Archiv der Kategorie: Über mich

Abschied – Das war’s……..

………für den Moment 🙂

99,6 % meines Datenvolumens für den Blog sind nun aufgebraucht. Das bedeutet ein Weiterschreiben ist hier nicht mehr möglich.

Aber es wird ein Buch geben 🙂

Ich hoffe, ich konnte euch ein wenig für die vielen schönen Dinge auf der Welt begeistern, euch ein wenig mitnehmen auf meine Reisen und Neugier und Abenteuerlust wecken.

Vielen Dank an meine Unterstützer und an diejenigen, die mich immer wieder motiviert haben, weiter zu schreiben, weiter zu reisen, mir Mut gemacht haben mich aus den merkwürdigsten Situationen wieder zu befreien und aus dem entferntesten und dichtesten Dschungel wieder rauszukriechen 🙂

Ich teile meine Geschichte mit der Öffentlichkeit, um damit Menschen Mut zu machen über ihre Grenzen zu gehen. Ich möchte meine Zuversicht, meine Dankbarkeit über jeden Tag und meine Begeisterungsfähigkeit   weitergeben; ihr alle da draußen könnt das auch, könnt über euch hinauswachsen, die Schicksalsschläge wegblinzeln und wieder aufstehen; das Leben ist kurz und die Zeit begrenzt. Nutze sie. Solltest du mich eines Tages kennenlernen, wirst du sehen, meine Begeisterung ist ansteckend und mitreißend; noch immer ist nichts zu weit, nichts zu hoch und nichts unerreichbar. 

Meine Geschichte ist ungewöhnlich und nichts darin war je geplant; ich habe das Leben so genommen wie es kam und jeden Tag einfach nur gelebt, voller Spaß und Freude, daraus entwickelt haben sich unglaubliche Reisen und Geschichten. Durch einen harten Schicksalsschlag habe ich meinem Leben eine neue Richtung gegeben, mit Kraft, Mut und Menschen, die an mich geglaubt haben.

(hier kannst du meine Geschichte nachlesen)

 

fullsizeoutput_a89

Ich habe nie aufgegeben und hoffe andere Menschen motivieren zu können, ebenfalls an ihre Grenzen und darüber hinaus zu gehen, um Unglaubliches erleben und sehen zu dürfen. Um das Leben zu spüren, mit all seinen Facetten.

Würde ich im Lotto gewinnen, so würde ich eine Stiftung gründen, für all jene Menschen, die das aus eigener Kraft nicht schaffen können, damit auch sie die Freiheit des Lebens und Reisens spüren könnten und erkennen, daß das ganze Leben ein Abenteuer ist. Das ganz eigene persönliche Abenteuer, das jeder Mensch für sich selbst gestaltet.

Diesen Blog habe ich vor Jahren angefangen, damit mir nahestehende Menschen sehen können, wo auf der Welt ich mich befinde, heute blicke ich zurück auf unendlich viele Erinnerungen, die für mich sind, die meine eigenen sind und somit habe ich etwas Unvergängliches geschaffen. Und wenn ich es schaffe, nur einen einzigen Menschen vom Sofa zu holen, zu motivieren, nicht aufzugeben und ebenfalls über sich hinauszuwachsen, dann bin ich zufrieden, dann hat es sich gelohnt, all das mit der Öffentlichkeit zu teilen.

fullsizeoutput_a95

2020 werde ich wieder neu aufbrechen. Wohin? Nun, ich weiß es noch nicht. Mir fehlen noch so einige Ecken auf der Welt und ich habe schon wieder tausend neue Ideen 🙂 Vielleicht finde ich auch je(Mann)den, mit dem ich zusammen reisen möchte, denn das Alleinreisen bin ich sooo müde geworden. Auf dem Seeweg, auf dem Landweg, egal, es gibt noch so viel zu entdecken.

UPDATE: Es wird auf dem Seeweg für mich weitergehen :-)) Nachdem ich nun alle notwendigen Bootsscheine erworben habe, versuche ich meinen Traum der Weltumsegelung zu verwirklichen.

fullsizeoutput_a71

Lebe frei!

 Nicky

Wo keiner drüber redet…

UPDATE Dezember 2018

Und für diejenigen die mich heute, morgen und übermorgen fragen, ob ich „wieder ganz hergestellt“ sei: NEIN. Bin ich nicht. Ich bin ein MÄNGELEXEMPLAR. Und ich finde das ganz ok so. Denn jeder Mangel erinnert mich an diese besondere Zeit in meinem Leben. Das macht MICH aus. Ich mag mich genauso wie ich bin. Nach dem, was mir passiert ist, kann man nie wieder wie neu werden. Ich hätte mein Leben verschenkt, wäre ich nicht erkrankt. Erst danach habe ich wirklich begriffen, gesehen und gelebt. Und mein Leben ist grandios; es ist ein einziges Abenteuer. Ich mache JEDEN einzelnen Tag zu einem Unvergessenen und stecke voller Energie und Begeisterungsfähigkeit 🙂

Und ich lasse diejenigen gerne nach wie vor an meinen gruseligen Geschichten, wie gemetzelt mein Bein „heute immer noch“ aussieht, teilhaben, solltet ihr mich danach fragen und da drauf reduzieren *lach* Da bin ich super drin 🙂

fullsizeoutput_a6d

Das Leben findet statt. Jeden Tag. Hier und jetzt und nicht irgendwann. Was die Zukunft bringt wissen wir nicht, Geschehenes können wir nicht rückgängig machen.

