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Hampi
Hampi, ehemals die Hauptstadt des Königsreiches Vijayanagar, liegt am Fluss Tungabhadra und etwa 6 Stunden von Goa entfernt im Landesinneren. Hier kann man sich gut 2-3 Tage aufhalten und wirklich schöne Touren in die Umgebung machen. Es gibt zahlreiche gut erhaltene Tempel, die man in 1-2 Tagestouren mit einem Fahrer erkunden kann (Tagespreis ca. 1200 Rs)
Vor vier Jahren war ich das erste Mal in Hampi und ich war ganz entsetzt, was ich diesmal nun vorfand. Der halbe Ort ist abgerissen worden, Hotels, Restaurants, Geschäfte, Wohnhäuser. Zurückgeblieben ist nur noch ein winzig kleiner Ortskern neben dem Haupttempel. Wenige, nicht gute Hotels und um acht Uhr abends heißt es „Licht aus“. Es heißt die Auflagen der Unesco hätten gefordert, das der Ortskern wieder in den Ursprung zurückgesetzt wird. Die Menschen mussten ihre Häuser verlassen und alles wurde abgerissen. Es gibt auch das Mango Tree Restaurant (beliebter Backpacker Treff) nicht mehr, wo man auf den abfallenden Terrassen unter dem riesigen Mangobaum sitzen konnte und den wunderbaren Ausblick auf den Fluss genießen konnte.
Dafür ist das Zentrum in Hampi Island etwas gewachsen. Man kann sich mit der kleinen Motorfähre für 10 Rupien rüberfahren lassen. Vom Busbahnhof ist es nicht weit zum Ufer, das Stück kann man gut zu Fuss gehen. Übrigens kostet eine Fahrt von Hospet nach Hampi zwischen 200 und 300 Rupien. Aber es fahren auch Busse direkt vom Bahnhof Hospet, ich glaube wir haben 8 Rupien gezahlt.
In Hampi Island gibt es viele schöne Hotels und Restaurants. Die Hängematten zwischen den Bäumen, die Chillout Ecken in den Restaurants und die kleinen Hütten lassen das Backpackerfeeling von früher aufkommen.
Für 200 Rupien kann man sich völlig problemlos ein Motorbike ausleihen. Ein Pass muss nicht hinterlegt werden. Das ist in Indien viel einfacher als in Thailand oder den Philippinen. Mit dem Motorbike kann man übers Land fahren, kleine Dörfer besuchen, an den Fluss zum Baden fahren oder zum großen See.
Anreise: mit dem Zug oder dem Bus von Goa in ca. 6 Stunden
Abreise: mit dem Zug nach Bangalore, von dort ist ein Weiterflug nach Südindien sehr günstig (20-30 Euro)
































Krokodile? Wir haben keine gesehen.





