Angekommen in…

Ost-Thailand: Jomtien

Nach gefühlten 100 Stunden Reise, ständigem Tag und Nachtwechsel und 3 Tagen ohne Bett bin ich jetzt in meinem gemieteten Appartment angekommen. Südlich von Pattaya liegt Jomtien, und südlich von Jomtien das Condominium (Condo) in welchem ich mich für nun einen Monat eingemietet habe. Alles ganz neu und Luxus für nur 369 Euro im Monat, inklusive mehrere hundert Meter Pool und bestens ausgestattetem Fitness-Center. 10 Minuten zu Fuß zum Meer, Seven eleven um die Ecke und die frischen Früchte kommen auf dem Rad mir direkt entgegengefahren :-). Einmal kurz die Hand heben und für 48 Cent eine frische Kokusnuss oder eine zerlegte Ananas für zwischendurch, hmmm lecker. 31 Grad und jeden Tag Sonnenschein.

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Blick vom Balkon

Absolut ruhig in diesem Condo, herrlich. Was vermutlich daran liegt, das nur 20 Appartments von den hunderten besetzt sind und die anderen sich teilweise noch im Bau befinden. Zur Hochsaison bei voller Belegung bin ich wieder weg 🙂 Um nur einmal durch den Pool zu schwimmen brauche ich 30 Minuten, unglaublich riesig. Für meine Zwecke (Lernen fürs Studium, Schwimmen, die östlichen Inseln erkunden und Weiterreise nach Kambodscha) genau der richtige Platz.

Hier in dem Viertel ist alles noch sehr ursprünglich drumherum und nur wenige Thais verstehen Englisch. Gestern habe ich mich 1 Stunde für 200 Baht massieren lassen, das war ganz wunderbar und wird jetzt alle zwei Tage wiederholt. Kaum vorstellbar das die Pizza im Restaurant ebenfalls 200 Baht kostet (in S natürlich). Wirklich günstig sind eben nur die lokalen Sachen zum Essen. Da hier alles wirklich hygienisch sauber an den Strassenständen ist, kann man da prima essen. Sofern man Fleisch isst jedenfalls. Für mich wird die tägliche Jagd nach einer fleischlosen Mahlzeit allerdings zu einer Herausforderung.

Vom Airport Suvarnabhumi in Bangkok kommt man übrigens sehr günstig für 122 Baht (3,11 Euro) mit dem Bus hierher. Dieser fährt stündlich von morgen 7 Uhr an. Nach Hua Hin für 350 Baht, Start um 7.30 der erste Bus. Level 1 ganz hinten, direkt vor der Food-Hall, wo man übrigens super essen kann.

Da ich einige getroffen habe, die ohne Visum zum Schalter „Visa on arrival“ gegangen sind aber keine 30 Tage bleiben wollten, möchte ich noch erwähnen: einfach weitergehen, ohne Visum schnurstracks zur Immigration durch. Da bekommt man kostenlos den Stempel für 30 Tage. Ein Flug nach Kambodscha ist übrigens günstiger als das Visum 🙂 Und weil die Frage immer wieder auftaucht: Nein, ich musste nirgends mein Weiterflug Ticket vorzeigen, obwohl ich ohne Visum war.

Fotos

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BALI
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Borneo
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Gili Islands
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Hongkong
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Java
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Komodo Island
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Kuala Lumpur
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Nepal
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Papua Neuguinea
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Singapur
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Sulawesi
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Amsterdam
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U.K.
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Estland
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Finnland – Helsinki
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Schweden
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Russia – St. Petersburg
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Christmas in Egypt
Andamans
Andamanen & Nikobaren
Vatikan
Vatikan
Vietnam
Vietnam
Thailand
Thailand
Taj Mahal
Taj Mahal
Sri Lanka
Sri Lanka
Mexiko
MEXIKO
Rom  - spanische Treppe
Rom
Indien
Indien
Malta
Malta
Barcelona
Barcelona
Dubai
Dubai
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Peking – Die Mauer
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Angkor Wat

Java

Von Sulawesi (Makkassar) kommend bin ich in Yogyakarta gelandet und habe von dort aus Borobodur (buddhistische Tempelanlage) und Pranbanam (hinduistische Tempelanlage) besucht.

