Nur wenige Kilometer von Sihanoukville ist der Otres-Beach. Vom Zentrum Sihanoukville bis zum Otres Beach 1 zahlt man 4 USD mit dem Tuktuk. Hier wird gerne übertrieben und es werden Preise von 7 USD verlangt, aber mit geschicktem Handeln bekommt man es für 4 USD. Ich bin vom Drop off des Busses bei Ankunft einfach weitergegangen und habe sie mürbe gemacht mit Warten weil ich dann erst noch Falafel essen war. Als ich Ihnen dann erklärt habe, nun müsste ich ja laufen nach dem ganzen Essen, haben sie mich dann für 4 gefahren.
Der Otres ist unterteilt in Teil 1 und Teil 2. Wobei am Teil 2 noch weniger los ist als am Teil 1. In der Mitte zwischen beiden gibt es nur Strand und Meer, keine Hütten oder Restaurants. Hier ist noch alles sehr ursprünglich und im Aufbau. Noch ein Geheimtipp, aber in fünf Jahren sicherlich touristisch voll erschlossen. Ein schöner langer, heller Strand, ideal für Strandspaziergänge. Das Wasser ist sehr sauber und wunderbar warm. Am Otres 1 sind einige Restaurants, die teilweise auch Hütten vermieten. Die Sonnenliegen vor den Restaurants können kostenlos einfach benutzt werden, wenn man für 1 USD etwas trinkt. In der Pizzeria am südlichen Ende bekommt man hervorragende Pizza ab 5 USD direkt aus dem Holzofen. Joints gibt es nahezu überalls und werden öffentlich geraucht (ab 1,50). Besonders zum Sonnenuntergang trifft man sich an den Bars.
Am Otres Beach kann man eine Bootstour buchen (13-15 USD), die drei kleine Inseln anfährt, bei denen man dann baden und schnorcheln kann. (Der Tour-Verkäufer kommt direkt nach dem Sonnenbrillen-Verkäufer, der Obstfrau, der Massagefrau …:-) )
Sehr empfehlenswert für die Übernachtung ist das Otres Village. Ich hatte eine schöne Hütte in den Mangroven bei Maik & Marcus (Mangroves & More) gemietet. Gebucht über booking.com.
Ein super schöner Platz zum Verweilen. Abends bei Musik an den Mangroven sitzen und das leckere Essen genießen, das die beiden mit viel Liebe zubreiten. Die Hütten sind einwandfrei sauber und sehr gemütlich. Vorne gibt es Hängematten, in denen man lässig schaukeln und lesen kann. Schade, das ich schon nach 4 Tagen weiterziehen muss, hier wäre ich gerne noch länger geblieben.
Mitten in den Mangroven
Oben der neu angelegte Weg am Otres Beach entlang, in der Mitte Otres Village (alles gerade erst im Aufbau), rechts die Zufahrt zum Otres Market und den Mangroven.
Als ich in Phnom Penh Harri anspreche und nach Tipps für den nächsten Tag für Ausflüge frage, ahne ich noch nichts von seiner Obdachlosigkeit und der Geschichte, die dahinter steht.
Ich spreche ihn einfach an, so wie ich es immer mit verschiedenen Menschen tue; entweder bekomme ich einfach nur einen guten Tipp oder es entwickeln sich sogar nette Gespräche. In diesem Fall beides und wir gehen noch ein Bier trinken um uns weiter zu unterhalten.
Harri lebt schon viele Jahre hier in Kambodscha, er wird jetzt demnächst fünfzig und hat mit dem Leben in Deutschland abgeschlossen. Er ist Handwerker und hatte anfangs noch gute Aufträge, von denen er und seine wechselnden kambodschanischen Freundinnen gut leben konnten. Harri ist hungrig und fragt mich, ob ich ihm eine Runde Frösche ausgeben kann. Ich kann. Und so knabbert er an den frittierten Froschbeinen herum, während er weiter erzählt. Seine erste Freundin hatte etwas Land in der Stadt, wo er ein kleines Häuschen drauf baute und mit Gelegenheitsjobs das Mädchen, die Mutter und den Sohn ernährte. Dafür brauchte seine Freundin nicht mehr in der Prostitution arbeiten und konnte zu Hause bleiben und sich um ihren Sohn kümmern. Manchmal langte das Geld aber auch nur für seine Zigaretten und seine Tabletten, denn er bekam einen Bandscheibenvorfall und muss seitdem starke Schmerztabletten nehmen. Bekommt man ja hier alles ohne Arzt. Kostet eben nur. Rücklagen waren schon längst aufgebraucht, durch eine Pleite in München in der Gastronomie damals mit seinen Eltern zusammen. Die leben jetzt schon lange von Hartz 4. Harri nicht. Hier gibt es das nämlich nicht.
