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2000 Meilen über das Meer

7 Monate Katamaran….ich gehe jetzt leben 

 

Als ich vor 7 Monaten in Guatemala auf den Katamaran ging, wollte ich gar nicht lange bleiben aber dann haben sich viele Dinge anders entwickelt. Letztendlich lebte ich 7 Monate auf einer Yacht in der Karibik und irgendwie haben wir auch 2000 Seemeilen geschafft, meistens mit dem falschen Wind, manchmal trieben wir auch ohne irgendwo hin. Nach Guatemala, Belize, Mexiko, Kuba, Haiti, der Dominikanischen Republik ist es jetzt Zeit für neue Abenteuer und ich freue mich darauf meine neuen Pläne zu verwirklichen.

Wenn jemals jemand Ähnliches vorhat, so sollte er wissen das dies nichts mit Romantik oder „coolem Leben“ zu tun hat. Oft habe ich bei meinen Deutschlandbesuchen gehört „oh wie cool ist das denn“ oder „das ist ja total romantisch“.

Wenn bei Hitze und Feuchtigkeit die Farbe im Innenraum Blasen wirft, Matratzen, Wände, Polster und der Rest anfängt zu schimmeln, es bei 43 Grad und Windstille kein Entkommen vor der Sonne mangels Sonnenschutz gibt, Wasser und Strom rationiert sind, Nahrungsmittel ausgegangen sind, völlig übermüdet von Nachtschichten der ganze Körper schmerzt und der nächste Ankerplatz noch 5 Tage entfernt ist, wird schnell klar, dass dies kein Wellness Trip ist.

Wem es dann noch unklar ist, der kann sich gerne dazu vorstellen, dass die Motoren der Reihe nach kaputt gehen, Fenster undicht sind und überall das Wasser durch den hohen Wellengang reingedrückt wird. Waschküchenwasser und Wellen, die so hoch sind, das man nur noch kriechen und kaum noch stehen kann. So heftig, das ich bei jedem Wellenschlag sehe wie sich die Wände der vorderen Kufe nach innen drücken und beim ohrenbetäubenden Knall denke ich, das bestimmt die nächste Welle das Boot komplett zerschmettern wird. Falsche Wellenrichtung, falscher Wind. Was auch immer.

Das unglaublich nervige Gefühl 20 Stunden für 70 Seemeilen unter Motor zu fahren, um dann letztendlich nicht mal dort anzukommen wo man ursprünglich hin wollte. Wochenlanges durchgehendes nerviges Geräusch von dem Autopiloten, Tag und Nacht, so das man hofft dieser möge endlich einfach implodieren, bevor man davon wahnsinnig wird. Noch ein paar Unwetter dazu, monatelanges Leben ohne Kühlschrank, Feuer an Bord, eine Monsterwelle die das Beiboot zur Hälfte wegreißt, ein Fast-Überfall in Haiti auf das Boot durch zwei andere Boote, oder auch, immer mal wieder morgens aufzuwachen und als erstes in weiße Augen in schwarzen Gesichtern zu blicken weil das Militär an Bord will und sich die Nasen am Fenster plattdrückt. Ein Katamaran der auf einem Riff aufsetzt, schäbige Ankerplätze in dreckigen Häfen, laute Ankerplätze vor Strandbars, ein paar Krankheiten, Brandwunden, Schädelverletzungen, zwischenmenschliche Katastrophen bei denen sich das Innere nach außen kehrt, hunderte Moskitos die sich hungrig auf einen stürzen und bei all dem fahren stundenlang die Eingeweide Achterbahn, während die Zunge vor Wassermangel am Gaumen klebt und das Gehirn vom Schlafentzug ganz taub ist.

Die Liste lässt sich noch nahezu unbegrenzt erweitern und mit Sicherheit habe ich genügend Stoff für zwei Bücher, ich glaube spätestens jetzt wird klar, dass das Leben an Bord wenig mit Romantik zu tun hat, sondern verdammt hart sein kann. Vieles kann man sich einfacher machen und vieles kann viel schöner sein, wenn man weiß worauf es ankommt. Jetzt weiß ich es.