5 Jahre Airbnb – Der Wahnsinn klingelt nachts
Vor einigen Jahren entdeckte ich durch eine Werbung die Möglichkeit auf einer Internetplattform ein freies Zimmer anzubieten und somit Menschen, die sich auf der Durchreise befinden, eine Unterkunft zu bieten. Meine Wohnung ist mit vier Zimmern sowieso zu groß für mich allein und ich habe eigentlich gerne Gäste, also warum nicht einen Versuch starten, dachte ich mir. Couchsurfen gegen Bezahlung. Man lernt nette Menschen kennen und schließt neue Kontakte. Bis zu dem Zeitpunkt ahnte ich noch nichts von den Dingen, zu denen Menschen aus unterschiedlicher Motivation fähig sind. Und sie taten schlimme Dinge. So ziemlich alles was man sich lieber nicht vorstellen möchte. Nach nunmehr fünf Jahren ist meine Wohnung komplett renovierungsbedürftig und mein Wunsch nach Gästen vermutlich lebenslang erloschen.
Wohl jeder findet es sonderbar, fremde Menschen im Bad anzutreffen, sich nicht mehr frei in der eigenen Wohnung bewegen zu können und nur wenige sind enthusiastisch und positiv denkend genug, um genau das zuzulassen. Ich habe lange darüber nachgedacht und wollte es dennoch versuchen. Was sollte schon groß passieren? Die Leute müssen sich auf dem Portal mit einem Ausweis verifizieren und Airbnb hat mit einer Versicherung zur Schadensregulierung geworben. Das diese nur ganz begrenzt, und ab einer gewissen Summe und unter schwierigen Nachweisen greift, steht in dem „Ganzkleingedruckten“.
Gegen Langeweile helfen Gäste…
Ich richtete ein Gästezimmer ein und meine persönlichen Sachen entfernte ich. Kaufte neue Bettwäsche und Handtücher, Zudecken, Tisch, Stuhl und einen bequemen Sessel. Das Zimmer war fertig und wartete auf den ersten Gast. Dieser buchte auch recht bald und kam aus London. Beim ersten Gast war ich noch ziemlich aufgeregt und wollte alles perfekt machen. Das Bett frisch bezogen, die Wohnung blitzblank, auf dem Nachtschrank ein netter Willkommensgruß aus Schokolade mit Informationsmaterial über die Stadt. Als ich die Tür öffnete staunte ich nicht schlecht als ich zwei junge Inder vor meiner Tür sah. Die beiden teilten sich 3 Tage lang ein Bett und waren äußerst nette und ordentliche Gäste.
Nun wurde ich mutiger und vermietete gleich einen ganzen Monat an eine junge Schauspielerin, die ganze vier Wochen an allem rummeckerte, die Straße zu laut, das Zimmer zu klein, die Gegend zu dunkel, kein Fahrrad welches für sie bereitstand, keine Kuchengabeln vorhanden. Sie ging jeden Abend feiern und kam erst nachts nach Hause. Da sie dann erst Mittags aufstand, konnte ich meinen Mixer für mein Frühstück nicht anwerfen, nicht Staubsaugen, nicht Wäsche waschen. Ich war froh als die Zeit zu Ende war. Im Kühlschrank blieb noch ein großer Topf ihrer Cortisonsalbe zurück, welche sie permanent gegen ihren eitrigen Ausschlag benötigte.
Und das Chaos nahm seinen Lauf
Der Schauspielerin folgte eine junge Dame aus Venezuela, die mir meinen Schmuck aus den Schubladen stahl. Da ich dieses erst nach der Abreise bemerkte und nichts beweisen konnte, gab es keinen Schadensersatz – das „Ganzkleingedruckte“ in den AGB zahlt dann nämlich nicht.
Es kamen auch nette Menschen, die kurzzeitig da waren und so richtete ich das zweite Zimmer ebenfalls als Gästezimmer ein. Ich ahnte damals nicht, dass ich ab diesem Zeitpunkt so gut wie keine ruhige Minute und nachts auch oft keinen Schlaf finden würde.
Brandgefährlich
Eines Nachts wollte ich ins Bad und kam an der Küche vorbei. Die war gerade kurz davor abzubrennen. Durch die fürchterliche Rauchentwicklung konnte ich die Ursache nicht sofort sehen. Eine Pizza brannte im Ofen und hatte Feuer gefangen. Der Gast war längst eingeschlafen.
Als nächstes schmorte die Platine meiner Abzugshaube durch, abends wurde noch was gekocht und der Gast hatte vergessen sie auszuschalten. So blieb sie solange an, bis sie durchbrannte. Einmal kam ich morgens in meine Küche und wunderte mich warum es so warm war….der Motor des Kühlschranks war kurz vorm Brennen, da die Tür die ganze Nacht über offen war.
Warum ich nicht hier bereits Schluss mit dem ganzen Chaos machte? Ich war zielorientiert und sparte für meine nächste Weltreise. Auch wenn ich Tag und Nacht im Einsatz war und mich in meinen eigenen vier Wänden als Hostelbesucher fühlte, war es für mich die einzige Möglichkeit damals reisen zu können.
Nette Begegnungen
Es gab auch sehr schöne und bereichernde Begegnungen. Gäste, die sich wirklich als Gäste benahmen. Das war eher die Ausnahme aber umso schöner und auch ermutigend dafür, weiterzumachen.
Ich lernte Binu aus Bangalore kennen, dem ich in einigen Dingen weiterhelfen konnte. Das machte mich sehr glücklich. Wir kochten zusammen und hatten nette Gespräche. Er schenkte mir indische Gewürze. Auch heute haben wir noch guten Kontakt. Und ich lernte Flo kennen, der bei Airbus seine Abschlussarbeit schrieb und nebenher ehrenamtlich Öfen in Afrika baut. Als ich nach meinem schweren Unfall mein Bein in einer Motorschiene hatte, setzte sich mein Gast, eine Koreanerin, den ganzen Abend neben mich. Wir konnten uns kaum unterhalten, aber sie streichelte mein Bein und sagte immer wieder: everything will be fine. Es gab auch lustige Kochabende oder im Winter bis spät nachts Glühweinabende. Aber leider waren das die absoluten Ausnahmen.
Schlafen? Nur was für Weicheier…
An Schlaf war oft gar nicht zu denken. Nachts reisten Leute an und wieder ab, fanden den Weg nicht, nahmen den falschen Zug, versprachen um 6 Uhr zu kommen und kamen nachts um 2 Uhr, telefonierten die ganze Nacht wegen der Zeitverschiebung zum anderen Kontinent, brauchten ganz dringend 100 Seiten um 23 Uhr ausgedruckt, Fernbusbuchungen mussten noch eben ganz schnell über meine Kreditkarte gebucht werden, weil die ausländischen Karten nicht gingen und die Fahrt schon am nächsten Tag war, Gäste skypten jede Nacht in voller Lautstärke mit mehreren Arbeitskollegen wegen einem Job im Ausland…die Liste ist endlos lang…
Wohnungstod
Ein Holländer, der ebenfalls einen Monat gebucht hatte, war ganze 4 Wochen auf seinem Stuhl angewachsen und verließ so gut wie niemals das Zimmer. Es war Januar und da er unter starken Schweißausbrüchen litt, machte er die Heizung im Zimmer erst gar nicht an. Durch die Kälte und die immer geschlossene Tür, bildete sich Schimmel an den Fensterseiten, der sich zügig, breitflächig und unaufhaltsam weiter vorwärts arbeitete. Das Zimmer war nach Ablauf der Mietzeit total verschimmelt und ich musste es grundrenovieren.
Das Laminat weichte in dem einen Zimmer auf, weil das Fenster bei Regen nicht geschlossen wurde. Die Lampen wurden nicht ausgeschaltet bei Abwesenheit, die Heizungen liefen auf fünf bei geschlossener Tür, so das es 30 Grad im Raum hatte, und ich dachte ich laufe vor eine Wand bei Betreten des Raumes. Meine Nebenkosten schossen explosionsartig in die Höhe. Schon längst hatte ich es mir zur Angewohnheit gemacht, jeden Gast auf Schritt und Tritt zu beobachten, so das nicht noch mehr Schäden entstehen…aber es kam alles noch schlimmer.
Ekelige Dinge
Es waren männliche Gäste da, deren Spuren an der Wand des Bettes klebten. Gäste, die wirklich unwirkliche 25 Minuten mit vielen Geräuschen in meinem Bad duschten, die morgens um vier vor meinem Bett standen und kuscheln wollten, die nachts meine Lebensmittel gegessen haben, so das mir nichts anderes übrigblieb als mein Schlafzimmer in ein Lebensmittellager umzuwandeln.
Schon lange konnte ich nicht mehr schlafen wenn ich müde war, essen wenn ich hungrig war (einige besetzten endlose Stunden meine Küche und machten mit dem Laptop Kochkurse), andere wollten Kuchen backen für die neuen Arbeitskollegen und meine Backbleche und Formen verschwanden entweder oder waren soweit eingebrannt, das man sie nur noch entsorgen konnte. In meiner Wohnung stank es nahezu zu jeder Tageszeit und je nach Nationalität nach Zwiebeln, Knoblauch, Eiern und Gebratenem. Nicht nur einmal bin ich morgens auf dem Weg zum Bad auf altem Ei ausgerutscht.
Tür- und Torwächter
Meine Haustür stand nächtelang komplett offen, weil der Gast erst Mitternacht heimkam und die Tür nicht ordnungsgemäß geschlossen hat. Also blieb ich jedes Mal solange wach, bis alle im Bett waren und ich sicher sein konnte das diesmal nichts abbrennt und auch alle Türen geschlossen sind. Schon lange gab es zu diesem Zeitpunkt Hausregeln, die jeder Gast zu Beginn unterschreiben musste. Völlig nutzlos.
Manche Gäste kamen schon krank an und lagen tagelang im Bett und blockierten und verschmutzten dementsprechend das Bad. Sagrotan wurde mein bester Freund und ich musste ein Klobürsten-Abo buchen. Meine Abflüsse waren ständig verstopft. Mit Fett und Essensresten in der Küche, mit Haaren im Waschbecken und in der Dusche. Intimrasuren wurden im Flur oder Bad durchgeführt und einfach so belassen, Zehnägelreste verteilten sich überall und klebten unter den Füßen auf dem Weg zur Küche.
Die Erlösung – Schluss mit dem Wahnsinn
Als der Chinese dann mit samt meinem Vorhang und der kompletten Jalousie in der Dusche ausrutschte, mit dem Kopf auf die Fensterbank schlug und der Rumäne ziemlich zeitgleich das Eckventil in der Küche abgerissen hatte, so das alles unter Wasser stand, war der Punkt für mich erreicht, aufzuhören.
Aufzuhören mit dem Wahnsinn, der mich seit nunmehr 5 Jahren begleitete. Mir so viele Reisen ermöglicht und mir gleichzeitig das Leben zur Hölle gemacht hat. Fünf Jahre in denen ich Rücksicht auf alles und jeden genommen habe, meinen Tagesrythmus wochenweise ständig umstellen musste auf Nachtschichten oder Tagschichten, in denen ich über dreckige Wäsche drüber gestiegen bin, Krankenschwester gespielt habe, Beziehungsberater war, Deutschlehrer und Fremdenführer. Fünf Jahre, in denen ich nicht nur unglaubliche Geschichten gehört habe, sondern sie auch erlebt habe.
Mein Frieden ist nicht mehr käuflich.
Er hat keinen Preis mehr.
©by shivayacondios
Mit Gitarre fliegen?
Gitarre im Flugzeug ?
Geht das ohne Probleme?
Jaaaa, mit einem Lächeln und ein paar Tricks…
Bevor ich mit meiner Gitarre auf Reisen ging, googelte ich zahlreiche im Internet zu findende Informationen. Und die sagten fast alle das Gleiche: jain, meistens nicht, nur Probleme, kaputte Instrumente im Frachtraum, verlassene Gitarren auf Airports, horrende Aufzahlpreise, extra Sitzplätze buchen für das Instrument etc…
Eine Gitarre überschreitet die Maße für das Handgepäck mehr als deutlich. Meistens sind 55x35x25 zugelassen. Die Maße einer Gitarre im Softbag sind ca 112x 48×20. Also doppelt so lang wie zugelassen. Sie verstopft nicht nur das komplette Case über den Sitzen, manche Airlines begründen auch den Nichttransport mit „Sicherheitsbestimmungen“. In den meisten AGB steht deutlich drin, das Instrumente als Sperrgut aufzugeben ist. Aber ist das wirklich so? Und was ist auf Billigflügen für 20 Euro? Sind die Mitarbeiter da weniger kulant als bei Langstrecke?
Nun wollte ich es erst recht und ganz genau wissen. Ist so etwas möglich und was passiert wirklich?
Aufgrund der negativen Aussagen im Netz, musste ich damit rechnen, mich von dem Instrument recht schnell wieder zu verabschieden und kaufte mir eine wirklich günstige Gitarre, wo mir die Trennung nicht so schwer von fallen würde. Und einen Softbag. Und los ging es.
Ich war außerdem noch beladen mit meinem 55 L Osprey, meinem wasserfesten 25 Liter Handgepäck Rucksack, einem Kamerarucksack für meine Spiegelreflex und nun noch mit dem Gitarrenrucksack. Also mehr, als man eigentlich tragen kann. Am Flughafen in Bangkok wurde mir das so richtig bewusst als gar nicht alles auf den Gepäckwagen ging. Ich hatte einen Billigflug mit Spicejet, 15 kg zugelassenes Gepäck und dachte mir um 4 Uhr morgens: so das war`s jetzt, ich kann mich gleich mal von einem Teil davon verabschieden… Nein, so war es nicht.
Ich reiste noch monatelang mit dem gesamten Gepäck Langstrecke und Kurzstrecke mit verschiedenen Airlines.
Mit folgenden Airlines bin ich ohne Probleme und ohne Aufpreis geflogen:
– SpiceJet
– Jet Airways
– Air India
– Indigo
– Turkisch Airlines
– Bangkok Airways
– Thai Airways
Ich habe jedes Mal als erstes meinen Kamerarucksack aufgesetzt, linksseitig, dann den Gitarrenrucksack rechtsseitig, meinen Osprey als Gepäck aufgegeben mit 11,8 kg und meinen wasserfesten Rucksack unter den Osprey geschoben, als ich zum Schalter gefahren bin. Es sah so aus, als ob ich nur als Handgepäck die Gitarre und die Kamera hätte. Vor den Schalter kann niemand direkt hinsehen. Hat immer funktioniert. Ein Lächeln und nette Gespräche helfen immer weiter, meistens haben die Gepäckabfertiger auch kein Tageshighlight und freuen sich über einen netten Gast, ein paar Fragen direkt am Anfang gesetzt, lenken gut ab. Kleine Geschichten über wichtige Vorspieltermine oder auch den Scherz „mal kurz hier was zu spielen“ kamen immer gut an. Einzig die kleinen Karten waren dann zu wenig, die von der Security abgestempelt werden müssen, aber da habe ich immer problemlos neue bekommen.
Meine Gitarre passte überall oben in die Boxen rein. Damit ich mir sicher sein konnte, genug Platz dafür zu haben, war es wichtig als einer der Ersten in das Flugzeug einzusteigen.
Und was gibt es Schöneres als bei Sonnenuntergang am Strand zu sitzen und zu spielen….