Mir fallen erst jetzt seine starke Abmagerung und die Kuhlen in den Wangen auf. Mangelnde Zahnhygiene hat seine Zähne dahingerafft. Harri sagt, nur die wenigsten Menschen wissen was wirklich Hunger ist. Es ist kein Geld da. Nicht zum Essen und nicht für die Gesundheit. Er fieselt weiter an den trockenen Fröschen rum und erzählt das seine Freundin mittlerweile einen Amerikaner geheiratet hat, sein Quad, sein Pass und alle Dinge aber noch in dem Haus sind. Und er nicht dran kann, weil er ihr noch Geld schuldet. Sein Laptop, Handy und alles was er sonst noch besaß ist mittlerweile im Pfandhaus. Ja, das gibt es hier in Kambodscha auch. Geld zuschicken lassen kann er sich nicht, dafür brauch er seinen Pass. Den Quad verkaufen kann er nicht, dafür brauch er das Geld um ihn auszulösen. Aufträge kann er nicht mehr annehmen, weil sein Handy weg ist. Mittlerweile isst er die Reste von meinem Teller weiter, ich nehm noch schnell meine Serviette runter.
Er hat danach noch andere ähnlich schlecht laufende Bekanntschaften gehabt. Wir unterhalten uns über alles Mögliche und ich merke ihm seine besseren Zeiten an. Er ist gebildet, kennt sich mit vielen Dingen gut aus und von seinem Handwerk versteht er eine Menge. Jetzt teilt er sich gerade mit einigen anderen kambodschanischen Obdachlosen ein Zimmer für 7 USD. Manchmal gibt es Essen für alle, wenn einer irgendwo ein paar Dolloar aufgetrieben hat. Es wird geteilt was da ist. Der Zusammenhalt ist groß unter denen, die nichts haben. Er gibt mir noch einige Tipps für die Weiterreise und ich frage ihn, ob er nicht in seiner Lage lieber wieder nach Deutschland zurück möchte. Er schaut mich an und zögert keine Sekunde: nein, sagt er, er würde lieber hier sterben als zurück. Irgendwie kann ich ihn verstehen, wie würde sein Leben in Deutschland aussehen? Es war schön ihn kennenzulernen und gerne habe ich ihm die Runde Frösche spendiert. Ich verabschiede mich von ihm und wünsche ihm gute Aufträge, die seine Situation etwas verbessern.
In den 80er Jahren hat mich der Film „The Killing Fields – Schreiendes Land“ tief beeindruckt und nie wieder losgelassen. Seitdem wollte ich immer mehr über dieses Land erfahren, in dem so viel Grauenhaftes passiert ist und ungefähr 3 Mio. Menschen den Tod unter der Herrschaft des Diktators Pol Pot fanden. Als Deutscher mit der Erbschande der Judenverfolgung aufgewachsen, wurde man in der Schule ausschließlich eben damit konfrontiert, während ganze Völkermorde überall auf der Welt passiert sind und noch passieren. Ich frage mich schon seit langem, was der Unterschied ist? Wohl niemand käme auf die Idee, die heutige Generation der armen kambodschanischen Bevölkerung mit Verfolgung und Mord in Verbindung zu bringen. Als Deutscher darf ich heute noch nicht meine Meinung frei sagen und reise ich als Deutscher durch die Welt, fällt den Menschen, egal auf welchem Kontinent als erstes Hitler ein. In Indien hat mich doch tatsächlich jemand gefragt ob ich ihn persönlich kennen würde.
Pol Pot, der in Frankreich studierte und Mao Zedong verehrte, war von der Idee besessen einen kommunistischen Bauernstaat zu gründen und somit das Stadt-Land-Problem und das Armutsgefälle zu lösen. Im Untergrund im Dschungel fing er schon in den 60er Jahren damit an Guerillakrieger um sich zu scharen und dann in den 70er Jahren wurden immer mehr von der Landbevölkerung rekrutiert mit dem Versprechen, einen Arbeitspaltz und Essen zu bekommen. Schließlich fiel er im April 1975 in Phnom Penh ein. Unter Jubel eines Großteils der Bevölkerung, die vom Vietnamkrieg noch geschwächt unter Bürgerkrieg und Hunger litt und sich von dem neuen Kommunismus Essen und Arbeit versprach.