Ich habe einige sehr besondere Momente erlebt und ich bin froh das Experiment gewagt zu haben. Es war eine wirklich intensive Zeit.

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Was bedeutet es an Bord einer Yacht dauerhaft zu leben? Kann ich eigentlich so leben?

Diese Frage stellte sich mir tatsächlich erst als ich an Bord war. Vorher war ich einfach mal davon ausgegangen. Warum auch nicht? Gesegelt bin ich früher schon oft und seekrank wurde ich nie. Da wusste ich von vielen Dingen noch nichts.

Davon das mir die Haare ausfallen werden weil ich das Shampoo wegen rationiertem Wasser nicht auswaschen kann und sich Keime in dem nicht vor der Sonne geschütztem Wasser bilden. Oder davon, dass ich Ausschlag und Bauchkrämpfe kriegen würde weil ich das Tankwasser trinken muss da unser Trinkwasser ausgegangen ist. Oder das ich mich nackt und ungeschützt vor 4000 Leuten auf dem daneben ankernden Kreuzfahrtschiff Royal Cruise waschen muss weil es keinen anderen Platz dafür gibt. Dieses Boot hat keinen Waschraum, keine Dusche und keinen Sichtschutz (und natürlich auch keinen Sonnenschutz). Ich wusste nichts davon das ich tatsächlich fast ersticken würde, weil meine Luftröhre komplett zu schwillt und ich vom Schimmel ganz krank werde. Nichts von lauten Party-Ankerplätzen. Und auch nichts davon das meine Tage damit gefüllt werden würden wie und woher man die nächsten Vorräte bekommt, wie lange sie reichen müssen und wie ich sie lagern kann. Ich musste lernen das es normal ist, wenn mindestens drei Dinge an Bord gleichzeitig kaputt sind. Ich wusste nicht wie mein Körper auf Schlafentzug reagiert. Und wie es ist, wenn sich Tag und Nacht vermischen, jegliches Zeitgefühl völlig verschwindet, weil es irrelevant ist. Und auch nichts von den dunklen Seiten, die Extrembedingungen hervorbringen.

Ich kann die Frage heute mit ja beantworten. Ich liebe das Leben auf dem Wasser. Und ich liebe das Meer und den Wind. Und die Naturgewalten die aus beiden entstehen können. Ich mag es immer wieder woanders zu sein. Tagelang einfach nur rumzutreiben, nichts und niemanden zu sehen. Völlig einsam zu sein. Unbewohnte Inseln zu erforschen. Ich liebe es Probleme zu lösen und bin gespannt auf neue Herausforderungen. Ich mag die Millionen Sterne über mir wenn ich nachts an Deck liege. Das Gefühl des totalen Nichts um mich herum. Die völlig dunklen Nächte, in denen man sich in totaler Schwärze nur noch an der Navigation orientieren kann. Das Gefühl der totalen Freiheit. Die Spannung, die einen ergreift, wenn man einen neuen unbekannten Ankerplatz anläuft. Ich mag es in den Schlaf geschaukelt zu werden und das Plätschern des Wassers an der Bordwand zu hören. Die kleinen Tiere die am Boot nagen und so prickelnde Geräusche nachts machen, wenn alles still ist.

Ich habe mich in das Bordleben verliebt. Ganz langsam hat es sich angeschlichen um mich dann nicht mehr loszulassen. Ich liebe es auf dem Wasser zu leben. So sehr, dass es für mich alle anderen Dinge tausendfach aufwiegt.