Dharavi – Millionen Slum mitten in Mumbai
Slum ist nicht gleich Slum
Eine Slumtour? Soll man das machen?
Das muss wirklich jeder für sich selber entscheiden, aber mich hat es sehr interessiert wie die Menschen hier leben, weil Dharavi einer der bekanntesten Slums der Welt ist und ich schon so einige andere gesehen habe.
Es werden Führungen angeboten, bei denen 80% der Einnahmen in gemeinnützige Projekte fließen. Dadurch können Hygieneschulungen und Englischunterricht stattfinden. Die Führungen übernehmen Menschen, die in Dharavi wohnen und aufgewachsen sind.
Dharavi – eine Stadt in bester Innenstadtlage, in der ca 650 Mio Dollar pro Jahr durch Slum-eigene Produktionen umgesetzt werden. Hier leben über eine Millionen Menschen auf engstem Raum, zwar mit Strom und fließend Wasser aber ohne Toilette. Die gibt es in jedem Viertel und das Toilettenhaus muss mit mehr als 1000 anderen Menschen geteilt werden. Die Abwässer? Wo die hingehen? Durch kleine Kanäle in den Fluss Mahim, der mit den Abwässern, Chemierückständen und Müllresten dann weiterfließt.
Ich war erstaunt, wie geschäftig hier jeder rumläuft. Wie gut alles organisiert ist. Wie friedlich Muslime und Hindus im Slum Tür an Tür wohnen. Vielleicht sollte ich nur das sehen, was Touristen sehen sollen, aber ich sah arbeitssame, fleißige Menschen, die unter teilweise furchtbaren Bedingungen arbeiten. Was ich nicht sah waren Bettler, faule Menschen, die einfach nur rumliegen und Armut, die ich erwartet hatte. Die Menschen haben sicherlich wenig aber weitaus mehr als diejenigen, die auf Verkehrsinseln wohnen oder auf dem Land gar keine Möglichkeit haben Geld zu verdienen. Viele Arbeiter die umgerechnet 5 Euro am Tag verdienen, kommen von weit her, arbeiten in den engen Garagenräumen und schlafen auf Kartons, um das Geld der Familie aufs Land schicken zu können.
Die Gassen sind eng, im Sekundentakt wechseln die Gerüche. Ich kann mental gar nicht so viel verarbeiten von den Bildern und Situationen, die sich hier bieten. In dem Produktionsviertel schließt sich Raum an Raum, wo Dinge receycelt oder produziert werden. Die einzelnen Parzellen sind nur wenige Quadratmeter groß. Geschäft an Geschäft. Ich sehe Menschen in der Aluminiumverarbeitung, die ohne Schutz an den Öfen stehen. Männer, die Kartons klein rupfen und auf den großen Reißmaschinen draufsitzen um sie mit Kartonresten zu stopfen. PC-Reste, die säuberlichst nach Material getrennt werden. Kabel, die von Metall und Plastik getrennt werden mit den Füßen, den Händen und kleinen Messern. Eine Seifenproduktion, in der es so entsetzlich nach tierischen Abfällen riecht, das mir schlecht wird. Und Plastik, überall Plastik, das nach Farbe sortiert anschließend geschreddert wird und in Riesensäcken von A nach B transportiert wird. Ziegenschlachtungen mit offen liegenden Abfällen und Leder, in dessen Oberfläche ein Krokomuster oder auch jedes andere Wunsch-Leder-Muster reingestanzt wird um es dann namhaften Marken zu verkaufen, die es wiederum exportieren und sündteure Schuhe und Taschen davon herstellen. Tontöpfe und Krüge in jeder Größe, angeblich ist hier die größte Tontopf-Produktion von ganz Indien. Dazwischen Papadams, die überall getrocknet werden und landesweit verkauft werden. Kinder, die Cricket spielen. Manchmal haben die kleinen Räume keine Vorhänge und man sieht Familien, die mit 6 Personen auf 10qm leben. Die Gassen sind so eng und klein, das nur eine Person hindurch kommt. Bei Gegenverkehr muss sich einer in den Hauseingang drücken. Von oben hängen Stromkabel, Sat-Schüsseln, Wäsche oder tiefgezogene Vorbauten herab, die das Aufrecht-Gehen teilweise unmöglich machen.
Und doch will hier kaum jemand weg. Es gab mehrere Versuche, die Menschen umzusiedeln. Ohne Erfolg. Der Grund ist teuer mitten in der Stadt, aber mittlerweile wird soviel receycelt und produziert, das die Regierung es sich gar nicht leisten könnte, den Slum platt zu machen. Strom und Wasser bekommen die Menschen kostenlos zur Verfügung gestellt. Wer dort wohnt, hat meistens eine Arbeit und ein Dach über dem Kopf. Eine Umsiedlung würde einer Katastrophe gleichkommen.
Nach den drei Stunden bin ich ziemlich erschöpft, ich habe so viele Dinge gesehen, die ich gar nicht erwartet hätte. Das Wort „Slum“ wird Dharavi jedenfalls nicht gerecht. Ich habe Menschen gesehen, die in einer Gemeinschaft leben und zusammenhalten, die arbeitsam sind und fleißig, die mit dem wenigen leben und auskommen, was sie haben. Menschen, die sich jeden Tag dem Leben und Überleben tapfer aufs Neue stellen. Kinder, die durch gemeinnützige Projekte Chancen haben auf Bildung, um eines Tages vielleicht woanders hingehen zu können. Das alles hat mich sehr beeindruckt.
Vom Süden Mumbais geht es von der Station Churchgate direkt in den Norden mit dem Zug