Tatsächlich aber wurde in nur 3 Tagen die komplette Stadt evakuiert unter Androhung von Todesstrafe. Jeder, der gegen das Regime war, wurde sofort eingesperrt oder erschossen. Alle Menschen mit Bildung waren auf einmal Regimegegner, Brillenträger wurden gleich verhaftet. Alle Studierten, Lehrer und Nicht-Landarbeiter wurden weggeschafft, Familien auseinandergerissen und und über das Land verteilt.
Es gab über 300 Killing Fields. Aus den Menschen im demokratischen Kambodscha wurden Zwangsarbeiter. Unter unmenschlich harten Bedingungen mussten sie auf den Feldern arbeiten, bis zum Umfallen. Aus grossen Lautsprechern ertönte kommunistische Musik zur Motivation und um die Schmerzensschreie der Sterbenden zu übertönen. Die Killing Fields waren Lager aus denen Massengräber wurden. Aus Gefängnissen wurden bereits halb tot gefolterte dorthin transportiert um sie zu entsorgen. Und das auf möglichst billige Art und Weise. Weil die Munition teuer war, wurden viele auf grausame andere Arten getötet: Männern wurde an den scharfen Kanten der Palmen die Kehle durchschnitten, sie wurden mit Knüppeln und Äxten erschlagen, Babys und Kinder wurden mit Köpfen so lange an den Baum geschlagen bis der Tod eintrat. An dem Baum klebten noch als man das Massengrab gefunden hatte, Hirnmasse, Haare und Knochensplitter.
Die Menschen wurden zu den Fields transportiert mit dem Versprechen eine Hütte, Essen und Arbeit zu bekommen. Die Wirklichkeit sah dann anders aus. Noch heute kommen bei Regenfällen immer wieder Knochen und Kleidungsstücke aus der Erde raus. In der Gedenkstätte sind 7 Etagen nur mit Schädeln an denen unterschiedlich farbige Punkte kleben, die den jeweiligen Todesursachen zugeordnet sind.
Es ist eine sehr bedrückende Atmosphäre dort und es ist unbedingt empfehlenswert den Audio Guide für 3 USD zu nehmen und sich einen schattigen Platz zu suchen um sich in Ruhe die Erklärungen anzuhören. Es ist furchtbar, das so etwas geschehen konnte und das Pol Pot unter Hausarrest stehend noch bis 1998 sein Leben normal weiterleben konnte, während die Menschen in dem Land viele Jahrzehnte brauchen werden, um sich von dem zu erholen, was Ihnen angetan wurde.
PRISON 21
Eine ehemalige Schule wurde zum Folterzentrum und Gefängnis umfunktioniert. 14.000 bis 20.000 Menschen starben hier. Jeder, der verdächtig war, wurde hergebracht um unter Folter ein Geständnis zu erzwingen. Nach wochenlanger Folter haben die Meisten alles gestanden was sie niemals begangen hatten, aber sagen mussten und auch ihre Angehörigen alle verraten. Jeder Insasse wurde genau fotografiert, nummeriert und es wurde eine Akte angelegt in der die Maßnahmen standen.
In den ehemaligen Klassenzimmern waren Einzel- oder Mehrbettzimmer hergerichtet, in denen unvorstellbare Dinge passierten, unter anderem auch Operationen um die anatomischen Kenntnisse zu vervollständigen. Elektroschocks, Daumenschrauben, das Aufhängen und in Wasserbottiche tauchen und vieles mehr. Wer die Folter überlebte wurde in die Killing Fields gebracht und dort hingerichtet. Die Leichen wurden mit DDT übersprüht um dem Gestank vorzubeugen.
Prison 21 haben nur 7 Menschen nachweislich überlebt. Im Museum wird die Lebensgeschichte des Überlebenden Chum Mey erzählt, er überlebte weil er Maschinen reparieren konnte. Ich habe ihn tatsächlich persönlich dort getroffen, im Garten unten verkauft er seine Bücher und beantwortet Fragen.
Das ist der Galgen wo die Menschen aufgehängt und mit dem Kopf dann in die Wasserbottiche getaucht wurden
Es gibt ein Projekt, welches blinde Menschen in Massage ausbildet. Da es hier keine staatlichen Möglichkeiten gibt, behinderte Menschen zu unterstützen und zu ernähren, ist das eine großartige Idee Hilfe zur Selbsthilfe zu geben. Die Menschen wohnen und essen dort dann in der jeweiligen Massageeinrichtung und können einer Arbeit nachgehen. Was alles sonst nicht möglich wäre. Die Alternative ist entweder als Bettler auf der Strasse zu leben oder daheim in der Hütte zu sitzen und hoffen das die Familie einen mit durch bringt.