Einmal bei meiner Tages-Schicht dachte ich wir fahren auf riesige Holzstämme zu. Das Meer vor uns war mit großen dunklen Flecken übersät. Ich drehte sofort 20 Grad nach Backbord ab und holte das Fernglas. Was ich dann sah war unglaublich. Es waren unzählige dreieckige Flossen die aus dem Wasser ragten. Ganz gemächlich schwammen ca. 30 Wale vor und neben uns. Grindwale vor Haiti. Eine ganze Gruppe. Ich wollte sie so gerne unter Wasser sehen, schnappte meine Taucherbrille, sicherte mich mit einem Seil an meinem Bein und sprang ins Wasser. Die Wale kamen ziemlich nah. Sie waren genauso neugierig wie ich. Ich hatte Schwierigkeiten mich im Wasser trotz Seil zu halten, weil die Wellen hoch waren und die Strömung mich wegdrängte. Eine ganze Zeit blieben die Wale beim Boot. Bevor sie abdrehten kam einer tatsächlich noch zum Verabschieden direkt hinter das Boot, erhob sich ein Stück aus dem Wasser und drehte sich. Dann waren alle verschwunden. Das war ein wirklich besonderer Moment. Ich bin mittlerweile mit Haien, Stachelrochen, Muränen, Barracudas, Riesenschildkröten, Delfinen und sämtlichen anderem Getier aus dem Meer geschwommen aber die Wale waren sehr Besonders.

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Besonders war auch der Moment als wir vor einer kleinen Insel ankerten, an Land gingen und sahen das hier die Menschen in völliger Einfachheit leben. Teilweise wohnen sie noch in Höhlen wo Decken vor die Eingänge gespannt sind. Zum größten Teil wohnen sie in Zelten. Ein ganzes Dorf, völlig abgeschnitten. Aufgespannte Hängematten als Schlafstellen, ausgelagerte Kochstellen über offenem Feuer. Fisch, der auf Schnüren gespannt in der Sonne trocknet. Und überall große dicke Leguane, die für Fleischmahlzeiten gehalten werden.

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Seltsame Momente auch vor Haiti, als uns „Segelboote“ von Fischern entgegen kamen, die Segel aus zusammengenähten Reissäcken oder Betttüchern gebastelt hatten. Oder vor Kuba, wo ich meinen Augen nicht traute, weil die Fischer dort teilweise gar keine Boote hatten, sondern in Autoreifen auf dem Meer rumtrieben und ihre auf Plastikflaschen gewickelte Schnüre raushielten, in der Hoffnung irgendetwas möge anbeißen damit die Tagesmahlzeit gesichert ist.

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In Belize kam einmal ein Fischer eine lange Strecke von Land bis zu unserem Ankerplatz angerudert und wir tauschten feinstes Lobsterfleisch gegen eine kleine Flasche Rum, wir hatten sonst nichts zum tauschen und Geld wollte er nicht. Die Nationalparkwächter der Riffe, die in einem Boot ankamen, teilten dort sogar mit uns ihren frisch gepressten Ananas-Kokossaft, wir hatten leider gar nichts was wir zurückgeben konnten.

Ich bin oft von der Hilfsbereitschaft beeindruckt gewesen. Davon, wie jemand völlig Fremdes mit mir eine Stunde in der Stadt nach einer Sim Karte für mein Smartphone sucht und noch seinen Pass für mich hergibt. Oder als die Tarantel vom Dach des Supermarktes in Guatemala auf mich fiel und die Leute meine Einkäufe einpackten, weil ich es einfach vor Schreck gar nicht mehr konnte. Oder auch der Minenarbeiter, der mich nach einem Skorpionstich nachts über die Berge ins Krankenhaus gebracht hatte.

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Das Leben auf dem Boot ist anders. Anders, als alles was man sich so theoretisch vorstellen kann. Ein kleiner Einkauf kann den ganzen Tag dauern, wenn es schlecht läuft. Nachtschichten können mürbe machen. Die Änderung der Windrichtung kann ganze Pläne wieder zerstören. Manche Probleme kann man nicht sofort oder gar nicht lösen. Ich habe gelernt mit 2 Bechern Wasser am Tag auszukommen und weitestgehend auf Komfort zu verzichten. Das was ich letztendlich als schlimm und nicht lösbar empfunden habe, war der Bewegungsmangel. Man kann manchmal viele Tage nicht von Bord gehen. Aber was mich nie gestört hat, ist die Enge und das niemals Alleinsein. 24 Stunden 7 Tage die Woche mit jemandem zusammen sein, egal wie es läuft und egal wie man sich fühlt. Eine wirklich geniale Erfahrung von unschätzbarem Wert.