Chiang Mai
Chiang Mai, wegen der landschaftlichen Schönheit auch „Rose des Nordens“ genannt, liegt hoch im Norden Thailands nahe zur burmesischen Grenze, eingebettet zwischen Fluss und Bergen. In der schönen Altstadt, die von Stadtmauerresten umgeben ist, finden sich nahezu 200 Tempel. Die Altstadt kann man wunderbar zu Fuß durchqueren, die Tempel besichtigen und sich eine schöne Fuß- oder Thaimassage für 5 Euro zwischendurch machen lassen. Abends laden Nachtmärkte zum Shopping ein. Besonders beliebt sind Silberwaren, Thai-Seide, Textilien und Kunsthandwerke. Innerhalb der Stadt kommt man gut mit einem geliehenen Fahrrad zurecht, welches man am Besten dann vor der Altstadt abstellt.
Anreise:
Flugzeug: bereits ab 20 Euro von Bangkok nach Chiang Mai, wenn man aus dem Airport kommt, gibt es einen Taxi-Stand, bei dem man für einen Festpreis ein Taxi vorbuchen kann
Bahn: mit dem Zug von Bangkok Hualomphong in 10-12 Stunden, empfehlenswert ist unterwegs einen Stop in Ayutthaya zu machen oder auch sonst noch Stationen auf dem Weg zu besuchen, die man gerne sehen möchte
Bus: Von Bangkok fahren sowohl öffentliche als auch private Busse täglich mehrmals nach Chiang Mai
Weiterreise:
Eine Reise über die Grenze nach Myanmar über Land ist nach wie vor schwierig; es gab oder gibt Modelle, bei denen man seinen Reisepass an der Grenze abgeben muss und 72 Stunden über die Grenze mit einer Pass-Kopie darf (500 Baht). Das wird alles aber auch immer wieder geändert, so das es für diejenigen, die nach Myanmar möchten, sicherer ist, sich ein e-Visa über das Internet zu besorgen und per Flugzeug einzureisen. Eine Weiterreise nach Laos ist ziemlich unproblematisch. Von hier fahren täglich Busse.
Von Chiang Mai aus kann man ebenfalls schöne Touren ins umliegende Hochland machen. Es sind direkt in der Altstadt jede Menge Büros, in denen man Ausflüge oder Weiterreise buchen kann, so dass man das eigentlich vorher gar nicht planen muss, es gibt mehr als genug Inspirationen und Möglichkeiten vor Ort.
Viel Spaß mit den nachfolgenden Fotos, damit bekommt ihr einen guten Eindruck über die schönen Tempel in Chiang Mai…














Elefanten – Hautnah
Schon lange war es ein Wunsch von mir, einmal auf einem Elefanten zu reiten (wackelt es so wie auf einem Kamel?), ihn anzufassen (wie ist die Haut?) und bei der Arbeit zuzuschauen (denkt er selbständig?). Einfach mal fühlen: was ist das für ein Tier? Kann man einen Bezug herstellen, gibt es sowas wie Blickkontakt? Ganz viele Dinge, die man nur im persönlichen Kontakt herausfinden kann 🙂
Ich habe es nie getan, aus Respekt vor den Tieren und der meistens schlechten Haltung, die aus der Geldmacherei mit dem Touristengeschäft entsteht. Also habe ich mir viele „Elefantencamps“ in den letzten Jahren angeschaut ohne jemals auch nur einen Elefanten anzufassen. Ich wollte nichts finanziell unterstützen, wo Tiere auf engem Raum zu Touristenzwecken gehalten werden und man einen Trampelpfad im Kreis laufen kann. Solche Camps gibt es viele, gerade auch in Thailand. Auf Koh Samui habe ich mal ein „Camp“ gesehen, wo ein paar Elefanten in der Nähe der Strasse angekettet waren und man Futter bei dem Eigentümer kaufen konnten um seine Elefanten zu füttern. Ungläubig und fassungslos bin ich damals weiter gefahren. In Indien habe ich Arbeits- und Tempelelefanten gesehen, die aber nicht gut behandelt wurden. Einmal war ich bei einer Waschung im Fluss dabei, als morgens der Tempelelefant von seinem Mahut gewaschen wurde und dieser pickte die ganze Zeit mit der Metallspitze seines Elefantenstocks auf dem Kopf des armen Tieres rum, es waren schon überall blutige Stellen und jedesmal blieb die Spitze des Metallhakens kurz im Fleisch stecken und machte ein dumpfes „plop“.
Im Norden Thailands fand ich nun ein Trainingscamp, wo man den Elefanten nah sein konnte aber nicht unbedingt drauf reiten muss. Man konnte sehen wie der Mahut mit ihnen umging, hat selber ein paar Befehle gelernt, durfte sie berühren, waschen und füttern. Ebenfalls konnte man sehen, wie die Elefanten Äste und Grünzeug von A nach B trugen. Und man hat eine Menge über Elefanten gelernt. Die Option „reiten“ hatte ich mir noch offen gelassen, mich hätten die anderen Dinge schon glücklich gemacht.

Zuerst habe ich die langen Zuckerrohrstangen mit der kleinen Machete in Stücke gehackt. Sie waren dann leider etwas zu lang, warum, das hat sich mir auch erst dann beim Füttern erschlossen…

Dann ging es mit dem Futter zum Elefanten-Unterstand

Die waren schon ganz aufgeregt….

Erste vorsichtige Kontaktaufnahme…Die Haut am Rüssel fühlt sich schön an, ganz anders wie am Rest des Körpers, wo sie teilweise unglaublich dick, hart und trocken ist, so das man den Elefanten am liebsten ständig eincremen würde 😉 Ich habe gelernt das Elefanten an der Stimme eines Menschen erkennen können ob er ihnen gefährlich werden kann. Als er seinen Rüssel immer ausstreckte, wollte er gar nicht an mir schnuppern zur Kontaktaufnahme (unweigerlich versucht man ja ein Tier an sich riechen zu lassen) nein er wollte Futter… Ich hatte Angst vor den großen Füssen, aber in der ganzen Zeit wo ich da war, hat es keine Probleme gegeben. Elefanten bewegen sich auch total langsam, sozusagen in Zeitlupe. Das war ganz interessant als ich dann später in den See geritten bin und sich 3000 kg in Zeitlupe mit mir oben drauf auf die Seite gedreht haben….


Wow, das erste Mal ein Elefantenmaul von innen gesehen ;-), nun wusste ich warum meine gehackten Zuckerrohrstücke zu groß waren: Das Maul ist winzig. An der Seite sind große Mahlzähne und in der Mitte eine eine schwulstige Zunge, wo also soll das Zuckerrohrstück nur hin??

Also wir haben uns dann arrangiert: er machte das Maul so weit auf wie es geht, damit ich das Zuckerrohr besser platzieren konnte. Ich musste nur die Hand rechtzeitig wieder rausziehen, denn die Kommunikation zwischen Öffnen und Schließen war bei uns noch nicht so zu durchschauen.