In fast allen Hotels kann man recht einfach Touren unterschiedlicher Art buchen. Ich hatte eine gebucht, bei der es morgens um 4.30 losging und wir als erstens auf einen Berg geklettert sind um bei  Sonnenaufgang auf den Vulkan Merapi zu schauen.

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Pläne sind gut weil…

….man sie wieder ändern kann

Du kannst lange oder auch kurze Reisen planen oder auch nicht planen. Denn Pläne lassen sich auf Reisen nie komplett einhgalten. Das musst du wissen und auch verstehen.

Wenn du also eine kurze Reise bis zu einem Monat vorher nicht planst, kann dies ins Chaos führen oder dich eben auch viel mehr sehen und erfahren lassen als wenn du es durchgeplant hättest.

Bei einer langen Reise von mehreren Monaten kannst du alles natürlich auch durchplanen, wirst aber schnell merken, dass aus verschiedenen Gründen tausend Dinge dazwischen kommen, die dich davon abhalten werden, deinem Plan zu folgen.

Mein Tipp: Mache ein Gerüst und lasse dir dadrin die Freiheit Sachen ändern zu können.

Manche Flüge sind einfach viel günstiger wenn du sie im Voraus buchst. Wenn du ein Gerüst hast, wirkst du gleichzeitig damit der Reisemüdigkeit entgegen, die automatisch kommt wenn du mehrere Monate unterwegs bist. Ich habe Leute getroffen, die nicht mehr weiterkonnten, weil sie den Sinn verloren hatten, von Reisederpessionen geplagt waren, keine Ideen mehr hatten wohin sie sollten…Deswegen mache dir ein Gerüst bevor du aufbrichst, indem du festlegst was du wo sehen möchtest, was dir wichtig ist und was du auf keinen Fall verpassen möchtest. In vielen Fällen musst du ja auch deine Visa im vorhinein beantragen. Und somit schon die Länder festlegen. Wenn du Flüge buchst, musst du damit rechnen, nicht genug oder zu viel Zeit eingeplant zu haben. Das weisst du eben immer erst hinterher. Lebe damit und freue dich an dem was du sehen durftest. Das nächste Abenteuer wartet schon an einem neuen Platz.

Ich habe Leute getroffen, die völlig planlos zu einer einjährigen Weltreise aufgebrochen waren. Gibt es auch. Du wirst dann nur die meiste Zeit deiner Reise mit der Beantragung von Dokumenten, Buchungen und Planungen verbringen. Irgendwann holen sie dich ein. Die Pläne. Die du sowieso irgendwann machen musst 🙂

Alleine reisen….

macht Spaß 🙂

Keine Angst vor dem Alleinreisen.

Ich reise seit Jahren. Meistens allein. Und finde es supertoll. Das gilt natürlich nicht für alle Menschen und deshalb möchte ich dir die Angst vor dem Alleinreisen etwas nehmen und Tipps geben wie du vor oder während deiner Reise nette Menschen kennenlernen kannst.

Wenn du dich entschließen kannst alleine zu reisen wirst du schnell die vielen Vorteile erkennen:

  • du kannst in deinem eigenen Tempo reisen. Wenn es dir mal nicht gut geht, reist du langsamer, wenn etwas langweilig ist, ziehst du einfach weiter.
  • du bist unabhängig in der Hotelwahl. Du kannst dir ganz nach Tagesform oder Budget dein Hostel aussuchen oder auch mal Couchsurfen und musst dich mit niemandem absprechen.
  • du bist völlig unabhängig und kannst immer wieder neue Streckenabschnittsgefährten finden
  • du lernst leichter und schneller andere kennen wenn du alleine reist
  • du kannst spontaner sein. Denn du kannst deine geplante Route einfach wieder verwerfen und etwas anderes machen
  • Hunger, Durst, Pausen? Klär das nur mit dir selber, du brauchst keinen zu fragen.