Ich habe sehr viel gelernt in den letzten Monaten, mehr als jemals zuvor. Über mich.

Jetzt gehe ich leben….aber woanders.

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Leben auf dem Wasser

Seit über 4 Wochen lebe ich auf dem Wasser. Mal mitten im Binnen-See, mal vor verschiedenen Küstenabschnitten zwischen Belize, Guatemala und Honduras. Ich lebe auf einem Katamaran. Ohne Waschmaschine, ohne fließendes Wasser, ohne Dusche, ohne Internet, ohne Kühlschrank und ohne jeglichen Komfort.

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Morgens schon vor dem Frühstück ist es unerträglich heiß und die Hitze steigert sich zur schweißtreibenden Schwüle, bevor der Regen abends kommt.  Ich lebe 24/7 mit jemandem zusammen, den ich vorher kaum kannte, auf engstem Raum und keiner Ausweichmöglichkeit. Kann so etwas funktionieren? Diese Frage habe ich mir lange vor meiner Abreise gestellt und viele Freunde haben mich rätselnd angeschaut, als ich von meinem Vorhaben erzählte. Und nun die Antwort? Ja 🙂  Das kann funktionieren. Alles zusammen tun, ständig und immer. Zwei verschiedene Leben zusammen gewürfelt, mittlerweile unwettererprobt auf See und teamfähig durch schwierige Tage und kleine Abenteuer.

 

Das es mir leicht fiel, kann ich wirklich nicht sagen, obwohl ich durch meine vielen Reisen weltweit als Backpacker gelernt habe ohne Komfort auszukommen und sehr verschiedene Lebensweisen kennenlernen konnte. Aber dieses hier ist etwas ganz anderes und absolut mit nichts Vorherigem in meinem Leben vergleichbar. Es ist intensiv. Und das jeden Tag neu.

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Mein tägliches Bad ist das Meer, mein Fön der Wind, meine Lieblingsecke das Netz im vorderen Teil zwischen den Kufen, welches je nach Wellengang so schön mitschwingt, das man ganz leicht in den Schlaf gewogen wird. Mein Fernsehen ist das Meer, das immer wieder anders aussieht und niemals gleich ist oder die Gewitter, die hier in den Tropen wirklich richtig heftig ausfallen und sehr lange andauern. Manchmal bebt der See von unten, der Regen prasselt kübelartig auf die Kojen und der Himmel ist taghell von vielen Blitzen. Statt ins Internet schaue ich abends in den Sternenhimmel, der hier auf dem Meer wirklich atemberaubend ist und ich habe sogar eine Sternschnuppe gesehen, die erste in meinem Leben (und natürlich habe ich mir etwas gewünscht). In den Morgenstunden wecken mich die Brüllaffen aus dem Dschungel und abends schlafe ich bei Gegrunze, Gequake und Gezirpe ein. Meistens ist es totenstill und nur die Wellen plätschern an die Bordwand, oder kleine Fische knabbern knisternd die Algen vom Boot. Die Sonnenuntergänge sind spektakulär und ich sitze abends an meinem Lieblingsplatz und schaue wie sich das letzte Tageslicht mit der Farbe des Meeres vereint, während die Geräusche aus dem Dschungel lauter werden. Ich brauche keine Schuhe mehr und nichts an Kleidung. Ich muss mir keine Gedanken um viele Dinge machen, die früher im Alltag wichtig waren. Hier ist es anders. Hier drehen sich die täglichen Fragen darum ob genug Trinkwasser an Bord ist, ob der nächste Hurrikan vorbeiziehen wird, welche Teile kaputt sind und repariert werden müssen und wie die Vorräte ohne Kühlung gelagert und in welcher Reihenfolge verbraucht werden müssen, dies zumindest solange bis wir in den nächsten Wochen zusammen einen Kühlschrank gebaut haben. Zusammen alles tun, Schweigen, Reden, Nichts tun, Pläne machen, nebeneinander und miteinander arbeiten, Absprachen treffen, sich abgrenzen und Freiraum nehmen, in Ruhe lassen und immer wieder finden, sich akzeptieren und tolerieren, zusammen stundenlang den Sternenhimmel anschauen. Vermutlich die beste und intensivste Erfahrung meines Lebens.  Ich lerne so viel über mich selbst wie nie zuvor. Ich lebe mit der Natur und dem Licht, es gibt keine Regeln und starren Muster, jeder Tag ist neu und intensiv und genau so wie er ist.