Die Öffnungszeiten sind von 7 bis 22 Uhr, also 15 Stunden, was mich zunächst verwundert. Bis ich dann verstanden habe, das hier nicht in Schichten gearbeitet wird, sondern die Menschen ja einfach gar nichts anderes zu tun haben, als darauf zu warten das in den 15 Stunden jemand den Weg her findet. Das Leben wird nicht unterteilt, wie bei uns in Essens-, Arbeits- und Freizeiten. Sondern alles wird miteinander integriert. Was man auch immer wieder bei anderen Arbeitern sehen kann: keine Unterteilung des Tages, sondern so leben wie es kommt. Deswegen sieht man immer wieder tagsüber Menschen schlafen. Überall. Auf Mauern, Matten, in Tuktuks, an Bäume gelehnt. Obwohl hier mehr und mit Sicherheit unter härteren Bedingungen gearbeitet wird, können sich die Menschen so ihre Gelassenheit bewahren und sind nicht dem Tages-Rythmus-Stress ausgesetzt wie in den westlichen Ländern.
Also, wie ist es nun, sich von einem Blinden massieren zu lassen mit dem man sich zudem nicht verständigen kann? Dem man nicht sagen kann wo es weh tut, welche Operationen man schon gehabt hat und wo er besser vorsichtig sein sollte? Man muss es gar nicht. Viele Jahre Massageerfahrung und die Sensibilität der Nichtsehenden machen es möglich das er jede kleinste Verspannung oder Unregelmäßigkeit im Körper spürt. Ich dachte immer mein rechres Bein hätte viele Schmerzzonen, von dem Unfall damals in Vietnam, aber mein linkes Bein hat lauter geheime Schmerzpunkte, bis jetzt noch unentdeckt. Ebenso meine Arme und Schultern. Findet er nur einen einzigen Punkt, der schmerzt, so wird der ausgiebig behandelt. Beide Körperseiten werden auch nicht nach einem Standardmuster gleich abgearbeitet, sondern individuell nach Bedarf. Er fühlt und tastet sich über den ganzen Körper.
Eine Stunde kostet 6 USD. Und so gehe ich auch den nächsten Tag wieder hin. Diesmal klettert er auf mich drauf und findet noch mehr Schmerzpunkte zum Behandeln. Ich könnte vermutlich locker einen Monat bleiben und es würden noch Punkte übrigsein.
Wirklich eine ganz wunderbare und intensive Erfahrung. Unbedingt empfehlenswert! Beeindruckend ist auch die Herausgabe des Wechselgeldes, für mich sehen die Dollar alle farblos gleich aus, der Blinde braucht sie nicht mal ansehen sondern fühlt die Unterschiede beim Dollar.
Den Flug von Bangkok kann man schon supergünstig bekommen, ich habe nur 65 Euro gezahlt. Von Jomtien zum Dong Mueng Airport habe ich nach zähen Verhandlungen einen Preis von nur 1300 Baht aushandeln können und das morgens um 5 Uhr. Wenn man in Siem Reap landet, sieht es zuerst aus als wenn das ganze Land unter Wasser steht. So weit das Auge reicht, Wasser. Überall. Und jetzt im Dezember ist Trockenzeit hier. Ich habe dann bei meiner Fahrt über Land gesehen das die Kambodschaner Wasser lieben. Nahezu jedes Haus ist auf Pfählen gebaut und hat davor eine eigene Wasserstelle in die erst der Büffel geht, dann die Enten, danach wird die Wäsche drin gewaschen und dann kommt die Körperpflege. Unterwegs habe ich ganz oft gesehen, das Kinder und Erwachsene einfach vom Rad absteigen, sich ausziehen und in irgendeinem Tümpel reinspringen. Man sieht überall welche Baden obwohl das Wasser sehr schlammig ausschaut und jetzt keineswegs sauber ist.
In Siem Reap habe ich mir ein Hotel genommen, welches einen kostenlosen Abholservice vom Airport anbietet. Das spart den nervenaufreibenden Empfang am Flughafen von hundert Tuktuk-Fahrern (und neuen Preisverhandlungen wo man sich noch gar nicht auskennt) und hat super funktioniert. Mein Fahrer hat schon mit meinem Namensschild auf mich gewartet. Das ist Hotel ist direkt in der Nähe vom Old Market. Das ist sehr empfehlenswert, weil hier die Nachtmärkte sind und die Pub Street und es wunderschön ist hier abends zu essen und zu laufen. Die Investition lohnt sich auf jeden Fall in ein Hotel was super gelegen ist, weil man sonst für jede Strecke extra zahlen muss und unter 2-3 USD machen die den Motor erst gar nicht an. Man kann sich aber auch für „only one Dollar“ ein Rad ausleihen, wenn man sich dazu nach 10 Stunden Tempel noch in der Lage fühlt.