Lieber nochmal genau nachschauen….;-) Hochinteressant so ein Elefantenmaul von innen…

mal mit reinwerfen probieren….(fällt wieder raus)

Ich hab`s dann auch mal von der Seite versucht…listig 🙂

Babies…wie niedlich

Elefanten verständigen sich übrigens über Infraschall untereinander. Etwas, das ich vorher gar nicht wusste.
Auf mich machten sie alle einen äußerst zufriedenen Eindruck. Kein Tier war unruhig oder „webte“ hin und her. Allerdings weiß man absolut nicht ob nun die Kontaktaufnahme positiv war oder nicht. Ein Hund freut sich oder geht weg, bei einer Katze kann man Abneigung und Zuneigung auch sehr gut erkennen…aber bei einem Elefanten? Die Augen sind winzig und schauen immer gleich. Vielleicht sind sie auch nicht so emotional und es ist ihnen egal, solange es was zu fressen gibt und auch sonst keine Änderungen eintreten….Ein Mahut bleib sein ganzes Leben bei „seinem“ Elefanten und wächst schon als Kind mit ihm auf. Elefanten werden in der Familientradition weitergegeben, sie werden zwischen 60 und 80 Jahre alt. Sie wiegen bis zu 4000 kg und fressen hunderte Kilos jeden Tag an Blättern, Stengeln, Gräsern, Bananen etc. Sogar ganze Bananenstauden werden rausgerissen und komplett gegessen. Manchmal hauen sie nachts ab und fressen die Felder vom Nachbarn leer, reiben sich in den umliegend Wäldern an den Bäumen, so das diese absterben und ganz schwarz werden. Dann gibt es richtig Ärger. Ich dachte erst es hätte gebrannt, bis man mir erklärte das dies vom Rubbeln der Elefanten käme. 70 % des Tages sind sie nur mit Fressen beschäftigt. 250.000 Kalorien müssen reingeschaufelt werden.
Der Mahut mit seinem Elefanten….alles ganz friedlich….Nicht einmal hat er seinen Metallpickel gebraucht (den ganzen Tag übrigens nicht). Der Elefant gehorcht aufs Wort. Zwar jetzt nicht immer beim ersten Mal, aber dann…
Einige Kommandos hat mir der Mahut beigebracht und ich durfte sie ausprobieren (sie haben tatsächlich funktioniert) Bpai=Geh, Ya=Nein, Dii mak=gut, Phae ma=komm Meistens hat man aber Bpai und Ya gebraucht im Gelände, weil er so gerne Stauden rausreißen wollte.

Tja, und dann kam dann die Frage ob ich ins Gelände wollte…Ich kann nur sagen, das sieht von unten schon hoch aus, aber wenn man erstmal oben ist, hat man das Gefühl, es ist noch viel höher….
Zum Aufsteigen hebt der Elefant sein rechtes Vorderbein und knickt es ab, da muss man dann drauf steigen und dann Schwung holen und auf den Rücken klettern. Eine kleines Seil ist um den Elefanten drum gebunden, an dem man sich halten kann, natürlich kein Sattel und sonst auch nichts.

Meinen Flip-Flop verloren beim Aufsteigen…ich war froh als ich oben war und mir kam auch sogleich der interessante Gedanke des Abstiegs in den Sinn…(oh da wusste ich ja noch nicht das ich im See landen würde) Eigentlich wollte ich auch gleich wieder runter, aber sie haben Mahut Junior mit draufgesetzt und das war dann lustig. Der konnte den Elefanten einwandfrei steuern.
Jedenfalls schwankt es nicht so oben drauf, wie auf einem Kamel. Es ist aber auch längst nicht so bequem wie auf einem Kamel. Die Beine muss man die ganze Zeit anziehen, weil der Elefant auf Druck reagiert und da ich mich nicht auskannte, wollte ich das auch nicht riskieren, in welcher Weise welcher Druck was genau macht…Also Beine hoch. Die Haut oben ist total hart und nun wusste ich warum die Metallspitze von dem indischen Mahut immer „plop“ gemacht hat. Da der Rücken vom Elefant richtig breit ist und die gesamte Position gar nicht so bequem war (ich hatte mich völlig verkrampft), hatte ich 4 Tage lang danach Probleme zu laufen.
Als es ins Gelände ging, lernte ich recht schnell, das ich bevor es bergauf geht, weiter nach vorne rutschen muss, da ich sonst nach hinten abrutsche, das gleiche dann beim Berg runter gehen, den Schwerpunkt vorher nach hinten verlagern, haha es gibt ja außer dem dünnen Seil nichts zum halten. Einmal habe ich dann die Ohren genommen aber das fand er nicht so toll…
Übrigens ist an genau dem gleichen Tag (2.2.16), auf Koh Samui ein Tourist vor den Augen seiner Tochter zu Tode getrampelt worden. Der Elefant hatte ihn abgeworfen und dann auf ihm rumgetrampelt. Es war ein Bulle, der wohl Hormonprobleme hatte und einen schlechten Tag. So etwas geschieht scheinbar von Zeit zu Zeit. Grauenhaft. Also es ist keinesfalls ungefährlich und man sollte der Sache stets mit dem nötigen Respekt begegnen.

Damit der Elefant was zu tun hatte, durfte er Gräser transportieren, was in der ersten Stunde noch ganz gut klappte, aber dann wurden es immer weniger 😉 und der Mahut ist hinterher gelaufen, hat alle eingesammelt und selber getragen…
Unterwegs auf einem Hügel haben wir eine Pause gemacht und der Elefant durfte eine ganze Bananenstaude samt Wurzeln verspeisen…hmm




So, da habe ich mich schon ein wenig eingewöhnt…aber immer noch beschäftige mich der Gedanke an den Abstieg…
Aber der kam dann überraschenderweise im See…Ich bin also mit dem Elefanten in den See geritten, klar der muss ja auch mal Durst haben und was trinken und Elefanten lieben ja Wasser…und dann dreht er sich um und lässt sich in Zeitlupentempo mit mir auf dem Rücken auf die Seite fallen…


Schwupps, im Wasser…das kam überraschend und ich musste erstmal schauen ob meine Beine noch dran waren. Ja, nichts war passiert :-), alles gut gegangen. Ob der Elefant nun vorsichtig war oder ob ich instinktiv meine Beine weggezogen hatte, kann ich gar nicht mehr sagen. Das Wasser war toll und der Elefant fühlte sich sichtlich wohl und erwartete seine Wellnessbehandlung mit der Schrubbelbürste.

Wasserspaß für alle 🙂


Irgendwann hatte ich dann auch meinen Schuh im Wasser wiedergefunden. Beim drum herumgehen um den Elefanten bin ich ihm leider auf Füsse und Beine gestiegen (weil ich die ja im Wasser nicht sehen konnte), aber das hat ihn gar nicht irritiert.





so ungefähr 8-10 Liter kann der Elefant mit seinem Rüssel an Wasser aufnehmen und versprühen…:-) das Kommando hierfür heißt: BongBong
Wackeliger, aber durchaus bequemer war es auf dem Kopf des Elefanten. Ich bin dann ohne Mahut wieder aus dem Wasser rausgeritten – Mahut Junior plantscht noch direkt vor dem Elefanten, wie man auf dem Foto sieht, auch ohne das ich den Elefanten gesteuert habe, ist er vorsichtig an dem Kind vorbei gegangen.
Das war ein wirklich schöner Tag und ein tolles Erlebnis.