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Vor drei Wochen hatte mich bei einer Überland-Reise etwas gebissen. Der Schmerz war sofort und blitzartig und unerträglich, es fühlte sich an als ob viele hundert Volt brennender Strom durch mich hindurchging. Die Stelle schwoll schnell um ein Vielfaches an, der Schmerz steigerte sich ins Unerträgliche, mir wurde überall kalt und im Gesicht breitete sich ein taubes Gefühl aus. Da ich das Tier nicht gesehen hatte und es dunkel war, konnten wir nicht feststellen was es gewesen ist. Da wir nicht wussten ob ich ein Gegengift brauchen würde und in welchem Ausmaß sich die Symptome entwickeln würden, wurde ich liegend nachts über die Berge in ein weiter entferntes Hospital gebracht. Ich bekam drei Injektionen und sie beobachteten meinen Körper. Nach einigen Stunden konnte ich die Klinik wieder verlassen; kein weiteres Fortschreiten der Symptome mehr. Man sagte, es sei wohl ein Skorpion gewesen. Der Schmerz blieb noch eine Nacht und einen Tag, bevor er dann ganz verschwand.

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.Fotos von der Fahrt vom Lago Izabal durch den Golfete zum Meer

 

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Tiefer Dschungel am Rand des Flußes

 

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Ankern vor Livingston
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Ankern vor Puerto Barrios
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Wir erwarten Regen und fangen Wasser auf

Der Motor unseres Beibootes ist kaputt und wir müssen jedes Mal nach dem Ankern an Land rudern um Vorräte und Wasser zu besorgen. Das Ersatzteil dauert bis zum Eintreffen nach gualmaltekischer Zeit so lange wie es dauert. Es gibt keine Lebensmittelmärkte, man kann also nicht wie in Deutschland einfach mal sagen man geht einkaufen, hier ist alles schwierig zu bekommen was nicht aus Gemüse oder Obst besteht und so wird jede Einkaufstour zur langwierigen Aktion. Zwei Nachmittage war ich unterwegs um ein Duschgel kaufen zu können. Das Schwanken und Schaukeln des Bootes nehme ich gar nicht mehr wahr und auch bei 8 Knoten mit Unwetter wird mir nicht schlecht, aber anfangs, als ich an Land ging, schwankte das ganze Land für mich und mir wurde schwindelig. Erst wenn ich zurück auf dem Wasser war, passte die Welt wieder für mich. Wir müssen noch 4 Wochen die Hurrikan Saison abwarten und aussitzen, bevor es über Mexiko nach Kuba und Jamaika gehen kann.

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Leider war ich sehr krank und musste mit schwerer Kehlkopfentzündung, Asthma und akuter Luftnot täglich zweimal mit dem Boot an Land um in einer Pharmazie mit Cortison inhalieren zu können. Einen Arzt gibt es in Rio Dulce nicht und wir mussten einige Meilen ostwärts segeln um eine Stadt mit Arzt zu finden, der mich behandeln konnte.