Siem Reap ist ideal gelegen um die Tempelanlagen in Angkor zu besuchen. Es sind nur 7 km bis dorthin. (Tuktuk kostet 4 USD) Und es ist auch sonst echt schön hier. Es gibt wahnsinnig schöne und teure Hotelanlagen und Restaurants hier. Überhaupt scheint Essen hier ganz hoch im Kurzs zu stehen. Die Auswahl ist riesig und das Essen sieht super lecker aus. Man kann sich wunderbar durch die Gassen treiben lassen. Die Preise sind einfach: es kostet nahezu alles 1 USD 🙂 An jeder Ecke möchte irgendjemand etwas für „only one Dollar“ verkaufen. An den ATM`s kommt schon gar nicht mehr die Landswährung raus, sondern gleich USD.
Zu kaufen gibt es hier nahzu alles, von kitschigen Angkor-Ölgemälden, Schlabberhosen, Holzschmuck, Taschen, Seidenschals (kriegt man übrigens am billigsten in den Tempelanlagen für nur einen Dollar), Hüten in jeder Form bis zu kunstvollen Bildhauerarbeiten. Es wechseln sich Restaurants, Bars und Massageläden der Reihe nach ab. Das Bier 50 Cent, der frozen Margeritha 1 USD, die Massagen sind teurer als in Thailand, eine Stunde 7 Dollar aufwärts. Abends verwandelt sich alles in eine riesige Partyzone mit Live Musik, gutem Essen und Backpacker Stimmung. Hier kann man es locker ein paar Tage aushalten und könnte die Zeit auch ohne die Tempel rumkriegen.
Auf dem unteren Bild wieder die typischen Wasseransammlungen
so sehen die Tuktuks hier aus 🙂
Die Menschen hier sind sehr freundlich und auch der Verkehr läuft hier viel rücksichtsvoller als in Thailand. Der durchschnittliche Kambodschaner verdient ca. 100 USD im Monat wenn er denn einen Job hat und fleissig ist. Mit dem Wissen als Hintergrund fällt es auch nicht schwer noch beim dreihundertsten Tuktuk Angebot freundlich abzusagen. Denn es hängt das Überleben von der Aufdringlichkeit ab. Es gibt einfach zuviele Fahrer und deswegen hat nicht jeder jeden Tag einen Job, sondern geht auch mal komplett leer aus.
Am ersten Tag bin ich abends noch auf den Bakheng Hill gestiegen
Nun ist der Monat in Jomtien schon vorbei. Das heißt Abschied nehmen, wieder einmal. Von lieb gewonnenen täglichen Ritualen wie meinem morgendlichen Collagen-Kaffee (jaaa sowas gibt es hier in Asien), dem Fitnessraum, dem Pool und den wunderbaren Massagen.
Das erste was ich jeden morgen gesehen habe 🙂
Und von den Menschen hier. Erst gerade hat mir der Wachman eine ganze Tüte frischer Äpfel geschenkt. Meine Massagefrau konnte gar nicht glauben, das ich ab heute nicht mehr wiederkommen werde. Mein Essensstand auch nicht. Mein Obststand. Der Pfannenkuchenmann. Alle diejenigen, die mir jeden Tag ein Lächeln geschenkt haben. Die Kokosnussfrau. Egal ob ich nun etwas gekauft habe oder nicht. Freundlich grüßen mich viele hier nach nun 4 Wochen. Man kennt sich hier in der Soi 5 in Jomtien.
Ich lasse nicht nur mein Herz hier, sondern auch einige Kilos 🙂 Da ich alle fast Strecken tapfer zu Fuss zurückgelegt habe, sind am Tag immer zwischen 4 und 10 Kilometer zusammengekommen. Und nicht nur die Kilos, sondern auch meine Haare bleiben hier. Nach vielen Jahren konnte ich mich von meinen hüftlangen Haaren endlich trennen 🙂
Schnipp schnapp, da waren sie fast alle ab 😉
Neu 🙂
Abschied nehmen heißt Zeit für etwas Neues.
Die nächsten Wochen könnt ihr mich nach Kambodscha begleiten. Ich freue mich auf Angkor Wat, Phnom Penh, Sihanoukville und die vorgelagerten Inseln.
Koh Chang ist die drittgrößte Insel Thailands und hat wundervolle Strände und ein dichtbewachsenes Inselinnere.