TAIWAN
Ob Taiwan nun zur Volksrepublik China oder zur Republik China gehört, ist bis heute nicht geklärt. Argumente gibt es auch für ein bereits souveränes, unabhängiges Taiwan oder es kam auch nach Verzicht Japans der Anspruch der Vereinigten Staaten, das Taiwan eigentlich unter der Gerichtsbarkeit der USA stehen könnte. Verfahren laufen bereits seit vielen Jahren. 2008 wurden Klagen in den USA abgewiesen mit der Begründung, das dies ausschließlich ein politisch zu lösendes Problem sei. Seit 2010 ist Taiwan mit den Vereinigten Staaten im Rüstungsgeschäft, sehr zum Ärgernis der Volksrepublik China.
Taiwan ist landschaftlich wunderschön und hat sich doch niemals zu einem populären Reiseland entwickelt. Es gibt schöne Küsten, Berge zum Wandern, Seen, Flüsse und freundliche Einwohner. Mit Englisch kommt man meistens nicht wirklich weiter. Weil Taiwan nicht auf Touristen eingestellt ist, ist das Reisen nicht so einfach wie in touristisch geprägten Ländern. Leider konnte ich nicht länger als ein paar Tage oben im Norden bleiben, da ja meine Pläne von dem Philippinen Chaos durcheinander geraten waren. Was letztendlich dann auch nicht so tragisch war, weil ich dadurch wiederum dem Erdbeben entkommen bin. Ansonsten hätte ich noch sehr gerne die Mitte und den Süden angeschaut.
Es gibt die Möglichkeit mit Bussen zu reisen. Und da sind wir schon bei den ersten Schwierigkeiten: Die Busse sind nicht in Englisch ausgeschildert, am Ticketschalter kann niemand Englisch und es gibt allein in Taipeh 3 verschiedene Bus-Stationen, die man erstmal finden muss.

Taxifahrer sprechen ebenfalls kein Englisch, Ausnahmen mag es geben, aber ich habe mehrere Taxen benutzt und niemand hat auch nur ein Wort Englisch verstanden. Die einzige Möglichkeit ist das vorherige Rauskopieren des Punktes wo man hin möchte, und das Ganze dann auf Chinesisch. Das bedeutet: zuerst den Ort oder Punkt finden wo man hin möchte auf einem englischen Plan und das Ganze dann bildlich abgleichen (nach dem Motto: könnte genauso aussehen) in Chinesisch. Dann als Bild im Smartphone speichern oder Drucken (möglichst außerhalb Taiwans). Da ich das Spiel schon in „Peking auf eigene Faust“ erlebt hatte, ahnte ich bereits was auf mich zukam und speicherte alles brav vorher ab. Was ich nicht bedachte war, das ich keine gültige Sim-Karte im Smartphone hatte und somit kein Netz, was wiederum bedeutete: kein Zoomen möglich. Haha ;-). Das wurde dann extrem schwierig, denn wie ich es schon in einigen anderen Ländern erlebt habe, fehlt einfach das Geld für eine Brille im Alter und somit konnten mir nur ganz wenige weiterhelfen, weil ich ja Tagsüber zur Arbeitszeit unterwegs war und sich auf den Straßen meist ältere Menschen oder ebenfalls Ortsfremde befanden. Es sind meistens alle Menschen sehr freundlich und bemüht weiterzuhelfen, nur ein paar Mal ist gleich vor meiner Fragestellung schon abgewunken worden. Ich denke, das es keine Unfreundlichkeit sein sollte, sondern das die Einwohner Berührungsängste haben, weil sie einfach kein Englisch können. Wenn man genug Zeit hat, kann man aber prima mit Zügen und Bussen reisen. Das Wetter ändert sich hier eben so schnell wie auf den Philippinen; eben noch sonnig und warm und schon wirds windig und wolkig.

In Taipeh gibt es ein wirklich einfach zu durchschauendes Metro-System.

Es gibt eine Karte zum Aufladen oder man kann Coins ziehen, wenn man vorher die genaue Strecke eingibt am Automaten. In den Stationen sind dann überall Schranken; beim Reingehen gegenhalten und beim Rausgehen einfach einwerfen.
Die Stationen sind sehr sauber und man stellt sich brav vorher an den Türen bei der Linie in einer Reihe an, somit gibt es kein Gedränge.

Anreise von Airport Taiwan Taoyuan International nach Taipeh City:
Entweder mit dem Taxi (ca. 35 Euro) oder mit dem Bus Nr. 1819. Im Airport beim Ausgang einfach den Bildern für Bus folgen :-). Das Ticket vorher am Schalter kaufen, sonst steht man umsonst in der Reihe, so wie ich, und kann wieder umkehren. Mein Bus war dann weg und ich musste auf den nächsten warten. Nachts um halb 2. Da ich wieder den günstigsten Flug gebucht hatte, war es schon so spät. Der Bus fährt ungefähr eine Stunde, man sollte vorher dem Fahrer sagen wo man raus möchte, da man die Stationen nicht erkennen kann.
Ansonsten kann man die Stadt gut zu Fuß in Kombination mit der Metro besichtigen.







Einfach machbar ist ein Ausflug nach Tamsui mit der roten Linie der Metro. Einfach bis zum Ende nach Norden fahren, dann kommt man direkt am Tamsui River an. Leider hatte sich das Wetter von Sonne in Regen auf dem Weg gewandelt und ich konnte dort nicht viel machen. Aber es gibt dort eine schöne Uferpromenade und Möglichkeiten mit dem Boot zu fahren.






Der Taipei 101 (101 Stockwerke) war mal der höchste Wolkenkratzer der Welt mit 508 Metern, bis er vom Burj Khalifa in Dubai mit 828 Metern abgelöst wurde. Ich habe versucht mit dem Lift (10 Euro) raufzufahren ), aber nach 30 Minuten Wartezeit war abzusehen das ich es nicht mehr bei Tageslicht raufschaffen würde. Tipp: Für den Sonnenuntergang bereits um 16 Uhr anstellen.
Ausflug zur Nordküste Taiwans





Ausflug zum Yehliu Geo-Park
Westlich von Keelung, an der Nordküste Taiwans, kann man den Yehliu Geo-Park besuchen (Bus 1815, fährt ca 1,5 Stunden). Hier gibt es ein Natur-Phänomen zu sehen: die Mushroom-Rocks (Pilzfelsen) und andere Felsformationen, die besonders kunstvoll geformt sind und von Erosionen und Naturgewalten hervorgebracht wurden.











Außerhalb des Parks gibt es einen Markt mit verschiedenen Essens-Sachen:
Leider sah es nicht vegetarisch aus…

Von Taiwan bin ich dann zurück nach Thailand geflogen, es gab sogar einen Direktflug von Taipeh nach Chiang Mai – dort wo ich dann einen Tag im Elefantencamp verbracht habe 🙂
Bohol
Atemberaubende Landschaft, Chocolate Hills und die kleinsten Affen der Welt
Bohol ist landschaftlich wunderschön und sehr vielseitig; es gibt Traumstrände, den Loboc River für eine Bootsfahrt, die Chocolate Hills, Tauchmöglichkeiten, Schwimmen mit Haien und Walhaien und die kleinen Kobold Affen. Von hier kann man gut nach Siquijor Island weiterreisen. Vorausgesetzt das Wetter spielt mit.
Alona Beach
Der Alona Beach ist auf Panglao Island und mit einer Brücke mit Bohol verbunden.