Wenn du dich nicht traust alleine zu starten gibt es verschiene Möglichkeiten vorher einen Reisepartner zu finden:

  •  versuche es in einem Reiseforum, entweder du antwortest auf Gesuche oder du stellst selber eine Anzeige rein (dabei solltest du sehr kompromißbereit sein)
  • du schaust in einer Facebook-Gruppe (Weltreise Singles)
  • du machst eine Zeit Couchsurfing und lernst dadurch jede Menge cooler Leute aus der ganzen Welt kennen, wo vielleicht mal eine gemeinsame Tour möglich ist

Oft wird es jedoch so sein, das weder in deinem Bekanntenkreis noch in einer Gruppe von den o.g Gruppen gerade Zeit und das gleiche Ziel hat wie du und du wirst alleine starten. Weil das Fernweh größer ist als die Angst allein zu sein.

Dann können dir diese Tipps vielleicht weiterhelfen:

  • übernachte in Dorms, da findest du immer Anschluss, entweder zum Essen gehen am Abend oder zur Weiterreise
  • buche Ausflüge bei Locals, da lernst du immer nette Leute kennen
  • lächle immer, denn der erste Eindruck zählt und wenn du still auf den Boden starrst wirst du allenfalls für merkwürdig von den anderen wahrgenommen aber niemals zur Gruppe gehören
  • reise nicht mit Taxi bei den Ausflügen, sondern nehme immer den Bus oder Zug, da drin sitzen sie. Die anderen.
  • Besuche Kochkurse, Yogakurse oder Sprachkurse vor Ort, da lassen sich schnell neue Kontakte knüpfen
  • du musst wissen das auch andere Alleinreisende gar nicht allein sein wollen und froh sind, wenn du sie ansprichst
  • spreche andere Leute sofort an – wenn du erst 2 Stunden im Zug daneben sitzt, findest du den Anfang gar nicht mehr. Tue es sofort.

Alleinreisende Frauen und Single-Männer

Wenn du als Frau unterwegs bist, wirst du auch auf viele alleinreisende Männer treffen. Was du möchtest solltest du dir vohrher genau überlegen und dich an den Plan halten, damit es keine unangenehmen Überraschungen gibt.

Alleinreisende Männer sind deswegen alleinreisend weil sie gerade allein sind – nicht selten wartet auch eine Freundin daheim 🙂

Und das werden sie sich von dir auch nicht kaputt machen lassen. Deswegen rechne damit, nach der ersten Nacht wieder alleine weiterreisen zu müssen. Wenn du nur etwas Spaß möchtest greif zu, andernfalls erspar dir lieber die Erfahrung. Man muss nicht alles mitnehmen.

Sich verlieben wäre schlecht

Schlecht für deine Reise und schlecht für seine Reise. Keiner möchte sich die Pläne kaputt machen lassen, für die er lange gespart hat, seinen Job für die Weltreise gekündigt hat, alles daheim aufgegeben hat und wodran er Monate geplant und gearbeitet hat. Deswegen könnte der Zeitpunkt nicht ungünstiger sein. Und wenn, dann ist es meistens einseitig. Einseitig macht unglücklich. Also besser gleich: Finger weg von den vermeintlichen Romanzen.

Männer auf Frauenfang

Du kannst damit rechnen das viele alleinreisende Männer auf ein kurzes und unkompliziertes  Abenteuer aus sind. Hier liegt die Betonung auf unkompliziert. Sie werden sich weder für dich als Person, noch für deine Reise interessieren.

Männer als Strecken-Abschnittsgefährten

Sind wunderbar, sofern die Grenzen geklärt sind. Mache von Anfang an klar, das nichts läuft und du wirst eine tolle Zeit haben.

Hilflose Reise-Männer

Auch denen wirst du begegnen. Es sind die, denen entweder ein Teil des Gepäcks gestohlen wurde. Oder die, welche dich von ihrer Trennung und Scheidung vollquatschen wollen. Oder die, die sich nicht entscheiden können ob sie lieber nach A oder B wollen. Und die, die einfach nicht allein sein können und ständig Gesellschaft brauchen. Du merkst schon, es sind die, die immer etwas brauchen. Und zwar von dir. Ob du das Spiel mitspielen möchtest kannst du ganz allein entscheiden.

Verrate niemandem dein Hotel. Ich hatte dieses getan und als ich in Indien anreiste, sagte der Rezeptionist: Madame, your husband is waiting in your room. Tja, da hatte ich ein Problem, denn mein „Husband“ wollte gar nicht mehr gehen und hatte sich in dem von mir bereits bezahlten Zimmer einquartiert.