Keine guten hygienischen Zustände

 

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.Spät abends bevor wir auslaufen zum Nachsegeln
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Fischer laufen aus zum Nachtfischen
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.Kinder kommen von den kleinen Holzdörfern angerudert und verkaufen uns Kokosnüsse
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Im Golfete kommen Kinder mit selbstgemachten Körben aus den Dörfern

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Die kleinen Buchten sind wunderschön in denen wir ankern und manchmal kommen Kinder aus dem Dschungel in Booten um selbstgemachte Körbe oder Kokosnüsse zu verkaufen. Es gibt große Schmetterlinge in den tollsten Formen und Farben, Pelikane ziehen über das Boot und abends Feldermäuse, Kolibris stehen in der Luft, bevor sie weiterfliegen und einmal habe ich abends bei einem Gewitter tatsächlich Krokodile neben dem Boot gesehen. Ein anderes Mal sah ich beim Frühstücken eine Seekuh, die auftauchte.

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Playa Blanca kurz vor Belize

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Guatemala

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Angrenzend an Honduras, El Salvador, Belize und Mexiko liegt das zentralamerikanische Land zwischen der Karibik und dem Pazifik.

Bunte Stoffe, Märkte, freundliche Menschen und nahezu immer und überall Musik, so habe ich Guatemala empfunden. Gefährlich fand ich es zu keinem einzigen Zeitpunkt. Wenn man die Reisehinweise oder einige Berichte liest, wird davon abgeraten mit den lokalen Bussen zu fahren. Ich hingegen habe weite Strecken durch das Land mit den „Chickenbussen“ zurückgelegt. Die Straßen sind in den Bergen größtenteils katastrophal, die Menschen aber immer gleich freundlich. Überall ist man mir hilfsbereit begegnet. Die Busse sind günstig und unkomfortabel. Die Preise liegen zwischen 5 und 30 Quetzal (60 Cent und 3,50 Euro), abhängig von der Fahrzeit und dem Gebirge; für 3,50 ist man schon mal 3-4 Stunden unterwegs, eingepfercht in einen Minibus mit 12 Plätzen, in dem wundersamer Weise nach meiner Zählung 24 Leute Platz gefunden haben, aber 3 davon hingen auch mehr draußen als das man sie für drinnen mitzählen sollte.

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Minibus mit Platz für 24 Personen

 

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Chickenbus

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Ich bin von Guatemala City über Antigua und den See Atitlan über Coban nach Rio Dulce gereist. Das waren viele Stunden in Bussen und hat einige Tage gebraucht. Überall gab es gute Weiterfahrtmöglichkeiten und kleine Hotels oder Guesthäuser (eines der günstigsten hat 7 Euro gekostet)

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Ausblick von der Dachterrasse im Hotel in Antigua

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Markt in Antigua

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Markt in Chichicastenango im Hochland auf 2000 Metern

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Überquerung vom Rio Negro

Straßen durch das Hochgebirge

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Unterwegs in heißen Thermalquellen eine Pause eingelegt

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Kleines ursprüngliches Dschungel Restaurant nur mit dem Boot zu erreichen, in einem Seitenarm vom Rio Dulce

Miami Beach

Miami für 186 Euro ab Köln? Eurowings hat super Flugangebote für Direktflüge im Angebot. Verpflegung, Decke und Kissen muss man sich selber mitbringen, denn für den Preis gibt es nichts extra dazu. Sogar das Entertainment Programm wird mit 10 Euro berechnet.

Von Miami Airport zum South Beach kommt man supergünstig mit dem Shuttlebus für 2.25 USD. Einfach den Schildern folgen und mit dem kostenlosen Transfertrain direkt bis zum Busterminal fahren. Den Geldwechsel (der einzige übrigens) der mir auf dem Weg durch den Flughafen zum Bus begegnet ist, habe ich ignoriert, da die Gebühr 9 USD für den Wechsel von 50 Euro betragen sollte. Bargeld braucht man auch so gut wie nicht, da nahezu für alles die Visa Karte genommen wird. Sogar ein Fahrrad, welches ich mir am Strand leihen wollte, konnte ich nicht Cash zahlen, sondern nur mit Karte.

