus ist der See entstanden), ist im 14. Jahrhundert ein großer Brahma Tempel entstanden. Angeblich der bedeutendste in ganz Indien. Gegen kleines Geld kann man sich innen und außen rumführen und alles erklären lassen .Es gibt mehrere hundert weitere Tempel in und um Pushkar. Im November findet hier der weltgrößte Kamelmarkt statt, der hunderttausend Besucher anzieht. Hierfür werden spezielle Zeltstädte errichtet.

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Von Jaipur geht es weiter nach Jodhpur, der blauen Stadt. Ursprünglich kennzeichnete die Farbe Blau die Zugehörigkeit zur Kaste der Brahmanen. Sehenswert ist hier unbedingt die Mehrangar Festung, eines der größten Forts in Indien. Hier sollte man 5 Stunden Zeit auf jeden Fall für einplanen.

Von Jodphur bietet sich die Weiterfahrt nach Udaipur an, dem Ort am Pichola See, der durch mehrere Filme bekannt geworden ist (Octopussy, Der Tiger von Eschnapur, Das indische Grabmal). Auf den Dachterrassen werden jeden Abend verschiedene Filme auf großen Leinwänden gezeigt. Der Stadt Palast mit angrenzendem Museum ist wirklich sehenswert. Hier braucht man auf jeden Fall einen ganzen Nachmittag. Manchmal ist es auch in einer Tour mit inbegriffen, wenn man eine Bootstour bucht. Der Lake Palace auf der kleinen Insel ist jedoch nur für Hotelgäste zugänglich (Zimmer ab 300 Euro).

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Lake Pichola

 

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Lake Palace Luxus Hotel

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Hampi

Hampi, ehemals die Hauptstadt des Königsreiches Vijayanagar, liegt am Fluss Tungabhadra und etwa 6 Stunden von Goa entfernt im Landesinneren. Hier kann man sich gut 2-3 Tage aufhalten und wirklich schöne Touren in die Umgebung machen. Es gibt zahlreiche gut erhaltene Tempel, die man in 1-2 Tagestouren mit einem Fahrer erkunden kann (Tagespreis ca. 1200 Rs)

Vor vier Jahren war ich das erste Mal in Hampi und ich war ganz entsetzt, was ich diesmal nun vorfand. Der halbe Ort ist abgerissen worden, Hotels, Restaurants, Geschäfte, Wohnhäuser. Zurückgeblieben ist nur noch ein winzig kleiner Ortskern neben dem Haupttempel. Wenige, nicht gute Hotels und um acht Uhr abends heißt es „Licht aus“. Es heißt die Auflagen der Unesco hätten gefordert, das der Ortskern wieder in den Ursprung zurückgesetzt wird. Die Menschen mussten ihre Häuser verlassen und alles wurde abgerissen. Es gibt auch das Mango Tree Restaurant (beliebter Backpacker Treff) nicht mehr, wo man auf den abfallenden Terrassen unter dem riesigen Mangobaum sitzen konnte und den wunderbaren Ausblick auf den Fluss genießen konnte.

Dafür ist das Zentrum in Hampi Island etwas gewachsen. Man kann sich mit der kleinen Motorfähre für 10 Rupien rüberfahren lassen. Vom Busbahnhof ist es nicht weit zum Ufer, das Stück kann man gut zu Fuss gehen. Übrigens kostet eine Fahrt von Hospet nach Hampi zwischen 200 und 300 Rupien. Aber es fahren auch Busse direkt vom Bahnhof Hospet, ich glaube wir haben 8 Rupien gezahlt.

In Hampi Island gibt es viele schöne Hotels und Restaurants. Die Hängematten zwischen den Bäumen, die Chillout Ecken in den Restaurants und die kleinen Hütten lassen das Backpackerfeeling von früher aufkommen.
Für 200 Rupien kann man sich völlig problemlos ein Motorbike ausleihen. Ein Pass muss nicht hinterlegt werden. Das ist in Indien viel einfacher als in Thailand oder den Philippinen. Mit dem Motorbike kann man übers Land fahren, kleine Dörfer besuchen, an den Fluss zum Baden fahren oder zum großen See.

Anreise: mit dem Zug oder dem Bus von Goa in ca. 6 Stunden

Abreise: mit dem Zug nach Bangalore, von dort ist ein Weiterflug nach Südindien sehr günstig (20-30 Euro)

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Der Virupaksha Tempel im Zentrum

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Die kleine Motorfähre verkehrt zwischen beiden Ufern

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Der Tempelelefant wird jeden Morgen gebadet

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…auf dem Weg zurück zum Haupttempel

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Fahrt übers Land zum See

 

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On the road again…

 

 

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Über Wasserfälle und Steine zum Schwimmen

 

 

Krokodile? Wir haben keine  gesehen.

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