Als ich vor einigen Jahren nach schwerer Krankheit aufbrach, tat ich es nicht um am Strand zu liegen oder mit der Absicht mal einen coolen Urlaub zu machen. Ich tat es um mein Leben zu retten. Nach einer schweren Enzephalitis mit Hirnblutungen, blieben Lähmungen in Arm und Bein zurück. Die Krankheit nahm mir ebenfalls einen Teil des Augenlichts. Ich kämpfte unglaubliche 2 Jahre um wieder laufen und leben zu können. Ich war lange Zeit ein Pflegefall. Bewegungsunfähig verbrachte ich viel Zeit mit mir selber. Glaube mir, ich weiß was es heißt im Leben nicht mehr zu leben. Nach Aufenthalten in zwei neurologischen Kliniken und Medikamenten, die mich fast umbrachten, wusste ich, dass es so nicht weitergehen kann. Ich spürte ganz genau das etwas nicht stimmt und so beschloss ich etwas dagegen zu tun. Ich packte meinen Rucksack, ließ alles hinter mir, einschließlich aller Tabletten und ging 3 Monate nach Indien. Ich erlernte dort eine der ältesten buddhistischen Meditationsformen; diese Erfahrung veränderte mein Leben. Viele Dinge konnte ich noch nicht oder nicht richtig. Ich lernte Nachsicht zu haben. Mit mir selber.

Und ich traf einen Mann auf den Andamanen der sich nur mühsam auf Krücken fortbewegen konnte. Ein Backpacker. So wie ich. Jeden Tag ging er mühsam mit seinen Krücken an meinem Bungalow vorbei und legte sich mit seinen schmerzenden Knochen ins Meer. Stundenlang. Bewundernswert. Unglaublich. Wieviel Kraft und Mut gehört dazu so eine Reise alleine zu machen, dachte ich.

Dieses Bild ließ mich nie wieder los und gab mir unglaublich viel Kraft als ich 2013 schwer mit dem Motorrad im Dschungel offroad verunglückte. Als ich ausgeflogen werden musste und nach mehreren Operationen verkaufte ich als erstes meinen Rucksack und meine Kamera. Ich saß 3 Monate im Rollstuhl und durfte 8 Monate nur liegend verbringen, wobei das einzige Highlight das Dachfenster von gegenüber war, wenn es sich öffnete und schloß. Ich ging lange auf Krücken. Mein rechtes Bein war in der Maschine hängengebliegen und es war so ziemlich alles an Struktur, Gelenken und Knochen zerstört was in so einem Bein ist. Wie sollte ich da jemals wieder reisen können? Mit Rucksack. Alleine.

P1020181So dachte ich. Bis ich immer wieder das Bild von dem Mann auf den Andamanen vor Augen hatte. Ich dachte mir: Das kannst du auch. Selbst mit dem Gehstock, der mich noch einige Monate begleitete, würde ich es über irgendeinen Strand in irgendein Meer schaffen. Das geht. Also beschloss ich auch diesmal, nach einer erfolglosen Reha als gehunfähig entlassen, einfach das zu tun was in mir war: Reisen. Ich flog diesmal nach Bali um gesund zu werden.

Und was soll ich sagen? Ich kann heute wieder laufen, und nein, es ist kein Wunder, sondern es war harte Arbeit! Und Reisen. Natürlich geht einiges nicht mehr was ich noch gern getan hätte, so wollte ich zum Beispiel immer ins Basislager des Everest. Aber ich orientiere mich an dem, was geht. Ich habe mir eine kleine Maschine gebucht und bin am Gipfel des Everest direkt vorbeigeflogen.

Es geht. Ich kann es wirklich nur jedem empfehlen, egal welche Behinderung besteht. Man. kann. Reisen.

Und JA, es ist so wie man sagt: Man bereut tatsächlich nur die Dinge im Leben, die man nicht getan hat. Kein einziges Mal bereute ich den Tag im Dschungel und niemals gab ich die Schuld dem Fahrer, denn ich bin nicht selber gefahren.

Das einzige was du brauchst ist MUT und den unbändigen Willen ES zu tun…..los geht`s  🙂

Wer schreibt hier eigentlich?

 

 

Hampi 008-001 (2)
                                               Hey, ich bin Nicky 🙂 
Ich habe Psychologie studiert und einen akademischen Abschluss, trotzdem reise ich lieber 🙂
– in der Ferne bin ich mir so nah wie sonst nirgendwo –
„The best day of your life is the one on which you decide your life is your own. No apologies or excuses. No one to lean on, rely on, or blame. The gift is yours – it is an amazing journey – and you alone are responsible for the quality of it. This is the day your life really begins.”       Bob Moawad
Wenn du mehr über mich wissen möchtest: Wo keiner drüber redet…

Reisen ist wie die Luft zum Atmen für mich. Nichts macht mich glücklicher. Durch einen eher tragischen Umstand war ich gezwungen mein Leben zu ändern. Und das habe ich getan. Heute lebe ich ein sehr unkonventionelles und freies Leben. Und ich liebe es – jeden Tag!

Freiheit – das ist das was ich lebe.