Sehr günstig für Fahrten in Miami sind die Uber cars. Hierfür kann man sich eine App runterladen und registiert und verifiziert sich mit der Visa Karte. Dann einfach den  Abholort eingeben und das Ziel und schon wird nach verfügbaren Autos in der Nähe gesucht. Der Fahrer, das Auto und das Kennzeichen werden dann angezeigt und man braucht nur noch einsteigen. Das Geld wird automatisch über die Kreditkarte abgebucht. Eine Fahrt vom Anfang South Beach bis zum Ocean Drive kostet ca. 3 USD damit.

Der Ocean Drive ist auf jeden Fall abends einen Besuch wert. Das ist genauso wie man sich Miami immer vorstellt: Riesige Autos, Harley Davidson, Amerikanische Feuerwehrautos, Partys, Musik, lauter schicke Menschen und richtig teure Preise. Ein Cocktail am Ocean Drive kostet mitunter 70 USD, deshalb lieber vorher nach den Preisen fragen, einfache Spaghettis und Burger fangen bei 15 Dollar an.

Empfehlenswert sind die Cityräder, die es an vielen Stellen zu mieten gibt. Man kann sie zum Beispiel für die Hinfahrt nutzen und anschließend einfach in eine Station für die Rückgabe stellen.

 

Mein Hostel für 18 USD pro Nacht…

 

 

 

 

Es geht wieder los….

und diesmal heißt es „Leinen los“

Mein neues großes Abenteuer startet bald:-)… die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren.

Ich fliege nach Guatemala um auf einem Katamaran zu leben, von dort erwarten mich viele Abenteuer mit Kurs auf Belize, Kuba, Jamaika und später durch den Panamakanal….da ich ohne Return fliege gibt es keine festgesetzte Wiederkehr.

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Sri Lanka

Hikkaduwa Beach

Auf der Südwest Seite von Sri Lanka liegt der Hikkaduwa Beach. Ihm vorgelagert ist ein Riff für Taucher. Von Colombo fährt man ungefähr 1,5 Stunden. Von Hikkaduwa fahren Busse nach Galle, wo man eine alte holländische Festung anschauen kann. Am Hikkaduwa Beach warten viele junge Männer auf zahlende ältere weibliche Gäste. Einige Frauen lassen sich auf Geschichten ein, die dann in einem „gemeinsamen“ Hotel oder Guesthouse enden, denn am Ende ist der 30 Jahre jüngere Lover weg und das Geld ebenfalls. Entlang des Strandes sieht man viele „frischverliebte“ ungleiche Paare.

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Mein Guesthouse (nur 4 Zimmer) war sehr schön ruhig und abgelegen direkt am Wasser
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Ich habe das Geräusch nachts geliebt wenn das Meer mit voller Wucht gegen die Felsen kracht

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Agonda / Palolem Patnem Beach

Ich mag die Strände im Süden Goas sehr: Agonda, Palolem und Patnem Beach. Sie sind naturbelassen, sauber und nicht überlaufen. Wenn man sich ein Motorbike (200 Rs) mietet, kann man jeden Tag zu einem anderen Strand fahren, sie sind nicht weit auseinander. Vom Wasser her finde ich den Agonda Beach am Schönsten. Das Wasser ist sauber und die Wellen sind einfach perfekt (überhaupt zählt der Agonda für mich zu den schönsten Stränden an denen ich jemals war, für ich mich ist er einfach nur perfekt) . Der Patnem ist viel ruhiger und flach abfallender. Am Palolem ist am meisten los. Hier gibt es viele Restaurants und die Tische werden abends direkt im Sand aufgebaut, so das man während des Abendessens direkt am Meer sitzt. Auch der Ortskern in Palolem ist größer und hat viele Geschäfte für Souvenirs und Bekleidung. Agonda ist eher beschaulicher und in Patnem gibt es fast nichts.