PEKING

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Geschafft…..ich bin auf der Mauer ganz oben 🙂
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Teilweise sehr steil und ganz schön viel los…
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WOW 🙂 der Ausblick ist fantastisch…
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Man kann mit dem Cable Car hochfahren, kostet hoch und runter 100 Yuan, Eintritt oben 17 für Studenten….Da man oben noch einige wirklich steile Abschnitte hat, ist die Bahn echt zu empfehlen

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Nach fast 10 Stunden Flug bin ich gut in Peking gelandet. Air China muss man sich jetzt nicht nochmal antun. Die Maschine war wirklich völlig veraltert. Günstig für 470 Euro mit Stop over München-Peking-Bangkok-München, aber wenn man Alternativen hat, besser die nehmen.

Seit kurzer Zeit ist es möglich in China auch ohne Visum einzureisen, wenn man bestimmte Voraussetzungen erfüllt. Ich habe das gleich mal getestet. Von Deutschland zu einem definierten Zielort in China mit Weiterflug in ein Drittland, welches einer bestimmten Liste angehört. Klingt kompliziert. Ist es aber nicht, wenn man eben die Voraussetzungen erfüllt. Wissen muss man zudem noch, den Wunsch auszusteigen bereits beim Einchecken in Deutschland zu sagen, da dies vermerkt wird. Dann beim Aussteigen in Peking nicht zu der normalen Immigration gehen, sondern zum ersten Schalter, ist nicht gesondert ausgeschildert. Den Pass und die ausgefüllte Immigration Card vorzeigen und den Beamten davon überzeugen das man derjenige ist, der im Pass abgebildet ist. Das glauben die nämlich nicht. Für die sehen nämlich alle Weissen gleich aus, bzw. sie sehen keine Unterschiede und so muss man sich tatsächlich noch mit Drittdokumenten identifizieren oder es werden weitere Beamte zum Beratschlagen dazugeholt. Dannach fährt man einfach mit dem internen Zug zum Ausgang oder holt sein Gepäck, sofern man es nicht durchgecheckt hat. Meines hatte ich ja nach Bangkok durchchecken lassen.

Am offiziellen Ausgang dann gibt es für 25 Yuan den Airport Express (Zug), der auch Dongzimen hält. Einem wichtigen Umstiegspunkt der Linie 2 (blau). Man kann dort nach Xizimen umtsteigen und zur North Peking Station gehen. Wo dann schon hunderte Taxifahrer warten und überteuerte Dinge verkaufen wollen. Der Schalter für den Bus war schon geschlossen, da es durch das ganze Flughafenprozedere bereits 10 Uhr war. Ich wolte nach Badaling und habe mich entschlossen 100 Yuan ( ca. 14 Euro) zu investieren und mit dem Taxi zu fahren, da mir nach weiteren Experimenten gerade nicht war. Insgesamt 19 Leute gestapelt in einen Transit, fuhren dann 1,5 Studen nach Badaling. Die Rückfahrt wollte ich lieber gar nicht mehr antreten, ich wusste das von dort ein Zug zurückgehen musste und den habe ich dann auch nachmittags genommen. Die Mauer kostet 17 Yuan Eintritt für Studenten, man kann hochlaufen in ca 1 Stunde oder sich eben die Zeit und den Weg sparen und mit der komfortablen Cable Car fahren. Weiter unten geht dann auch eine Sommerrodelbahn runter. Obwohl so viele Leute sich an äußerst steilen Stücken an den Stangen über die Treppen hochhangelten war kein Gedränge zu spüren. Ich habe es als sehr entspannt empfunden. Alles lief disziplinert und freundlich ab. Als ich später dann den Zug nahm, bekam ich trotz Sprint zum Zug nur noch einen Platz auf dem Boden direkt vor dem Klo, uiiii. Mittlerweile kam die Müdigkeit nach sovielen Stunden, ich bin Sonntag Vormittag gestartet und nun war es Montag Mittag, und ich schlief auf dem Boden vorm Klo einfach ein. Als nach einer Stunde alles rausströmte war ich perfekt wieder beim Peking North angekommen und konnte bequem zur verbotenen Stadt fahren.