Nahe an der Grenze zu Kambodscha gelegen, würde es sich von hier aus anbieten über Koh Kood nach Kambodscha auf dem Seeweg einzureisen. Geht aber nicht. Leider. Man muss den ganzen Weg zurück nach Trat und von dort auf dem Landweg einreisen. Es gibt Unternehmen, die sich darauf spezialisiert haben und man muss darauf achten, das die Gebühren alle mit drin sind, da gibt es die abenteuerlichsten Versionen der Grenzübertritte. Ich hätte gerne den Seeweg genommen aber da dies ausgeschlossen ist, habe ich mich frühzeitig für einen Flug von Bangkok nach Siam Reap entschlossen um das Prozedere in Trat zu umgehen.
Nach Koh Chang kommt man entweder von Trat (Airport) oder auch mit dem Bus von Bangkok, Pattaya oder Jomtien.
Meine Reise mit dem Minibus kostete 1300 Baht (hin und zurück) und sollte 3,5 Stunden dauern. Tatsächliche Reisedauer war unglaubliche 6,5 Stunden. Auf beiden Strecken. Also kein Versehen und auch kein Zufall. Die Angaben stimmen einfach nicht. Der Bus war sehr komfortabel und es gab zwei kurze Pausen, aber 6,5 Stunden bleiben eben auch 6,5 Stunden. Die Hinfahrt war ganz ok, aber auf der Rückfahrt war ein asiatischer Kamikazefahrer am Steuer, der mich nochmal über weitere Fahrten nachdenken ließ. Es ist bestimmt nicht schlecht, die Busfahrten auf ein Minimum zu begrenzen. Es passieren täglich tödliche Unfälle, über die hier nicht berichtet und auch nicht gesprochen wird, weil das einfach zur Tagesordnung gehört. Die Toten werden einfach von der Straße gekratzt und in Fahrzeuge gelegt und weggeschafft. 20 Minuten später ist nichts mehr zu sehen. Ambulanzen gibt es so gut wie gar nicht, und wenn dann nur gegen direkte Vorauskasse. Ich weiß das aus erster Hand, denn eine Bekannte von mir war mit ihrer Familie unterwegs und der Sohn ging beim Bus vorne durch die Scheibe weil der Fahrer vorne auf dem Boden nach seinem Handy suchte. Der Arm wurde fast abgetrennt und nur weil sie Ärztin ist konnte sie ihrem Sohn das Leben retten.
Koh Chang bedeutet „Elefanteninsel“ weil die Form angeblich wie eine Elefantenfamilie aussieht. Tatsächlich leben aber auch hier Elefanten. Ehemalige Arbeitstiere, die nun hier ihren Ruhestand haben und von Touristen täglich gebadet, gefüttert und geritten werden. Der Ausflug kostet mit Baden 1200 Baht. Man kann auf Koh Chang auch Dschungel Trekking machen und es gibt Seilrutschen (von denen man hoffen muss, das die Enden jeweils auch sicher angebracht sind). Sehr gut lässt sich die Insel auch mit dem Motorbike erkunden und man hält einfach an einem der wunderschönen Strände an.
Ich war am White Sand Beach, welcher wohl der größte bzw. längste der Insel ist. Es verkehren zu anderen Stränden die blauen Songtaews. Es gibt traumhaft schöne Hotels direkt am Strand, kleine Häuser mit Panorama Fenstern, wo man direkt vom Bett auf das Meer schauen kann. Kosten 120 USD aufwärts pro Nacht. Ich habe in einer der billigsten Unterkünfte übernachtet: 14 Euro pro Nacht in der Island Lodge. Nicht direkt am Strand, sondern in eine Seitenstraße (hier sind übrigens noch mehr von den kleinen billigen Gästehäusern, deren Zimmer man sich vor der Buchung lieber genau anschauen sollte) den Berg rauf und ab in den Dschungel. Ganz wunderschön gelegen und man hat tolle Dschungelmusik die ganze Nacht. Es sind kleine einfach ausgestattete Hüttchen, für 2 Nächte geht’s. Bis auf ein paar Geckos im Zimmer und jede Menge (damit meine ich auch jede Menge) Ameisen, in meinen Haaren, auf der Zahnbürste, in den Klamotten, einfach überall, waren sonst keine Mitbewohner in der Hütte. Besonders nachts kamen sie in Scharen hervor, aus allen Fugen und Ritzen. Die Wände rauf und runter….Leider gab es genau an diesen Tagen wo ich da war kein Frühstück. Kein Kaffee, keine Getränke, nichts. Naja vielleicht auch gut so 😉
Der White Sand Beach ist wunderbar zum Sonnenbaden (Liegen für 40 Baht, ab 15 Uhr komplett umsonst) und auch zum Schwimmen geeignet. Das Wasser ist total klar und sauber und fantastisch warm. Vom Wasser aus hat man einen tollen Blick auf die grüne Insel und die kleinen bunten Hotels.