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oben: alles Agonda Beach

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oben: Palolem Beach

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oben: Patnem Beach

 

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Der ayurvedische Arzt macht eine kostenlose Puls- und Antlitzdiagnose und verkauft dann passend zur Diagnose die Medizin
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Agonda Beach

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Agonda Beach

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Vietnam

Meine Tour ging von Bangkok nach Hanoi, Halong, Hue, Hoi An, weiter nach Saigon und Phu Quoc. Mir hat der Norden von Vietnam sehr gut gefallen, ich bin mit Bussen abseits der Touristenwege gereist bis fast nach oben an die Chinesische Grenze. Solange man sich an die üblichen Wege in Vietnam hält, ist das Land einfach zu bereisen. Im Norden ist die Verständigung mangels Englisch auf dem Land nicht oder nur sehr schlecht möglich.

Leider hatte ich einen schweren Unfall auf der Insel Phu Quoc und musste ausgeflogen werden. Eine Menge Fotos und Erinnerungen sind deswegen nicht mehr vorhanden.

Nach dem Unfall war ich so gut wie bewegungsunfähig und es hat einige Tage gedauert, bis man mich von der Insel auf das Festland in Saigon geflogen hat. Durch die schlechte Internetverbindung und die Zeitverschiebung war es nicht möglich direkt einen Notruf abzusetzen. Das Ganze zog sich leider aus diesem Grund in die Länge und ich hatte keinerlei medizinische Versorgung. In Saigon lag ich dann stationär in einer französischen Privatklinik und es dauerte wiederum einige Tage bis ich transportfähig war und über Bangkok und Istanbul nach Deutschland geflogen wurde.

An dieser Stelle möchte ich noch mal auf die Notwendigkeit einer Reisekrankenversicherung hinweisen. Wenn ich damals keine gehabt hätte, wäre ich auf mehreren tausend Euro Kosten sitzen geblieben.

Hanoi

 

Hoi An

Hoi An ist eine kleine faszinierende Stadt mit einer besonderen Atmosphäre. Man kann sich an vielen Stellen ein Rad ausleihen um die ganze Stadt zu erkunden. Es gibt viele Geschäfte, Schneidereien und Restaurants. Abends ist alles beleuchtet und es ist besonders schön in den Restaurants entlang des Flusses zu sitzen. Hier gibt es beste vietnamesische und internationale Küche.

Mit dem Rad kann man tagsüber an den Feldern entlang zum Meer fahren. Mich hat damals im Meer nur kurz ein Quallenarm berührt und ich hatte direkt eine richtige Verbrennung. Es waren auch so kleine pieksende Reste im Wasser, so das ich das Baden daraufhin einschränkte.

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Hue

 

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Phu Quoc

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Borneo

Borneo ist die drittgrößte Insel der Welt und die größte von Asien. Der größte Teil von Borneo gehört zu Indonesien. Oben im Nordosten ist der malayische Teil, in dem auch der kleine Staat Brunei zwischen eingegliedert ist.

Borneo liegt auf dem Äquator mit großen Flächen Regenwald und hat tropisches Klima mit hoher Luftfeuchtigkeit. Bei uns ist die Wäsche in mehreren Tagen nicht getrocknet. Auch die Betten waren feucht. Die Landschaft ist durch die Feuchtigkeit wunderschön grün und bunte Pflanzen wachsen überall. Nirgendwo auf der Welt gibt es mehr Orchideenarten als auf Borneo. In den Wäldern leben unter anderem Orang-Utans, Gibbonaffen, der nur auf Borneo vorkommende Nasenaffe, Malaienbären, der bekannte Rhinozerusvogel und kleinere Katzenarten.

Mein Flug ging als erstes nach Kuching (Sarawak) und danach bin ich weitergeflogen nach Kota Kinabalu (Sabah). Beide Staaten liegen ca. 1.200 km auseinander. In Sarawak habe ich schöne Touren im Dschungel unternommen und in Sabah mit den Speedbooten verschiedene Trauminseln besucht.

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