In Peking kan man prima mit der Subway fahren und es ist supereinfach und günstig, 3 oder 4 Yuan pro Strecke.

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Da ich vor meinem Nachtflug nach Bangkok etwas ausruhen wollte, hatte ich mir ein Capsule Hostel reserviert. In das ich dann leider gar nicht einchecken konnte weil kompletter Stromausfall war. Nach großen Schwierigkeiten konnte ich mich für eine Stunde in die Kapsel verkriechen. Dann musste ich leider schon wieder zum Airport aufbrechen.

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Einer repariert und viele schauen zu, das ist mentale Unterstützung 😉
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Die „Kapseln“

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Die Umgebungs-Pläne sind übrigens nicht in Englisch an den Subway-Stations…

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Viel Spaß beim Orientieren 🙂

Zum Airport einfach mal 3 Stunden einplanen, gerechnet vom Startpunkt Innenstadt bis zum Gate…ist direkt knapp geworden bei mir, die ganze Strecke wieder zurück, Subway, Umsteigen, Airport Express. Interner Airport Shuttle zum richtigen TerminalDSC_0002

Security Check, Ausreise Stempel, laaange Laufwege bis E54 und schon waren alle in der Maschine und ich die letzte bevor der Schalter schloss 🙂

Fazit:

Super einfach zu machen auch ohne Reisegruppe. Es gibt neue Einreisebestimmungen für 72 Stunden-Aufenthalt (Stand Okt 15) Mit der Subway oder mit dem Zug kommt man sehr gut und günstig von A nach B. Taxen by metre fahren nicht immer. Wenn zuviel Verkehr ist, halten sie einfach und machen Pause, haben keine Lust zum weiterzufahren oder lehnen die Fahrt vorher auch komplett ab. Mit Englisch kommt man nicht weit, weder Beamte noch Taxifahrer sprechen Englisch. Ich habe mir die Plätze, die ich besuchen wollte (Mauer Mutianyu oder Badaling, Platz des himmlischen Friedens, Verbotene Stadt) einfach von Maps vorher abfotografiert und dann darauf gezeigt. Das ging ganz gut. Wenn man dennoch etwas fragen muss, sollte man dies in Hotels tun. Ansonsten wird es schwierig, nicht mal das Wort Subway oder Train ist bekannt. Sehenswert sind auf jeden Fall, außer den o.g. Plätzen, die Märkte und  das Street-Food. Ich denke in Peking kann man eine Woche gut verbringen.

Wo keiner drüber redet…

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Das Leben findet statt. Jeden Tag. Hier und jetzt und nicht irgendwann. Was die Zukunft bringt wissen wir nicht, Geschehenes können wir nicht rückgängig machen.

Als ich vor einigen Jahren nach schwerer Krankheit aufbrach, tat ich es nicht um am Strand zu liegen oder mit der Absicht mal einen coolen Urlaub zu machen. Ich tat es um mein Leben zu retten. Nach einer schweren neurologischen Gehirnerkrankung mit Läsionen, blieben Lähmungen in Arm und Bein zurück. Die Krankheit nahm mir ebenfalls einen Teil des Augenlichts. Ich kämpfte unglaubliche 2 Jahre um wieder laufen und leben zu können. Ich war lange Zeit ein Pflegefall. Bewegungsunfähig verbrachte ich viel Zeit mit mir selber. Glaube mir, ich weiß was es heißt im Leben nicht mehr zu leben. Nach Aufenthalten in zwei neurologischen Kliniken und Medikamenten, die mich fast umbrachten, wusste ich, dass es so nicht weitergehen kann. Ich spürte ganz genau das etwas nicht stimmt und so beschloss ich etwas dagegen zu tun. Ich packte meinen Rucksack, ließ alles hinter mir, einschließlich aller Tabletten und ging 3 Monate nach Indien. Ich erlernte dort eine der ältesten buddhistischen Meditationsformen; diese Erfahrung veränderte mein Leben. Viele Dinge konnte ich noch nicht oder nicht richtig. Ich lernte Nachsicht zu haben. Mit mir selber.