Anreise und Weiterreise:
Mit dem Boot von Cebu, von Dumaguete oder mit dem Flugzeug, Airport Tagbilaran (wird nur von Manila aus angeflogen). Es gibt 3 Häfen mit Schnellbootverbindungen: Tagbilaran, Tubigon und Jagna (nach Mindanao)
Ich wollte von Bohol über Dumaguete nach Siquijor Island um mit den Walhaien in Oslob zu schwimmen. Ich hatte einige Leute getroffen, die das von Bohol aus versucht hatten und keiner hatte es geschafft, da immer nach 4 Stunden Bootsfahrt das Wetter dicht machte und die Boote umkehren mussten. Also wollte ich näher dran, und deswegen nach Siquijor. Das Ticket hatte ich schon gekauft und machte mich frühmorgens um 5 Uhr auf den Weg mit dem Taxi von Panglao Island zum Hafen in Tagbilaran. Das Wetter hatte ich bereits gecheckt und sie hatten erst für den Tag danach Unwetter angesagt, also war ich froh das Ticket für diesen Tag zu haben.
Leider zog in der Stunde Fahrzeit schon bedrohlich alles mit Wolken zu und als ich dann am Hafen war, fing es an zu regnen. Ich reihte mich am Hafen in die weiteren hundert Leute ein, die laut durcheinander rufend auf irgendwas warteten. Das etwas nicht stimmte, war mir schnell klar und ich begann mich durchzufragen. Ich war ganz falsch und musste mich woanders anstellen, denn es gab eine Extra-Warteschlange für diejenigen die nach Siquijor wollten. Die Boote waren komplett gecancelt. Keines sollte an dem Tag auslaufen, weil schwere Unwetter erwartet wurden. Ich bekam mein Geld zurück, saß aber am Hafen und hatte nicht mehr so viele Optionen. In drei Tagen ging mein Flieger nach Taiwan von Cebu aus. Da musste ich auf Cebu sein. Da für den Tag drauf Unwetter bereits angesagt waren, machte ich mir keine Hoffnungen, das es morgen besser sein würde. Ich beschloss das lezte und einzige Boot, welches auslaufen sollte zu nehmen. Dies war dann nach Cebu und ich wollte versuchen mein Ticket nach Taiwan umzubuchen und früher zu fliegen, bevor das alles noch schlechter wurde mit dem Wetter. Nur dem glücklichen Zufall, das das Weiterflugticket nach Japan von Süd-Taiwan preislich in die Höhe geschnellt war und damit für mich nicht mehr in Frage kam, verdanke ich es, dem schweren Erdbeben (6,4) in Kaoshiung entgangen zu sein. Denn Kaoshiung war definitiv in meinem Reiseplan vorgesehen.
Die Ausreise von den Philippinen ewies sich leider als totales Desaster.
Durch das Unwetter auf den Inseln war mein Reiseplan nun völlig durcheinander und ich hatte weder Internet gehabt, noch eine Gelegenheit mir kurzfristig einen Flug aus Taiwan raus zu buchen. Das wiederum bedeutete, das sie mich nicht von den Philippinen ausreisen und in Taiwan einreisen ließen. Am Schalter hatte mir Cebu Pacific mein Ticket gegen einen Aufpreis von gut 50 Euro umgetauscht, so das ich 3 Tage eher fliegen konnte. Nach 7 Stunden Warten auf den Flug, kassierten sie meinen Pass und mein Gepäck ein. Nichts ging mehr ohne Ticket. Ich hatte dann 2 sehr unangenehme Stunden in dem Büro von Cebu, in denen ich darauf bestand mein Geld zurückzubekommen, was sie mir nicht auszahlen wollten. Fliegen wollten sie mich aber auch nicht lassen und das Internet ging auch hier nicht im Office um einen Flug aus Taiwan raus zu buchen. Ich blockierte die ganze Zeit den Chefsessel dort und weigerte mich das Büro ohne Geld oder Ticket zu verlassen. Als die Zeit bis zum Flug dann fast abgelaufen und der Hass im Raum schon fast greifbar war, ging endlich das Netz. Wirklich kurz vor knapp konnte ich mir in letzter Sekunde einen Flug nach Thailand buchen. Wegen diesem ganzen Durcheinander war ich nicht zur Erdbeben-Zeit im Süden Taiwans und auch Japan muss leider diesmal ausfallen.
Überhaupt schien ich auf den Philippinen nicht so sonderlich viel Glück gehabt zu haben, denn als ich auf Bohol den Ausflug zu den Chocolate Hills buchen wollte, war es durch meine späte Ankunft dunkel und das einzige Office am Alona Beach war bereits zu. Ich fragte dann im Restaurant um die Ecke und die zauberten dann noch Mike hervor, der mich zum Treffpunkt gebracht hat, von wo der Trip morgen starten sollte. Er nahm dann auch meine 1000 Pesos, konnte mir aber keine Quittung ausstellen, weil ja alles dunkel und zu war. Und es kam so, wie es kommen musste. Am nächsten Tag war ich um 9 Uhr (nachdem ich bereits aus meinen Hotel auschecken musste um mir ein günstigeres in den frühen Morgenstunden zu suchen) pünktlich am Treffpunkt. Nur leider wollten sie mich ohne Ticket gar nicht mitfahren lassen. Natürlich kannten sie auch keinen Mike. Und dieser ließ sich auch erst gar nicht einfallen, aufzutauchen. Nun sind 1000 Pesos ja nicht so viel (20 Euro) und das konnte mich entspannt in die Zukunft schauen lassen, denn mir ging es hier um`s Prinzip. Und so machte ich einen Riesenaufstand und rief nach der Polizei. Das wiederum lockte alle im Umkreis an, denen langweilig war oder die auch mal was anderes sehen wollten 😉 Die Inhaberin versuchte mich damit zu erpressen, das nun der allerletzte Bus für den Tag abfahren sollte und wenn ich jetzt nicht sofort einsteigen würde, dann hätte ich keine Möglichkeit mehr für den Ausflug. Natürlich sollte ich nochmal zahlen. Damit waren alle ganz falsch bei mir. So etwas macht mich noch viel ruhiger. Ich rief also weiter nach der Polizei und irgendwas von Betrug, als sich tatsächlich einer aus der Menge nun daran erinnern konnte, mich am Tag zuvor gesehen zu haben, wie ich das Geld einem Freund von ihm gegeben habe. Der hieß aber gar nicht Mike, sondern John. Wie auch immer, den konnte man dann auch wirklich ausfindig machen und er kam noch vor der Polizei mit dem Geld wedelnd angelaufen. Geht doch 🙂
Der Ausflug zu den Chocolate Hills und den Tarsieren war wirklich perfekt und hat großen Spaß gemacht. Es waren so nette Leute in der Gruppe und ich hatte auch die zwei Spanier wieder getroffen, mit denen ich schon mal irgendwo gefrühstückt hatte. Weiter unten poste ich ein Gruppenfoto.
Die Chocolate Hills sehen aus wie halbe Bälle, die aus der Erde ragen. In der Trockenzeit verfärben sie sich in unterschiedlichen Brauntönen und sehen aus wie große Schokoküsse. Es gibt weit über 1000 davon, unterschiedlich hoch, zwischen 30 und 120 Metern. Wie genau sie entstanden sind, weiß man bis heute nicht. Eine Theorie geht davon aus, das es früher einmal Korallenriffe waren, die sich durch gewaltige Erdbewegungen aus dem Meer erhoben haben und über viele hunderttausend Jahre von Wind und Wetter das heutige Aussehen erlangt haben.








Die Tarsiere, auch Kobold-Makis genannt, sind die kleinsten Affen der Welt. Sie werden nur 12 cm groß und haben lange unbehaarte Finger und Zehen, mit denen sie sich überall festklammern können. Tagsüber schlafen sie, meistens in lustigen Positionen irgendwo in den Bäumen. Dadurch das sie so winzig sind, sind sie schwer zwischen den Blättern auszumachen. Noch seltener öffnen sie die Augen, diese sind riesig und man darf keinen Blitz benutzen, um die Augen nicht zu schädigen. Tarsiere verständigen sich übrigens mit Ultraschall untereinander.






Der Loboc River ist wunderschön eingebettet in die Landschaft und man kann eine Bootstour darauf machen.