Abends wird der Strand umgebaut und man kann ganz romantisch direkt am Wasser essen. Es gibt dann auch viele Sitzkissen und Chill-out Ecken. An der Küstenstraße werden jeden Abend Stände aufgebaut mit allem was die Thailändische Küche so hergibt, lecker zubereitet und sehr günstig. Ich habe frisch zubereitetes vegetarisches Pad Thai für 50 Baht gegessen. Dazu noch einen frischen Melonenshake für 20 Baht und als Nachtisch einen Bananen Pancake, hmm lecker, dafür brauch ich nicht ins Restaurant 🙂
Natürlich existiert dieser heute nicht mehr als eigentlicher Markt für die Landbevölkerung, aber man bekommt ein Bild davon wie es noch vor einigen Jahren gewesen ist.
Die Kanäle (Khlongs) dienten als Transportwege, um Obst und Gemüse der Landbauern in die Stadt zu befördern. Es gab noch kein gut ausgebautes Strassennetz und wenn, dann fehlten die Transportmittel. So war es einfacher, die Waren über das Wasser zu transportieren.
Auf so einem schwimmenen Markt gab es dann so ziemlich alles zu kaufen oder tauschen. Erstaunlich ist wie in diesen kleinen Booten auch ganze Garküchen drin stecken. So werden nicht nur die Rohprodukte aus dem Boot herausverkauft, sondern auch ganze Gerichte und Frittiertes.
Es werden von hier Touren angeboten für 1200 Baht. Diese wollte ich aber auf keinen Fall machen, weil ich es nicht mag in einer Horde im Gedränge hinterherzutrotten. Also erkläre ich euch, wie es billiger und einfach auch geht: Von Jomtien einfach ein Motorrad Taxi nehmen, der Markt heißt auf Thai Talal Nam. Der Transport kostet 70 Baht. Dann muss man nur die aufdringlichen Verkäufer am Eingang abwehren, die einem dann noch eine schöne Bootsfahrt durch die Kanäle ganz exklusiv für 800 Baht aufschwatzen wollen. Der Markt ist schön zum durchschlendern und man kann gut essen (auch frittierte Skorpione). Als Zeit so 2 Stunden einplanen, dann hat man alles gesehen und auch die Musikbeschallung wiederholt sich…
Thailand
Blick auf Jomtien
Den Abend bei einer Massage ausklingen lassen – der gegenüber in dem Sessel ist schon paralysiert 😉
Nach Ko Larn kommt man mit dem Boot in ca. 40 Minuten vom Bali Hai Pier.
Bali Hai Pier
Der bedindet sich am Anfang der Walking Street. Also der berühmten Strasse, wo man alles finden wird, was Mann sich in seinen Fantasien so vorstellt.
Männer-Waschstrassen
Wer glaubt schon das es Männer-Waschstrassen gibt? Es gibt sie. Hier. Mann geht also rein und hinter der Scheibe sitzen die Girls mit Nummern. Hier kann man sich dann seine Waschnummer aussuchen und wird dann ein Stück weiter „gewaschen“. Das heißt unter vollem Körpereinsatz des Mädchens welches sich mit viel Schaum und Wasser auf dem Mann ohne Bekleidung rumwälzt…Ja, habe ich vorher auch nicht geglaubt, ist aber so. Es gbit noch viele weitere interessante Locations. Draußen sind immer Bilder oder Screens wo man dann sehen kann wie es ungefähr abläuft, so wie auf dem Rummel die Bilder der Geisterbahn von innen gezeigt werden. Außerdem laufen hier so einige ganz schrille Typen rum und es ist Mittag, d.h. alles schläft hier sonst noch, selbst die Restaurants und Bars haben zum größten Teil komplett geschlossen. Aufwachen bei Beginn der Dunkeltheit. Nur möchte ich nicht bei Dunkelheit wiederkommen und beschließe genug gesehen zu haben.