Und ich traf einen Mann auf den Andamanen der sich nur mühsam auf Krücken fortbewegen konnte. Ein Backpacker. So wie ich. Jeden Tag ging er mühsam mit seinen Krücken an meinem Bungalow vorbei und legte sich mit seinen schmerzenden Knochen ins Meer. Stundenlang. Bewundernswert. Unglaublich. Wieviel Kraft und Mut gehört dazu so eine Reise alleine zu machen, dachte ich.

Dieses Bild ließ mich nie wieder los und gab mir unglaublich viel Kraft als ich 2013 schwer mit dem Motorrad im Dschungel offroad verunglückte. Als ich ausgeflogen werden musste und nach mehreren Operationen verkaufte ich als erstes meinen Rucksack und meine Kamera. Ich saß 3 Monate im Rollstuhl und durfte 8 Monate nur liegend verbringen, wobei das einzige Highlight das Dachfenster von gegenüber war, wenn es sich öffnete und schloß. Ich ging lange auf Krücken. Mein rechtes Bein war in der Maschine hängengebliegen und es war so ziemlich alles an Struktur, Gelenken und Knochen zerstört was in so einem Bein ist. Wie sollte ich da jemals wieder reisen können? Mit Rucksack. Alleine.

P1020181So dachte ich. Bis ich immer wieder das Bild von dem Mann auf den Andamanen vor Augen hatte. Ich dachte mir: Das kannst du auch. Selbst mit dem Gehstock, der mich noch einige Monate begleitete, würde ich es über irgendeinen Strand in irgendein Meer schaffen. Das geht. Also beschloss ich auch diesmal, nach einer erfolglosen Reha als gehunfähig entlassen, einfach das zu tun was in mir war: Reisen. Ich flog diesmal nach Bali um gesund zu werden.

Und was soll ich sagen? Ich kann heute wieder laufen, und nein, es ist kein Wunder, sondern es war harte Arbeit! Und Reisen. Natürlich geht einiges nicht mehr was ich noch gern getan hätte, so wollte ich zum Beispiel immer ins Basislager des Everest. Aber ich orientiere mich an dem, was geht. Ich habe mir eine kleine Maschine gebucht und bin am Gipfel des Everest direkt vorbeigeflogen.

Es geht. Ich kann es wirklich nur jedem empfehlen, egal welche Behinderung besteht. Du. kannst. Alles schaffen.

Und JA, es ist so wie man sagt: Man bereut tatsächlich nur die Dinge im Leben, die man nicht getan hat. Kein einziges Mal bereute ich den Tag im Dschungel und niemals gab ich die Schuld dem Fahrer, denn ich bin nicht selber gefahren.

Das einzige was du brauchst ist MUT und den unbändigen Willen ES zu tun…..los geht`s  🙂

Du brauchst Unterstützung? Melde dich gerne bei mir, ich freue mich auf dich: www.traumahilfe.eu

Wer schreibt hier eigentlich?

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                                               Hey, ich bin Nicky 🙂 

– in der Ferne bin ich mir so nah wie sonst nirgendwo –

„The best day of your life is the one on which you decide your life is your own. No apologies or excuses. No one to lean on, rely on, or blame. The gift is yours – it is an amazing journey – and you alone are responsible for the quality of it. This is the day your life really begins.”       Bob Moawad

Wenn du mehr über mich wissen möchtest: Wo keiner drüber redet…

Reisen ist wie die Luft zum Atmen für mich. Nichts macht mich glücklicher. Durch einen eher tragischen Umstand war ich gezwungen mein Leben zu ändern. Und das habe ich getan. Heute lebe ich ein sehr unkonventionelles und freies Leben. Und ich liebe es – jeden Tag!

Freiheit – das ist das was ich lebe.

Osprey Fairpoint

Mein Begleiter:

Der Osprey Fairpoint 55 – eine schlechte Entscheidung wie die Fotos belegen und der Kundendienst bewiesen hat

ACHTUNG: Das UPDATE unten bitte beachten!

Nachdem ich auf meinen ersten Reisen mit 75 Liter Rucksäcken gestartet bin, habe ich mich nun seit 2 Reisen verkleinert.