Boracay – Paradies Philippinen
Philippinen – klingt ziemlich weit weg. Ja, das sind sie auch 🙂
Die Anreise ist oft beschwerlich und manchmal landet man auch nicht dort, wo man ursprünglich hinwollte. Von Mai bis Oktober ist Taifun Zeit. Daneben gibt es noch von Zeit zu Zeit Erdbeben, Seebeben und Vulkanausbrüche. Die Philippinen liegen am „Ring of Fire“. Kein anderer Staat der Welt ist so oft tropischen Stürmen und Naturgewalten ausgesetzt.
Eine hohe Flexibilität wegen nötigen Planänderungen ist hier sehr wichtig. Über 7.000 Inseln, von denen ungefähr 880 bewohnt sind, verteilen sich und können per Flugzeug oder Boot erreicht werden. Weil das Wetter sich hier sehr schnell ändert, ist es möglich das von jetzt auf gleich Boote einfach nicht mehr fahren. Mir ist dies passiert, als ich von Bohol nach Siquijor Island rübersetzen wollte – ob ich mein Geld wiederbekommen habe und wie ich trotz Sturm noch von der Insel kam, im nächsten Post.
Boracay ist eine paradiesische Trauminsel. Sie ist genau so, wie man sich im Traum eine Insel vorstellt: ganz weißer, feiner Sand, der Strand ist gesäumt mit Kokospalmen, das Wasser glasklar und warm, es geht ein leichter Wind, so das Segelboote vor der Küste kreuzen können, abends wird der Strand mit Kerzen, Fackeln und Lichtern geschmückt, Tische werden aufgebaut für ein romantisches Dinner bei leiser Hintergrundmusik am Strand. Einfach traumhaft. Und so zählt Boracay zu den wenigen Orten, die ich wieder besuchen würde. Aber das nächste Mal nicht allein.
Die Hotels sind nicht billig am White Beach, der in drei Zonen unterteilt ist und sich über 3,5 km erstreckt. Der White Beach zählt zu den 10 schönsten Stränden der Welt. Ab 30 USD aufwärts, aber dann auch nicht in erster Reihe, kann man gut etwas finden. Ich hatte das Glück eine Strohhütte für 18 USD buchen zu können, 5 qm groß und sehr basicly, aber sauber und völlig ausreichend. Wer gerne hundert Dollar und mehr pro Nacht zahlt, bekommt dafür auch ein schickes Zimmer mit Balkon direkt zum Meer in erster Reihe.
Wassersportmöglichkeiten gibt es unendlich viele auf Boracay. So ist es ideal zum Kite-Surfen hier, zum Segeln oder zum Tauchen. Tauchschulen reihen sich eng aneinander und wer noch keinen Tauchschein hat, bekommt hier die Möglichkeit ab einem Tag aufwärts vom Schnuppertauchen bis zur Tauchlehrer-Lizenz alle Scheine zu machen.
Angebote für Ausflüge sind begrenzt, wie man sich vorstellen kann. Es gibt die Möglichkeit sich mit einem Tuk Tuk über die Insel fahren zu lassen, oder mit dem Boot um die Küste herum. Sehr beliebt ist auch ein romantischer Segelausflug bei Sonnenuntergang. Ansonsten heißt es hier: Ausruhen. Und das fällt wirklich leicht bei so einer Traumkulisse. Europäische Touristen sind hier in der Minderheit. Deutsche Touristen sind auf Boracay selten anzutreffen.
Anreise:
Es gibt zwei Flughäfen, von denen aus Boracay erreicht werden kann. Beide liegen nicht auf der Insel Boracay, sondern auf Panay Island. Das letzte Stück muß immer mit einem Boot zurückgelegt werden. Der Flughafen Caticlan ist sehr bequem, man ist schnell am Hafen und schnell auf der Insel. Dafür wird Caticlan nur von wenigen Gesellschaften angeflogen (kleine Propellermaschinen aus Manila und Cebu) und dann ist das 3x so teuer als wenn man nach Kalibo fliegt. Das macht auch der Preis des Transfers nicht wieder gut, der von Caticlan ca. 350 Peso beträgt und von Kalibo 700 Peso (13 Euro). Und wie so oft im Leben: Was man an Geld spart, verliert man an Zeit. Denn der Transfer von Kalibo dauert wirklich lange. Ich bin um 14.45 gelandet und war um 19.30 in meinem Hotel. Das Ganze ist dafür aber recht einfach: aus dem Flughafen rauskommend, direkt geradeaus ist ein großer Stand von South-West Tours aufgebaut. Man kann dort Tickets kaufen, auch wenn man nicht vorher registriert ist. Sie arbeiten mit Air Asia und Cebu Pacific zusammen und bei manchen Flügen gehen die Stewardessen bereits im Flugzeug rum und nehmen die Buchungen auf. Es besteht auch die Möglichkeit direkt online bei Air Asia (wohl auch bei Cebu Pacific) vorzubuchen. Aber dies gilt nicht für alle Flüge, deshalb sollte man sich immer vorher informieren und wie gesagt es gibt auf jeden Fall auch Tickets für die, die nicht vorgebucht haben. Drumherum wedeln gefühlte 200 Philipinos mit Lock-Angeboten ab 250 Pesos. Da ist dann Verschiedenes nicht inkludiert. Ich bin alleinreisend und bewege mich immer lieber im sicheren Rahmen und somit kam für mich etwas anderes als South-West nicht in Frage. Die Fahrt (wunderschöne Landschaft auf Panay Island) ging dann mit einem Bus zum Hafen in 3-4 Stunden (1 Pause 15 Minuten) und dann mit kleinen Schnellbooten weiter. Wie so oft in Asien bekommt man bunte Sticker zum Aufkleben an das T-Shirt, damit man schnell zugeordnet werden kann. Alles ist bestens organisiert. Auf Boracay angekommen, hat man mir sogar meinen Rucksack zu Fuß weitertransportiert, weil durch die kleinen Gassen nichts fahren kann. Es war dann noch eine halbe Stunde Fußmarsch durch kleine Straßen und über Sand und dann waren wird da. Die Strapazen der Anreise sind gerne vergessen, wenn man am nächsten Morgen an den Strand geht 🙂






Segelboot mit beidseitigem Ausleger (Proa), ein sogenanntes „Mehrrumpfboot“. Es zeichnet sich durch Schnelligkeit und Wendigkeit aus. Es gibt keine „Wende“ oder „Halse“, beim Wendemanöver werden Heck und Bug einfach ausgetauscht (Shunting). Solche Boote habe ich in Indonesien auch oft gesehen. In Sri Lanka dagegen gibt es Ein-Ausleger-Boote, d.h. das Boot hat nur an einer Seite den Ausleger (dieser ist dann im Luv)



Ungefähr 3 km kann man den Strandweg entlang gehen. Es reihen sich Geschäfte, Restaurants, Hotels und Tauchschulen aneinander. Manchmal führen die kleinen davon abgehenden Seitengassen zu Souvenirmärkten.







Eins von den Restaurants mit schöner Terrasse und Aussicht aufs Meer. Abends sind am Strand verschiedene Bands, die Live Musik spielen.


Weiterreise:
Nahezu jedes Hotel besorgt Tickets für den Rücktransport zu den beiden Airports. Weiterflüge sind ab Kalibo schon für 20-30 Euro zu haben, je nachdem wo man hinmöchte. Ein kurzer Sprung nur ist Cebu entfernt, wo es einen großen Hafen gibt, als Sprungbrett zu vielen weiteren Inseln. Dazu fliegt man nach Mactan, was auf Lapu Lapu gelegen ist und lässt sich mit dem Taxi (ich habe mir eins mit 3 Chinesen geteilt) zum Hafen bringen. Da dieser viele weit verstreute Ablegestellen hat, sollte man im Mactan Airport an dem Info-Stand sich bereits die Pier Nummer geben lassen. Diese braucht man unbedingt für das Taxi.