Das Geheimnis der blauen Songtaews habe ich heute auch gelöst
Es ist ziemlich einfach: im Prinzip gilt Nord-Süd und andersrum aber so wirklich weiß niemand wo er tatsächlich ankommt. Ich habe mehrere Fahrten gemacht und mehrere Leute gefragt, keiner konnte mir sagen wo er aussteigt. Man kann es sich nur wünschen dort anzukommen wo man auch hin will. Garantieren kann es niemand. Dem Fahrer fällt mittendrin auch manchmal was anderes ein. Um zum Busbahnhof zu kommen und einen Bus zum Airport zu erwischen, muss ich noch etwas üben oder ich nehm lieber ein Motorrad-Taxi oder fahre einen Tag eher, noch ist ja etwas Zeit bis zum Aufbruch nach Kambodscha. Also die blauen Songtaews fahren nun vom Süden Jomtien die Beachroad hoch nach Pattaya, machen rechts die Kurve und kommen dann bei der Second Road oben in Pattaya raus, wo man aussteigen kann und den Rest zu Walking Street oder zum Bali Hai Pier laufen kann oder umsteigen muss in ein anderes wenn man weiter nach Naklua in den Norden möchte. Zurück geht es ähnlich: Am Delphinkreisel aufspringen und bis nach der Walking Street mitfahren, da wo die große Kreuzung ist dann auf der richtigen Seite eins ohne weißen Sreifen Richtung Jomtien erwischen. Man muß einfach nur kurz winken, dann halten sie. Und vorher alles gut verstaut haben bevor man hinten aufspringt. Manchmal fahren sie schon an wenn man erst halb drauf ist (je nach Verkehrsdichte) und man braucht freie Hände um sich an den Stangen hochzuziehen und festzuhalten. Dafür ist es günstig 🙂 10 Baht pro Strecke. Einfach beim Aussteigen dem Fahrer vorne geben. Zum Vergleich: Wenn man ein Motorrad-Taxi nimmt, kostet es mindestens 100 Baht. Teuer kann jeder. Der Reiz liegt darin, herauszufinden wie es günstig geht.
Ko Larn hat wunderschön klares Wasser und man ist für 30 Baht schnell drüben. Das Ticket unbedingt direkt auf dem Boot kaufen, nicht vorher bei einem der zahlreichen Schlepper. Ich setze dann immer mein gelangweiltes Gesicht auf, als wenn ich schon jahrelang hier fahre und genau Bescheid weiß, tatsächlich funktioniert das immer und nie spricht mich jemand an und will mir etwas verkaufen. Wer Lärm mag und da sein mag wo richtig was los ist, der ist auf Ko Larn richtig. Ich fand es ganz entsetzlich und habe das nächste Boot zurückgenommen ohne auch nur einmal im Wasser gewesen zu sein. Mich hat dieses Riesenspektakel mit hunderten von Speedbooten, Jetskis, Musik und tausend Leuten sehr abgeschreckt. Aber man weiß es nicht vorher und da ich ja auch schon einige von den schönsten Stränden der Welt gesehen habe, bin ich nicht so leicht zu begeistern. Das mag eben für andere wieder ganz anders aussehen und man kann sich auf Ko Larn mit Motorrad-Taxis zu weiteren Stränden bringen lassen und auch das schöne begrünte Inselinnere anschauen.
Seafood… es soll Menschen geben, die diese an der Luft getrockneten und durchaus geruchsintensiven Tintenfische sogar essen…was da alles so rumschwimmt wäre auch lieber im Meer geblieben…
Eurowings bietet ab nächstem Januar Direkt-Flüge ab Köln nach Bangkok für 199 Euro an. Und zwar nur ab und bis Köln. Revolutionär gerade für den Oneway Return von Bangkok, denn dieser kostete schon immer das Doppelte. Da die Flüge natürlich begrenzt sind, waren die Leute schon schnell und 199 ist schon bis zum Frühjahr weg. Momentan gibt es noch ab 212 Euro (Stand Nov.15) Direktflüge.
Der Preis ist inklusive Handgepäck, Check-in Gepäck kann hinzugebucht werden, braucht man aber nicht wirklich für den Hinflug, denn hier kann man prima shoppen und es ist kaum vorstellbar ohne die Märkte geplündert zu haben, wieder abzureisen.
Ich nutze für meine Flugbuchungen meistens skyscanner, manchmal auch momondo und für Gabelflüge immer swoodoo.
Hervorragend geeignet ist der Oneway nach Bangkok auch als Absprung ganz woanders hin. Man kann in nur 4 Stunden Direktflug mit AirAsia nach Bali fliegen für nur 76 Euro und auch nach Indien weiter, Bangkok-Chennai für nur ebenfalls 76 Euro. Das eröffnet ganz neue Möglichkeiten, war doch ein Oneway sonst immer fast schon so teuer wie ein Return.
Inlandsflüge von Bangkok nach Phuket bekommt man zwischen 20 und 30 Euro. Ebenso in den Norden nach Chiang Mai. Auch mal schnell nach Kambodscha rüber ist ebenso günstig. Nur nach Laos nicht. Leider. Aber es gibt unendlich viele Kombinationen mit dem Sprungbrett Bangkok 🙂