Für viele Monate braucht man nicht zwangsweise viele Sachen. Ein Rucksack mit dem man reist sollte nicht schwerer als 13 Kilo sein. Meiner wiegt 11 kg :-). Diesmal sogar inklusive eines eigenen Kopfkissens. Diesen Luxus gönne ich mir, da ich nicht gerne im Laufe der Reise auf vielen Kissen von vielen Leuten schlafen möchte. Im Laufe meiner Reisen habe ich schon so alle möglichen Parasiten gehabt. Außerdem riechen fremde Kopfkissen nicht gut. Muss ja nicht sein und so habe ich mir eines selber genäht. Gefüllt mit Memoflocken in ein kleines Packmaß. Durch die Memoflocken lässt sich das Kissen ziemlich klein pressen und richtet sich wieder auf wenn ich es brauche. Sehr praktisch und wirklich zu empfehlen.

Ein Rucksack ist etwas sehr individuelles und ich kann wirklich empfehlen keinen ungesehen im Internet zu kaufen, sondern in ein Outdoor-Geschäft zu gehen und verschiedene Modelle auszuprobieren. Jeder Körperbau ist anders und es gibt welche für Frauen und für Männer, was aber nicht heißt das Frauen nicht auch Rucksäcke für Männer tragen können und andersrum. Ich bin zum Beispiel sehr groß und Frauen-Modelle passen mir gar nicht. Die Flossen müssen auf den Hüften sitzen und das Gewicht abfangen. Tragesysteme gibt es viele und genauso viele sind auch nicht unbedingt gut. Dann die Frage ob von oben zu befüllen oder von vorne zu öffnen, wieviele extra Taschen soll er haben? Die einzige die ich jemals wirklich brauchte ist die für die Wasserflasche damit ich die Hände frei habe.

Deshalb gilt für den Rucksack: Nicht das nehmen was die anderen haben, sondern selber ausprobieren.

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Osprey Fairpoint 55
  Und so sieht er aus,
  wenn er reisefertig ist :-))

 

UPDATE: Nach 3 Monaten Reise hat der Osprey Fairpoint alle meine Shirts komplett zerstört.

Die Stoffart der Rückseite sowohl vom großen als auch vom Daypack ist so beschaffen, das alles Fäden zieht und sich durchrubbelt. Es ist keine glatte Oberfläche, sondern zerstört bei Stoffkontakt die Baumwollflächen.

 

 

 

Die Verhandlungen von 2015 mit OSPREY sind gescheitert! 

März 2016, das Ergebnis:  Der Service von Osprey kümmert sich nicht um mein Problem. Monate später hat der Osprey Service weder etwas für mich getan noch pflegt er einen Kundenkontakt. Die Fotos wurden alle an Osprey International übermittelt, auch hier hält man sich bedeckt. Den Service in Deutschland habe ich als äußerst unverschämt und unfreundlich empfunden.

 

Oben in den Fotos die Rückseiten des Osprey Fairpoints 55 + Daypack. Man sieht die nicht geschützte Beschaffenheit des Polyester Gewebes, welches beim Drüberfahren mit den Fingern bereits an Hautschuppen hängen bleibt = ekeliges Gefühl.

Unten auf dem Foto mein neuer wasserfester Rucksack, den ich für 30 Euro in Thailand gekauft habe: Da hat sich mal wirklich jemand Gedanken gemacht und wie man an der Rückseite erkennen kann, ist über dem Lochstoff noch anderes Gewebe, welches sich ganz fein und glatt anfühlt.  = Nichts bleibt hängen und keine durchgerubbelten Shirts mehr 🙂 So soll es sein.

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Mein FAZIT:

Ich kaufe NIEMALS wieder in meinem Leben einen OSPREY.

UPDATE 2018: Auch 3 Jahre nach dem Ärger mit Osprey hat sich nie jemand vom Kundendienst darum gekümmert. Auf der Vertriebsebene war man sehr an meinen Fotos interessiert oder tat zumindest so und ließ sich alles zuschicken und versprach eine Lösung wenn ich die Fotos schicke. Dieses Versprechen wurde von Osprey nie eingehalten. Selbst als ich damals schrieb ich würde dies auf meinem Blog veröffentlichen, interessierte es das Unternehmen nicht. Tja, was soll man dazu noch sagen? Wer hier was kauft ist selber Schuld.

 

 

 

 

 

 

 

Weltreisen